Walk Hard: The Dewey Cox Story (2007)
Walk Hard: The Dewey Cox Story (2007)
Oder: Its not what it looks like!
In wenigen Augenblicken soll der weltbekannte Musiker Dewey Cox (John C. Reilly) einen Award für sein Lebenswerk bekommen. Doch noch immer steht er in der dunklen Gasse hinter der Bühne. In sich gekehrt und immun gegen alle Aufrufe lässt er sein Leben Revue passieren. Ein Leben, das eines Rockstars mehr als nur würdig ist.
Als kleiner Junge schon hatte Dewey zu kämpfen. Ein Unfall, er schnitt seinen Bruder mit einer Machete in zwei Teile, liess Dewey in den Augen seines Vaters zum Bastard werden. Papa mit seinen "the wrong kid is dead" verfolgte den jungen, aufstrebenden Musiker noch lange. Nach den ersten Berührungen mit dem Blues der Schwarzen, wollte Dewey Rockstar werden. Und dieser Weg, so muss der junge Mann feststellen, ist nur so gepflastert mit Drogen, Frauen und sonstigen Hindernissen.
Dewey Cox war befreundet mit Elvis Presley (Jack White), Buddy Holly (Frankie Muniz) oder den Beatles (Jack Black als Paul McCartney, Paul Rudd als John Lennon), hatte unzählige Affären (man spricht von über 400), zeugte über 20 Kinder und war dreimal verheiratet. Der Mann, der sein Leben am Maximum lebte, schrieb unzählige Hits, füllte die Arenen der ganzen Welt und nahm jede Droge, die er finden konnte.
Nun ist er parat für seinen letzten Auftritt. Nach jahrelanger Pause hat er sein Meisterwerk vollendet. Eine Musik, die seinem verstorbenen Bruder (Jonah Hill) beweisen soll, wie sehr ihm die Tat von damals leid tut und die den absoluten Höhepunkt seines Schaffens darstellen soll. Doch wie wird das Publikum reagieren?
Blu-ray-Rating
John C. Reilly wurde, man mags anhand seiner letzten Filme kaum glauben, 2002 für einen Oscar nominiert. Er spielte in Chicago toll, hatte eine Rolle in Gangs of New York und überzeugte in Magnolia. Eigentlich wäre ihm nun eine Karriere als hoch dotierter und anspruchsvoller Darsteller vorprogrammiert gewesen, doch John C. Reilly entschied sich anders. Er übernahm Clown-Rollen in Filmen wie Talladega Nights oder eben in Walk Hard: The Dewey Cox Story.
Dieses Mal macht er sich ohne seinen Kumpel Will Ferrell auf, die filmischen Biographien wie Walk the Line oder Ray auf die Schippe zu nehmen. Er portraitiert den fiktiven Rockstar "Dewey Cox" und landet dabei mit dem Ausruf "I want Cox" gleich den ersten zögerlichen Lacher. In diesem Sinne geht die Story weiter durch die bunte Musikgeschichte und lässt unseren Musiker verschiedene, bekannte Figuren treffen. Sei es Frankie Muniz als Buddy Holly oder auch Jack Black, der sich als Paul McCartney immer mit Paul Rudd, alias John Lennon, in die Haare kriegt.
Solche Szenen sind witzig gemacht und amüsieren recht anständig. Jedoch fehlt Walk Hard: The Dewey Cox Story vielfach der Drive einer richtigen Komödie und zu lachen gibt es in diesem Sinne auch relativ wenig. Zwar geben sich die Darsteller Mühe, Pausenclowns zu spielen und ach so lustige Witze zu mimen, aber der grosse Lacher bleibt grösstenteils aus. Der Film kann sich oft nicht entscheiden, ob er jetzt eine reine Persiflage sein soll oder dann doch eine Schmunzelkomödie über einen abgehobenen Rocker.
Fazit: Walk Hard: The Dewey Cox Story hat ein paar wirklich lustige Szenen drin, die Musik ist toll (der Titelsong ist sogar hervorragend) und die Gastauftritte sind glatt. Mehr kann die Story leider nicht liefern und auch John C. Reilly hat man bald mal dicke, wenn er seine Faxen macht. Er soll lieber mal wieder eine "ernste" Rolle spielen. Aber davon will der Gute ja nichts wissen, wie uns sein nächster Film, Step Brothers, beweist.
Es ist kein Geheimnis, dass das neue Medium Blu-Ray vor allem in Sachen Bild und Ton zu punkten vermag. Wenn man diese Technologie mit der herkömmlichen DVD vergleicht, dann wird bald mal klar, dass Blu-Ray eine nochmalige Verbesserung der Qualität darstellt. Der Ton ist glasklar und wer gute und geübte Ohren hat, der darf sich hier an einer erstaunlichen Qualität erfreuen. Das Bild ist ebenfalls optimal gelungen und überzeugt durch Schärfe, gut kontierte Farben und macht auch bei den Schnitten keinerlei Probleme.
Die Extras auf der Blu-Ray-Disc sind recht anständig geworden. Neben den üblichen Verdächtigen wie Outtakes, den Audiokommentar oder die Trailershow, fährt Walk Hard: The Dewey Cox Story mit zwei ganz speziellen Features auf. Einmal wurden zwei Filmfassungen auf die Disc gepresst. Die originale Kinofassung und die "Extended" Fassung. Dann kann man zugreifen auf ein kleines Feature, dass uns den "echten Dewey Cox" vorstellt. Dort loben bekannte US-Sänger(-innen) den Mann über den Klee und wir kriegen auch Bildmaterial des Stars zu sehen. Witzige Sache.
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3.4 Sterne (15 Bewertungen) | 0 Kommentare
Blu-ray-Infos
Blu-ray erschienen am 21.08.2008
- Bildformat: 2.40:1 (16:9) / 1920 x 1080p
- Sprachen: Deutsch (Dolby True 5.1), Englisch (Dolby True 5.1)
- Untertitel: Englisch, Deutsch, Türkisch
- Extras: Kinofassung des Films, Extended Edition des Films, Audiokommentare, Song Performances, Erweiterte Szenen, Outtakes, Die Musik, Der wahre Dewey Cox, Trailers



