You Kill Me (2007)
You Kill Me (2007)
Oder: Einen nehmen wir noch, oder?
Frank (Ben Kingsley) ist Killer und Alkoholiker. Seinen letzten Job hat er verpennt und deswegen wird er von New York nach San Fransisco geschickt. Dort soll der Mann seine Sucht in den Griff kriegen und ein Plätzchen bei den Anonymen Alkoholikern ist auch bereits für ihn reserviert.
Als Nebenjob arbeitet Frank in einer Bestattungsfirma, in der er Leichen für die Beerdigung vorbereitet. Bei einem solchen Auftrag lernt er Laurel (Tea Leoni) kennen, die in ihm ungeahnte Gefühle weckt. Doch die Sitzungen, bei denen Frank den schwulen Tom (Luke Wilson) kennen und mögen lernt, lassen den Mann kaum Motivation für eine Liebesbeziehung holen. Zumal die alkoholischen Gelüste sich nicht einfach so stoppen lassen.
In seiner Heimat geht inzwischen der Teufel um. In Gestalt des irischen Gangsters Edward O'Leary (Dennis Farina) macht sich eine neue Macht in New York breit und will die polnische Konkurrenz rund um Franks Onkel aus dem Weg haben. Da könnte eigentlich nur Frank helfen. Doch der hat in San Francisco wieder mal einen Rückfall, kämpft mit einer schwierigen Beziehung und bekundet Mühe, sein Leben in den Griff zu kriegen.
DVD-Rating
Ben Kingsley ist stolzer Besitzer eines Oscars. Für Gandhi wurde er 1982 mit der Statue ausgezeichnet, ist aber trotzdem vor Flops nicht sicher. Filme wie A Sound of Thunder oder Thunderbirds haben arg am guten Ruf des Mimen gekratzt. Bei You kill me durfte man mal wieder auf einen richtig guten Kingsley-Film hoffen. Leider ists bei der Hoffnung geblieben.
Die Geschichte um den trinkenden Killer wird als "Komödie" angepriesen und der scheinbar schwarze Humor wird zusätzlich lobend erwähnt. Dabei hat You kill me grosse Schwierigkeiten, überhaupt einmal in Schwung zu kommen. Zwar macht Ben Kingsley als trinkender Killer einen guten und erwartungsfrohen Eindruck, aber seine Darstellung ist schlussendlich auch das Beste am ganzen Film, der sich nicht entscheiden kann, ob er jetzt eine lustige Komödie oder ein etwas ernsteres Alkoholiker-Drama sein will.
An der Seite von Ben Kingsley versuchen sich ein paar bekannte Namen, die aber kaum in Fahrt kommen. So bleibt Tea Leoni Eye-Candy, Luke Wilson der verständnisvolle Zuhörer und Bill Pullman hat schlicht zuwenig Präsenzzeit, um Eindruck zu hinterlassen. Da kann Dennis Farina wenigstens mit ein paar netten Sprüchen punkten. Aber mehr gibts auch von ihm nicht zu sehen.
Fazit: You kill me kann den Vorschusslorbeeren leider nicht gerecht werden und entpuppt sich als Film mit viel (überflüssigem) Dialog und einer recht lahmen Story. Ausser der gelungenen Darstellung von Ben Kingsley gibt es hier nicht viel zu holen.
Knappe 17 Minuten Extras wurden auf die DVD gepresst. Die setzen sich aus einem kurzen Blick hinter die Kulissen und einem noch kürzeren Bericht über die visuellen Effekte zusammen. Beide sind nicht sehr informativ. Das macht der Audiokommentar, den unter anderen der Regisseur selber spricht, dann schon ein bisschen besser. Diese Option kann man durchaus ziehen.
Technisch werden die Standardversionen Deutsch und Englisch geboten, beide überzeugen jedoch nicht durchgehend. Sehr dumpf ist der Ton geworden und auch das Bild macht in den dunkleren Szenen einen leider nur durchschnittlichen Eindruck.
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3.2 Sterne (18 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 21.11.2008
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Trailers; Behind the Scenes (11 Minuten); Visuelle Effekte (6 Minuten); Audiokommentar



