The Simpsons Movie (2007)

Die Simpsons - Der Film

The Simpsons Movie (2007) Die Simpsons - Der Film

Oder: Spiderpig, Spiderpig, does whatever a Spiderpig does...

The Simpsons Movie

Bitte nicht kitzeln!

Wenn Reverend Lovejoy zur Messe bittet, dann bedient er sich gerne mal "göttlicher" Hilfe, um seine Worte glaubhaft zu machen. Dieses Mal hat er sich Grossvater Simpson ausgesucht, der auf einmal wie besessen auf dem Boden zappelt, komische Reime von sich gibt und den anwesenden Leuten ein schlechtes Gewissen macht. Hatte der alte Mann eine göttliche Eingebung?

Die Umweltproblematik ist nicht nur ein Problem, welchem sich verschiedene Politiker widmen, sondern etwas, das jedermann etwas angeht. Green Day spielen dafür am Lake Springfield ein Konzert für die Einwohner der Stadt. Als sie, nach notabene dreineinhalb Stunden Konzert, etwas Umweltpolitisches mitteilen wollen, stösst ihr Versuch auf taube Ohren. Die Springfielder werfen mit allerhand Müll nach der auf dem Wasser stehenden Bühne und bringen somit den eh schon verschmutzten See zum überlaufen. Die Bühne geht unter und Springfield hat ein weiteres Problem. Die Stadt liegt bei der Liste der schmutzigsten Orte des Landes klar auf Platz eins.

The Simpsons Movie

Simpsons-Sing-A-Long

In der Zwischenzeit hat sich unser Liebling Homer Simpson ein neues Haustier zugetan. Ein kleines Schweinchen, dem er nun all die Liebe gibt, die sein Sohn Bart nicht verdient. Der nähert sich deswegen Nachbar Ned Flanders an und mekt, dass Vaterliebe irgendwie ganz ohne Würgen und Fluchen möglich ist. Tochter Lisa verliebt sich während ihrer Petition für eine saubere Umwelt in einen irischen Jungen ("Mein Vater ist NICHT Bono!") und Mama Marge sieht Übles kommen. Denn da Homers Schwein nicht stubenrein ist, wird dessen ganze Kacke in ein Silo gepackt und in den Garten gestellt. Innert zwei Tagen ist das Teil voll. Homer hilft da natürlich kräftig mit.

Das Umwelt- und Seeproblem wird auch angegangen. Ganz Springfield beteiligt sich an der Reinigung und sogar eine Mauer (eher ein Mäuerchen) wird um den See gelegt. Problem gelöst? Ja, denkste. Denn ausgerechnet als Homer sein Pig-Silo ordnungsgemäss entsorgen will, ruft Kumpel Lenny an und teilt ihm mit, dass in der Stadt gratis Donuts verteilt werden. Und was ist wohl wichtiger? Eben. Homer kippt das Silo in den Springfield Lake und sorgt damit für eine Katastrophe, die sogar US-Präsident Arnold Schwarzenegger ("I'm here to lead, not to read", "I miss Danny de Vito") zum Handeln zwingt.

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We want a Sequel!

Die EPA (Umweltschutzbehörde) schlägt zu und stellt über Springfield eine Käseglocke. Die Stadt ist abgeschnitten von der Umwelt und stinkesauer auf einen Mann, der jetzt versuchen muss, seine Stadt, seine Familie und seinen Ruf zu retten. Um dem Mob zu entkommen, fliehen die Simpsons nach Alaska, von wo aus der grosse Rettungsplan für Springfield in die Tat umgesetzt werden soll. Doch Homer will nicht. Denn ihm gefällts im "Eski-Moes" zu gut.


Kinofilm-Rating

Wenn man nach den bekanntesten Marken aus Amerika sucht, stösst man, eventuell nach Coca-Cola und McDonalds, bald mal auf die Simpsons. Die von Matt Groening 1987 erfundene und damals als Kurzfilme in der Tracey Ullman Show debütierende gelbhäutige Familie aus Springfield machte sich auf, die Welt zu erobern. Die Tatsache, dass die TV-Serie auch nach 20 Jahren weiterhin zu den erfolgreichsten Shows im amerikanischen (und weltweiten) Fernsehen gehört, spricht Bände. Und somit brauchen Homer, Marge, Maggie, Bart und Lisa keine nähere Vorstellung.

Lange mussten die Fans warten, seit dem Teaser, doch das Warten hat sich mehr als nur gelohnt. Nicht nur hat Ralph Wiggum bereits beim Fanfaren-Intro des Filmverleihers seinen Auftritt, sondern auch alle anderen uns bekannten und teilweise fast vergötterten Figuren bekommen ihre Auftritte, die sie so typisch und liebenswert machen. Einige Figuren müssen sich, der immensen Anzahl der Charaktere sei Dank, leider ein bisschen im Hintergrund halten (Apu, Mister Burns), aber dafür glänzen andere umso heller.

Wer sich in den ersten zehn Minuten des Simpsons Movie noch keinen Lachkrampf geholt hat, der macht irgendwas falsch. Da werden geniale Szenen geboten, Homer Simpson ist in Höchstform und Shark Tale-Erinnerer werden Böses ahnen. Doch anstatt sich nach dem fulminanten Auftakt ins seichte Wasser zu begeben, hält der Film das Niveau locker, und jeder (echt, jeder) Witz bringt einem zum Lachen. Die diversen Anspielungen sitzen perfekt und manch böser Tritt gegen die diversen Problemchen der Gesellschaft wird locker aus dem Kniegelenk verteilt. Nie eklig, nie unter der Gürtellinie, aber vielfach bitterbös.

Der Fokus ist ganz klar auf die Familie Simpson gerichtet. So haben Homer und Marge eine ernste Krise (die mittels Eisschollen und romantischer Musik untermauert wird), Bart zeigt sich (in einem herausragenden und genialen Szenenablauf) das erste Mal nackt, Lisa ist ein bisschen das verliebte Anhängsel und der Moralapostel und sogar Maggie sagt im Abspann ein schönes Wörtchen. Zwar nicht ihr erstes (das hat ja damals sogar Elizabeth Taylor übernommen), aber ein ganz wichtiges.

Die Nebenfiguren sind zahlreich und somit fast unüberschaubar. Aber alle Bekannten sind dabei. Moe in seiner Bar, Barney (in Moes Bar), Chief Wiggum ("That was close"), Milhouse, der Fat Comic Book Guy, Dr. Hibbert ("Hihi") und natürli-dideli-ch Ned Flanders. Sie alle haben, wie erwähnt, ihre Szenen, bringen ihre Witze und sind genial animiert. Dazu kommt Arnold Schwarzenegger als US-Präsident mit dem Finger am roten Knopf.

Fazit: Das Simpsons Movie ist geglückt. Sogar mehr als das. So viel gelacht hat man schon lange nicht mehr und wer die Serie kennt und liebt, wird hier perfekte 90 Minuten erleben. Das Simpsons Movie ist ein ganz heisser Kandidat für den besten Film des Jahres! Da können Spinnenmänner krabbeln und Zauberlehrlinge noch so pottern, gegen Homer und sein "Spider-Pig" sind sie alle chancenlos. Bravo Springfield!

*psst*Nach dem Film unbedingt sitzen bleiben!*psst*

5.1 Sterne
5.1 Sterne (209 Bewertungen) | 126 Kommentare

6.0 Sterne6 von 0.0-6.0
17.07.2007 / muri