10,000 B.C. (2008)

10,000 B.C. (2008)

Oder: ...und sie sprachen schon Englisch

10,000 B.C.

"Hier ein TicTac, du stinkst ja ekelhaft!"

In einer abgeschiedenen, eisigen und verschneiten Bergwelt lebt das ehrfürchtige Volk der Yagahl. Ihre Existenz sichern sie sich durch die gefährliche und brutale Jagd von Mammuts. Bis anhin zogen diese jeweils einmal pro Jahr durch ihr Tal. Doch die Eiszeit neigt sich ihrem Ende entgegen und die für die Yagahl lebenswichtigen Tiere tauchen nicht mehr regelmässig auf. Aller Not zum Trotz prophezeit das geistige Oberhaupt "Old Mother" (Mona Hammond), dass ein blauäugiges Mädchen kommen wird und mit ihr ein Held, der das Volk retten kann.

Und schon bald finden die Jäger in einem eisigen Sturm ein blauäugiges, einsames und fast erfrorenes Mädchen. Die Yagahl nehmen es in ihr Volk auf und hoffen, dass sie nun von ihrer Not erlöst werden. Unter ihnen auch der junge D'Leh (Steven Strait), der sich unsterblich in Evolet (Camilla Belle) - so heisst das blauäugige Mädchen - verliebt.

10,000 B.C.

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus!"

Viele Monde sind inzwischen vergangen und Evolet ist zu einer jungen, hübschen Frau herangewachsen. Und auch D'Leh hat sich zu einem stattlichen Jäger entwickelt. Ihre Liebe währt noch immer und D'Leh ist bereit, alles für sie zu tun. Als vierbeinige Dämonen in ihr Dorf eindringen und Evolet zusammen mit anderen jungen Männern und Frauen entführen, zögert er auch keine Sekunde und macht sich auf, sie zu retten. Zusammen mit D'Leh sind auch der Stammeshäuptling Tic'Tic (Cliff Curtis), der wilde Ka'Ren (Mo Zinal) und der Jungspund Baku (Nathanael Baring) bereit, allen möglichen Gefahren zu trotzen um ihr Volk zu retten.


Kinofilm-Rating

Anders als bei Apocalypto erhebt 10,000 BC keinerlei Wahrheitsanspruch. Dies auch mit gutem Grund, denn würde der Film behaupten wahrheitsgetreu zu sein, würde er zu einer kompletten Lachnummer verkommen. Klar einige Ideen der Macher beruhen auf historischen Tatsachen. Doch die Geschichte ist vollkommen künstlich. Ebenso künstlich wie die Stimmen der Bösen, die Urzeittiere oder die Dreadlocks der Yagahl.

Hat man sich einmal damit abgefunden, liefert uns Roland Emmerich eine beinahe schon gewöhnliche Geschichte. Ein junger Mann, der um seine grosse Liebe zu retten, über sich hinauswächst, wird zum "allerersten" Helden (rückwärts: D'Leh). Dabei hält sich Emmerich ziemlich akkurat an die gängigen Genrekonventionen.

Was hingegen neu ist, sind die technischen Möglichkeiten im Bereich der computergenerierten Bilder. Die Mammuts sind atemberaubend animiert und überzeugen auch in den Nahaufnahmen. Sie hinterlassen auf jeden Fall einen nachhaltigeren Eindruck als die Schauspieler. Abgesehen von Omar Sharif (der mit wohliger Stimme die ganze Geschichte erzählt) sind die Darsteller noch relativ unbekannt. Und sie werden wohl auch nach diesem Film auf ihren grossen Durchbruch warten müssen.

"10,000 BC" ist, bei all den auf wahren Begebenheiten beruhenden Filmen, wieder einmal ein rein fiktionales Werk, das mit rasanter Action und fesselnden Bildern kurzweilige Unterhaltung bietet. Wer mehr erwartet dürfte wohl einwenig enttäuscht werden. Halt eben so, wie bei allen Roland Emmerich - Filmen.

2.9 Sterne
2.9 Sterne (99 Bewertungen) | 47 Kommentare

3.0 Sterne3 von 0.0-6.0
05.03.2008 / mab