100 Million BC (2008)
100 Million BC (2008)
Oder: Quatsch mit Dino
In den Vierziger Jahren hatte ein Wissenschaftler namens Frank Reno (Michael Gross) eine Einheit Soldaten per Experiment in die Kreidezeit zurückversetzt. Was als missglückter Versuch abgetan wurde, liess Reno keine Ruhe, bis er heute nun eine zweite Mannschaft, dieses Mal sinds die Navy Seals, auf die Suche nach den Verschollenen von damals schicken will. Er selber kommt natürlich mit, denn dieses Mal soll alles anders werden.
Bald schon begegnen die aktuellen Seals den Gefahren der damaligen Zeit. Erste Begegnungen mit kleinen Sauriern und sonstigem Gevieche hinterlassen die ersten Blutspuren, und dennoch trifft das Team auf die Vermissten. Die werden von Erik Reno (Christopher Atkins) angeführt, haben sich an die neuen Umstände angepasst und sind nicht wenig überrascht, plötzlich bekannte Gesichter zu sehen.
Gemeinsam soll es nun auf die Heimreise gehen. Das Zeitportal ist parat, die Leute treten durch. Dummerweise kommen nicht nur Menschen durch das Tor in die Gegenwart, sondern auch ein ausgewachsener Riesen-Dinosaurier, der sich natürlich sofort auf die Socken macht, die Nachbarschaft zusammenbrüllt und Autos platt walzt. Nun liegt es an den Überlebenden von damals, dieses Ungetüm zu stoppen, bevor die Katastrophe ihren Lauf nimmt.
DVD-Rating
Dass grosse Dinosaurier in der ebenso grossen Stadt eigentlich für Action und Spannung sorgen können, hat Jurassic Park 2 damals eindrücklich bewiesen. Wie dieses Szenario aussieht, wenn es an finanziellen Mitteln und graphischem Geschick mangelt, zeigt nun 100 Million BC. Die Trashgranate ist nämlich so schlecht, dass man sich durchaus fragen darf, warum bei einer solchen Produktion überhaupt Schauspieler vor die Kamera stehen.
Wer ein bisschen in der Vergangenheit grübelt, der könnte irgendwann mal auf Christopher Atkins stossen. Der war 1980 der Traum aller Mädels, als er in The Blue Lagoon nur im Höschen mit Brooke Shields am einsamen Strand rumschäkerte. Danach gabs ein paar Auftritte in Dallas und jede Menge Schrott. 100 Million BC ist die Krönung seines "Schaffens".
Für das zweite bekannte Gesicht müssen wir nicht so weit in die Vergangenheit blättern. Michael Gross dürfte noch aus der Serie rund um die Tremors bekannt sein. Hier gibt er einen Sean Connery-Doppelgänger, der sich dem Niveau seiner Kollegen (und den Dinos) anpasst und dabei grauenhaft absäuft.
Überhaupt, die Spezialeffekte sind unter aller Sau, peinlich umgesetzt und machen nie den Eindruck, dass da jemand mit Sachverstand am Werk war. Natürlich ist das Ganze auch eine Frage des Geldes, aber Herzblut allein genügt leider nicht. Beispielsweise wackelt bei jedem Dinoschritt das ganze Bild, die Blätter an den Bäumen bewegen sich aber keinen Milimeter....
Fazit: 100 Million BC ist eine Gurke der untersten Schublade. Langweilig, schlecht gespielt, noch schlechter animiert und total überflüssig. Das Cover der DVD macht ja noch Lust auf eine gute Story, und Trashfilme können auch mal glatt sein, aber dieser jämmerliche Versuch scheitert bereits nach ein paar Minuten.
Dass die Jungs mit den Dinos einige Arbeit hatten, zeigt ein kleiner Bericht, der sie bei der Arbeit (und beim Rumwitzeln) zeigt. Eine kleine B-Roll (die Kamera hinter der Kamera), sowie ein Bericht über die Motivation der Filmemacher kriegen wir auch noch zu sehen, bevor die Trailershow die Extras beendet. Technisch dürfen wir von 100 Million BC keine grossen Sachen erwarten. Das Bild ist zeitweise recht unscharf und auch der Ton bewegt sich auf höchst durchschnittlichem Niveau.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 30.08.2011
- Bildformat: 1.78:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Keine
- Extras: Back in Time; Dino-Evolution; B-Roll; Deleted Scenes; Trailershow



