Una Moglie Bellissima (2007)

Meine wunderbare Frau

Una Moglie Bellissima (2007) Meine wunderbare Frau

Oder: Willst du von meinen Melonen kosten?

In einem idyllischen Kaff in der Toscana lebt der Obst- und Gemüsehändler Mariano (Leonardo Pieraccioni). An seinem Markststand können sich die Kunden nicht nur an Tomaten, Kirschen oder Äpfeln, sondern auch an den üppigen Rundungen seiner zauberhaften Ehefrau Miranda (Laura Torrisi), erfreuen. Diese hat nicht nur die Masse eines Models, sondern ist auch ganz doll verliebt in den seinerseits nicht gerade umwerfend aussehenden Mariano und macht ihm schöne Geschenke und süsse Überraschungen. Was wünscht Mann sich mehr?

Ähnliches denkt auch der attraktive Fotograf Andrea (Gabriel Garko), als er sie beim Gemüseverkaufen entdeckt. Er bietet ihr eine Stange Geld an, wenn er sie im Eva-Kostüm für einen "erotischen Kalender" knipsen darf. Geld macht alles möglich - und so reist Miranda - mit Mariano in ihrem Schlepptau - schon bald auf die Seychellen, um sich dort von Andrea ablichten zu lassen. Dieser erweist sich aber aber als ein ganz Schlimmer: denn seine Interessen sind nicht ausschliesslich künstlerischer Natur...


Kinofilm-Rating

Die leichten Weihnachtszeit-Komödien aus unserem südlichen Nachbarland haben sich mittlerweile als eigenes kleines Genre etabliert. Auch in der Deutschschweiz finden diese jeweils den Weg in die Kinos, traditionellerweise kurz vor dem Fest im Original ohne Untertitel, um der hier lebenden italienischen Community die Vorfreude auf die Bescherung zu versüssen. Una Moglie Bellissima ist klassischer Vertreter dieser Gattung und Regisseur/Hauptdarsteller Leonardo Pieraccioni ein alter Bekannter, hat er der Schweiz doch bereits Il paradiso all'improvviso oder Ti Amo in Tutte le Lingue del Mondo unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Ich könnte es mir an dieser Stelle einfach machen und einfach auf die Outnow-Review von letzgenanntem Film verweisen. Das meiste, was dort gesagt wird, lässt sich 1:1 auf Una Moglie Bellissima übertragen. Der Film ist nämlich über weite Strecken langweilig und vor allem unlustig. Leider merken dies die Schauspieler nicht, die sich vor Lustigkeit kaum mehr einkriegen und damit gehörig auf die Nerven gehen. Den filminternen Nerv-Contest verliert Pieraccioni knapp gegen seinen Co-Darsteller Massimo Ceccherini, der sich in einem für die Story völlig irrelevanten Neben-Handlungsstrang zum Kalb macht.

Richtig ungeniessbar wird's aber gegen Ende, wo's zuckerig rührselig wird. Dieses ernsthafte Kleid steht den Protagonisten noch weniger als dasjenige der Komödianten. So wendet sich zumindest der männliche Teil des Publikums lieber den weiblichen Reizen des Monica Bellucci-Verschnittes Laura Torrisi zu. Die Dame läuft die ganze Zeit mit prall gefülltem Ausschnitt rum und wirkt so eher wie eine Pornodarstellerin denn wie eine Obsthändlerin. Verstärkt wird dies durch die lüsterne Art, wie die Kamera immer wieder ihre Oberweite einfängt. Für Männer, die auf dralle, dunkle Schönheiten stehen, wird dies wohl ausreichen, sich diesen Film anzutun. Andere valable Gründe für einen Filmbesuch fallen mir allerdings partout nicht ein. Die Handlung scheppert völlig hastig vor sich hin, im Zeitraffer wird immer wieder vorgespult, sodass der Zuschauer irgendwann entnervt jegliches Interesse verliert.

Una Moglie Bellissima ist ein unnötiger Schuss in den Ofen. Wer sich heuer eine amüsante Italo-Weihnachtskomödie gönnen möchte, ist mit dem ungleich witzigeren Natale in crociera besser bedient. Eine "Bellissima" hat's dort auch - und die ist erst noch Schweizerin...

1.2 Sterne
1.2 Sterne (3 Bewertungen) | 0 Kommentare

1.51.5
22.12.2007 / ebe

Una Moglie Bellissima (2007)
Bewertung: 1.2 (3 Bewertungen)
1.2 Sterne » BewertenUna Moglie Bellissima (2007)1.253

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