La terza madre (2007)
La terza madre (2007)
Oder: Bluten und sterben lassen
Bei Umbauarbeiten einer Kirche finden die Arbeiter in der Grube einen uralten Sarg, an den eine mysteriöse Urne gekettet ist, welche mit mehreren Kruzifixen versiegelt ist. Der Pfarrer nimmt den Sarg in Empfang und untersucht die Urne sowie deren Inhalt. Eine schreckliche Erkenntnis später beginnt der Pfarrer hektisch mit dem Versiegeln der Urne und schickt sie an Michael (Adam James). Der Wissenschaftler, der sich auch mit Hexen und alter Magie auskennt, soll den entsetzlichen Verdacht des Pfarrers bestätigen. Michael wird diese Urne aber nie zu Gesicht bekommen, denn die amerikanische Kunststudentin Sarah Mandy (Asia Argento) und ihre Kommilitonin Giselle (Coralina Cataldi-Tassoni) machen sich ohne sein Wissen am Artefakt zu schaffen.
Diese Übereifrigkeit wird allerdings böse Folgen haben, denn ohne ihr Wissen erwecken sie den Geist von Mater Lachrymarum (Moran Atias), einer uralten, bösartigen und gnadenlos brutalen Hexe. Entsetzt muss Sarah bald darauf mit ansehen, wie Giselle vor ihren Augen zerfleischt wird. Doch dies soll erst der Auftakt für viel schlimmere Schrecken sein. Es dauert nämlich nicht lange, da bricht Tod und Zerstörung über Rom herein und während sich die Einwohner gegenseitig ermorden, muss sich Sarah gegen die Anhänger der Hexe zur Wehr setzen. Dabei erfährt sie nicht nur Unerwartetes über sich selber, sondern muss auch, um zu überleben, den Kampf gegen die gefürchtete Mother of Tears aufnehmen...
DVD-Rating
Zu seiner Blütezeit drehte Dario Argento Horrorfilme wie Deep Red, welche selbst heute noch zeitlos sind, und begann auch seine the Three Mothers - Trilogie. Der Kultfilm Suspiria machte den Anfang, es folgte der eher durchschnittliche Inferno, und jetzt wird mit Mother of Tears das letzte Kapitel geschlossen.
Seit Suspiria, oder besser gesagt Inferno, sind jedoch 27 Jahre vergangen, eine lange Zeit, welche Dario Argento auch schwer zugesetzt hat. Von seinem ursprünglichen künsterlischen Signaturstil, der seine alten Filme noch geprägt hat, merkt man überhaupt nichts mehr, und Argento eifert in Mother of Tears leider nur den Mainstream-Splatterorgien nach, was dem Film die einzigartige Identität raubt. Dies hat zwar den Vorteil, dass die heutige Generation der Horror-Kinogänger leichten Zugang zum Film findet, doch die Fans der ersten Teile werden ihre Saga kaum noch erkennen.
Als Film bietet Mother of Tears einen raschen Einstieg in die Geschichte und kann auch schon bald eine düstere, packende Spannung aufbauen, die er bis zum Schluss aufrecht erhält. Einige ganz wüste Schockmomente sowie sehr blutige Splatterszenen geben dem Film einen durchwegs brutalen Unterton, der perfekt zur Mater Lachrymarum passt. Eine weitere Stärke ist die gut ausgearbeitete Hintergrundgeschichte, welche auch für Neueinsteiger leicht verständlich erklärt wird und nicht unbedingt das Sehen der Vorgängerfilme verlangt.
Negative Punkte gibt es an sich wenige, doch leider sind diese in der Kategorie Filmkiller einzuordnen. Zum einen ist Mater Lachrymarum mit Moran Atias falsch besetzt, und selbst wenn sie sehr viel Haut zeigt, wirkt sie in wichtigen Schlüsselzenen primär überfordert. Der zweite Punkt ist Asia Argento selber. Sie mag in harten sowie bizarren Rollen sehr gut sein, doch hier wirkt sie als weinerliche Artefakt Analystin völlig unglaubwürdig und prägt den mit einigen Logiklücken durchsetzten Handlungsablauf mit ihrer aufgesetzten Naivität im negativen Sinne. Dies zeigt sich besonders im Finale, wo die Konfrontation Asia vs. Mother of Tears im Vergleich zum Rest des Films doch sehr unspektakulär, wenn nicht schon lächerlich ist. Mit einem etwas besseren Leadcharakter hätte dies viel packender gelöst werden können, jetzt nervt man sich primär an Asia, wenn sie mal wieder unmotiviert schluchzend durch die Szenen stolpert.
Fazit: Leider ist es nicht das krönende Finale der Trilogie geworden, sondern nur ein solider Abschluss, der das letzte Kapitel noch sauber beendet. Mother of Tears bietet in Sachen Spannung, Intensität sowie Hintergrundgeschichte sicher mehr als seine Vorgänger und vermag auch über die ganze Laufzeit vor den Bildschirm fesseln. Trotz vieler düsterer Szenen, lässt er aber die Qualitäten vermissen, welche Suspiria noch einzigartig gemacht haben, und so ist Mother of Tears ein Horrorfilm unter vielen mit einem bekannten Titel. Von Dario Argento hätte man sicher mehr erwarten können, als diese idenditätslose Horrorroutine.
Für die DVD wurde der ungeschnittene Unrated Cut auf Code 1 getestet, da der Film nicht ungeschnitten auf Code 2 erschienen ist. Die geschnittene Fassung ist um eine Minute kürzer und wurde primär in den überblutigen Morden geschnitten. Die bei der Uncut-DVD gebotene Bild und Tonqualität lässt keine Wünsche offen und bietet alles, um den Zuschauer mit scharfen Bildern sowie donnernden Schockmomenten in denn Sitz zu drücken. Das Bonusmaterial hält sich dezent zurück und setzt sich aus einem Making Of, einem Interview mit Dario Argento sowie einigen Teasers zusammen. Interessantes Material, welches aber auch viele Füller enthält.
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3.0 Sterne (4 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: Widescreen 2.35:1 (Anamorphisch)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Spanisch; Englisch
- Extras: The Making of Mother of Tears; Conversation with Dario Argento; Trailer; Teaser



