Teenage Mutant Ninja Turtles (2007)

Teenage Mutant Ninja Turtles (2007)

Oder: Cowabunga!

Teenage Mutant Ninja Turtles

Wieder den Anschlussflug verpasst.

Die Zeit, in der die Superhelden aus der Kanalisation kamen, die Bösewichte verprügelten, den Menschen an der Oberfläche damit halfen und sich danach locker flockig auf die nächste Pizza stürzten, sind vorbei. Die Teenage Mutant Ninja Turtles sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Aufgesplittet und verkracht. So präsentiert sich die Gruppe heute.

Teenage Mutant Ninja Turtles

Direkt von Zahni

Leonardo (Stimme von James Arnold Taylor) lebt inzwischen irgendwo im Dschungel, wo er versucht, ein besserer Leader zu werden. Er hilft den Leuten da drüben und meditiert viel im dichten Wald. Donatello (Stimme von Mitchell Whitfield) sitzt im New Yorker Untergrund und betreibt ein IT-Helpdesk. Michelangelo (Stimme von Mikey Kelley) verdient sich als Party-Kröte auf Kindergeburtstagen ein paar Scheinchen dazu und Raphael (Stimme von Nolan North) schläft den ganzen Tag. Was die anderen jedoch nicht wissen ist, dass er die Nächte an der Oberfläche verbringt und als "Nightwatcher" weiterhin als Beschützer der Menschen agiert. An seiner Seite macht auch Kumpel Casey Jones (Stimme von Chris Evans) diese Ausflüge mit.

Teenage Mutant Ninja Turtles

Der Pre-kröt-or

Max Winters (Stimme von Patrick Stewart) ist ein reicher Industrieller. Er lässt sich alte Statuen ins Haus schaffen. Seine Assistentin April O'Neil (Stimme von Sarah Michelle Gellar) ist dafür verantwortlich. Doch während diese alten Steinfiguren für sie keinen grossen Sinn ergeben, weiss Winter genau, was er mit ihnen vor hat. Diese altertümlichen Krieger werden zum Leben erweckt und sollen helfen, diverse Monster aus einer anderen Dimension auf die Erde zu locken, damit Max Winter einen alten Fluch besiegen kann, den ihn schon sein ganzes Leben plagt. Dass dabei NY bedroht wird, ist ein annehmbares Risiko.

Während also New York von riesigen und gefährlichen Viechern überschwemmt wird, schreit die Menschheit nach den Turtles. Doch die müssen erst ihre internen Probleme lösen um wieder eine Einheit zu werden. Master Splinter (Stimme von Mako) hat da ein genaues Auge drauf, dass seine "Söhne" erst dann in den Kampf eingreifen, wenn sie für eine solche Aktion bereit sind. Da aber die direkte Konfrontation zwischen Leonardo und Raphael unmittelbar bevorsteht, sieht es so aus, dass die Kröten dieses Mal zu spät kommen.


Kinofilm-Rating

Ein Aufschrei ging damals durchs Kino, als der erste Trailer der "new and improved" Teenage Mutant Ninja Turtles über die Leinwand lief. Gut in Erinnerung sind die bunten Live-Action-Filme der Jungs Ende der 80-er Jahre. Danach liefen die Abenteuer vielfach im TV als morgendliche Action-Serie. Nun wurden die Figuren aufgepeppt, cool in Szene gesetzt und der Erzfeind "Shredder" weggelassen. Für die MTV-Generation konzipiert sind die Turtles nun hipper, schneller und ernsthafter als damals. Und das tut der Marke sichtlich gut, denn Teenage Mutant Ninja Turtles entpuppt sich als kleine Überraschung.

Die Geschichte an sich ist zwar nicht grossartig speziell, wird jedoch von sympathischen Charakteren getragen und durch flüssige und gut inszenierte Kampfszenen ergänzt. Während die Monster mehrheitlich aussehen, als seien sie direkt aus der neuen Packung der Bionicles entsprungen, werden unsere Kröten mit zunehmender Länge des Filmes immer aktiver und sympathischer. Das liegt auch daran, dass für die Hauptfiguren dieses Mal keine bekannten Stimmen gecastet wurden, sondern diese sich auf die Nebenfiguren verteilen.

So spricht beispielsweise X-Men-Chef Patrick Stewart den Industriellen Max Winter, während The Grudge-Beauty Sarah Michelle Gellar die menschliche Freundin der Kröten gibt. Und wenn die ihren gelben Kill Bill-Anzug vorkramt, dann gehts auch auf der Leinwand richtig zur Sache. Fantastic Four-Held Chris Evans spricht den sympathischsten aller Sidekicks: Casey Jones, der mit Hockeymaske und Baseball-Schläger auf Gaunerjagd geht.

Die Action ist cool inszeniert, die Musik passt wunderbar und mehr als einmal wird einem der Ausdruck "Wow" über die Lippen kommen, wenn auf der Leinwand die Post abgeht. Angereichert mit flotten Sprüchen, einer zum schreien komischen Prügelei mit einem ganz kleinen aber nervigen Monster in der Küche und jeder Menge Kampfszenen lässt Teenage Mutant Ninja Turtles den Zuschauer so richtig schön zurücklehnen und einen lässigen Film geniessen.

Fazit: Teenage Mutant Ninja Turtles ist überraschend gut geworden, hat aber dennoch mit einer etwas einfachen Geschichte zu kämpfen. Die Action ist gelungen und stylisch, die Charaktere gut animiert und zu lachen gibts auch was. Also im direkten Vergleich mit den Live-Action-Filmen spielt dieser hier schon in einer anderen Liga. Auch wenn die damaligen Hau-Drauf-Werke durchaus ihren Reiz hatten.

3.7 Sterne
3.7 Sterne (20 Bewertungen) | 19 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
05.04.2007 / muri