Vollidiot (2007)
Vollidiot (2007)
Oder: Verdammte Kaffee-Nazis!
Simon Peter (Oliver Pocher) steht mit seinem Leben auf Kriegsfuss. Sein Job als Verkäufer in einer Telefonfirma nervt ihn jeden Tag mehr, seine Ex-Freundin will ihn nicht mehr zurück und kriegt ein Kind von einem anderen und das Single-Leben gefällt ihm kein bisschen. Er quält sich mit Sarkasmus und Zynismus durch den Alltag, veräppelt Kunden, nervt Verkäufer in der IKEA und sein Kumpel Flick (Oliver Fleischer) muss speziell darunter leiden.
Als er in einem amerikanischen Kaffeeladen allerdings die schöne Marcia (Ellenie Salvo Gonzalez) erblickt, nimmts ihm den Boden unter den Füssen endgültig weg. Diese Frau, und zwar nur diese Frau, soll die Mutter seiner künftigen Kinder sein und mit ihr will er alt werden. Dumm nur, dass er keinen Schimmer hat, wie er die Dame ansprechen soll.
Tips zu dieser schier ausweglosen Situation holt er sich bei seiner besten Freundin Paula (Tanja Wenzel). Doch auch diese gutgemeinten Ratschläge scheinen nicht zu fruchten. Als Simon aber entdeckt, dass seine Angebetete ein Fan der "Fantastischen Vier" ist und bald ein Konzert der Gruppe ansteht, will er genau dort punkten. Er holt sich Tickets und versucht diese, so cool wie möglich, an die Dame zu bringen. Obs gelingt?
DVD-Rating
Tommy Jaud heisst der Mann, der die literarische Vorlage zu Vollidiot schrieb, mithalf das Drehbuch zum Film zu verfassen und auch sonst in dieser Produktion involviert ist. Daher könnte man davon ausgehen, dass der Film genau so glatt und unterhaltend wie das Buch sein würde. Dem ist leider nicht so.
Zwar ist es schon recht amüsant, wenn Oliver Pocher seine zynischen Kommentare aus dem Off zum Besten gibt und die Kundschaft im Telefonladen abspeist, wenn die ein "Internet" wollen. Aber solche Szenen, welche die erste Hälfte des Films dominieren, werden mit zunehmender Filmdauer immer seltener. Da entwickelt sich die Geschichte zum voraussehbaren Ware von der Stange und die Witze und Sprüche sitzen leider nicht mehr so, wie sie es am Anfang des Filmes noch taten.
Überraschend hält sich aber der Ärger über Oliver Pocher in Grenzen. Er spielt seine Rolle angenehm und sein Sarkasmus kommt gut zur Geltung. Aber, er spielt halt nicht Simon Peter, sondern einfach Oliver Pocher, der sich von Szene zu Szene rettet. Für Fans des Comedian dürfte das aber kein Grund sein, sich nicht ab diesem Film zu freuen.
Die Co-Stars von Vollidiot haben bekannte Gesichter. Allen voran natürlich die schöne Ellenie Salvo Gonzalez (Hui Buh, Tell), die zwar eine Scheissrolle hat, aber selbst dabei darf man ihr schon angenehm zusehen. Ebenso von der Partie sind Tanja Wenzel (Der Wixxer) oder Anke Engelke (Freche Mädchen) als "Eule".
Fazit: Vollidiot ist für diejenigen, die das Buch kennen, ein sehr durchschnittlicher Film geworden, welcher der tollen und lustigen Geschichte irgendwie halt doch nicht gerecht werden kann. Für diejenigen, die ohne Vorbehalt an diesen Film gehen, werden immerhin ein paar gute Gags geboten und Fans von Oliver Pocher haben den Film eh schon im DVD-Regal.
Der Audiokommentar vom Schöpfer Tommy Jaud (der natürlich von Oliver Pocher ergänzt wird) nimmt dann auch Bezug auf die Unterschiede zwischen Film und Buch. Warum fehlt diese Szene, warum hat man das abgeändert und viele andere Fragen werden mehr oder weniger ausführlich beantwortet. Dazu gibts ein Musikvideo und den Trailer zu sehen.
Qualitativ ist Vollidiot recht gut gelungen. Ein klarer und sauberer Ton wird geboten und das Bild kommt störungsfrei auf den heimischen Bildschirm.
![]()
2.6 Sterne (17 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 19.11.2007
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Musikvideo; Trailer; Teaser; Audiokommentar



