100 Feet (2008)

100 Feet (2008)

Oder: Wenn der Kerl nicht gehen mag

100 Feet

Putz Putz

Marnie (Famke Janssen) hat vor ein paar Jahren ihren gewalttätigen Ehemann in Notwehr erschossen und hat dafür hinter Gittern gesessen. Das letzte Jahr ihrer Strafe wird die Frau mit einer Fussfessel ausgestattet und darf in ihrem eigenen Haus leben. Dort allerdings wird ihr nur ein kleiner Umkreis zugeteilt, in dem sie sich frei bewegen kann.

Anfänglich werden die Blutflecken von damals übermalt und Marnie versucht langsam, sich zu organisieren und ein einigermassen durchschnittliches Leben zu leben. Als sie aber eines Nachts scheinbar die Fratze ihres verstorbenen Gatten erblickt, gerät sie in Panik. Sollte es in ihrem Haus wirklich geistern?

100 Feet

Beauty for a Feast

Shanks (Bobby Cannavale), der ehemalige Partner von Marnies Ehemann, wartet derweil vor dem Haus und überwacht das Ganze. Allmählich wird er auf Schreie aus dem Haus aufmerksam und versucht, sich einen Reim darauf zu machen. Was er nicht weiss, ist, dass Marnie inzwischen regelmässig vom Geist ihres Mannes aufgesucht wird, der auf Rache sinnt und seine gruslige Fratze in allerlei Formen und Momenten zur Schau stellt.


DVD-Rating

Filme über Geister in alten, verknorrten Häusern, kennen wir zu Genüge. Seit dem "Haushorror"-Klassiker The Amityville Horror kommen immer wieder Gruselgestalten ans Tageslicht, die zwar tot sind, ihren Frieden aber halt nicht finden können. Und dann machen sie das, was sie am liebsten tun. Nämlich hübsche Frauen und ebensolche Zuschauer erschrecken.

Famke Janssen war mal ein Bondgirl (Goldeneye), kämpfte bei den X-Men und hatte in House on Haunted Hill schon mit Geistern und grusligen Räumen zu tun. Und eigentlich ist die gebürtige Holländerin ein gute Schauspielerin, die solche Filme tragen könnte. In 100 Feet aber muss sie ausser schreien und bluten nicht viel anderes tun. Schade.

Am Anfang weiss der Zuschauer noch nicht, was ihn erwartet. Es beginnt zwar bald zu knarren, aber dafür findet das Drehbuch eine plausible Erklärung. Erst nach und nach beginnt der Grusel, wenn die verschwommene Geisterfratze auftaucht und mit Hand und Fuss gegen die Dame des Hauses zur Sache geht. Das macht zwischendurch eine gute Falle, lässt den Film aber mit einem Finale enden, der einfach lachhaft und ärgerlich ist.

Nebst all dem Rumgespuke und der rennenden Hausfrau versuchte Regisseur Eric Red (schrieb immerhin The Hitcher) auch noch ein paar blutige und eklige Momente reinzupacken. Das mit dem Blut hat er anständig hingekriegt, das andere nicht. Denn als Marnie ihren jugendlichen Freund in der Kiste hat und der Ehemann-Geist seinen Auftritt hat, sind die Spezialeffekte schon fast erbärmlich amateurhaft. Und zwar so, dass es jedem Zuschauer sofort ins Auge springt.

Fazit: 100 Feet hat gute Sequenzen und ist zwischendurch schön intensiv. Leider vermasselt das Finale die eigentlich solide Geschichte, so dass der Gesamteindruck recht durchschnittlich daherkommt. Vielleicht hätte man dem Geistergatten mehr Auftritte gönnen sollen?

Als Bonusmaterial bietet die DVD von 100 Feet ein kurzes Making-Of, das die Geschichte und die (wenigen) Charaktere ein bisschen näher beleuchtet. Nichts weltbewegendes, aber okay. Der Trailer schliesst das magere Angebot dann auch grad wieder ab. Auch technisch macht die DVD eine solide Figur, ohne jedoch zu glänzen. Das Bild ist vielfach ein bisschen gar dunkel geraten, während der Ton in anständiger Qualität daherkommt.

2.9 Sterne 3.2 Sterne
2.9 Sterne (6 Bewertungen) | 1 Kommentar

2.5 Sterne2.5 von 0.0-6.0
25.03.2009 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 13.03.2009

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Trailer: Making-Of