Shrek the Third (2007)
Shrek der Dritte
Shrek the Third (2007) Shrek der Dritte
Oder: Nachfolger gesucht!
Es reicht! Lange genug hat Prince Charming (Stimme von Rupert Everett) zuschauen müssen, wie "Far Far Away" von jemandem regiert wird, dessen Platz er eigentlich selber einnehmen müsste. Seitdem tingelt der Prinz als zweitklassiger Schauspieler mit einer lächerlichen Dinner-Show durch die Lande und wird regelmässig ausgebuht. Als dann bekannt wird, dass der König (Stimme von John Cleese) im Sterben liegt, scheint für den verstossenen Prinzen die Chance zur Rehabilitiation gekommen zu sein. Er besucht die Bösewichte im Märchenwald und formiert eine Armee, um "Far Far Away" einzunehmen.
Währenddessen versuchen Shrek (Stimme von Mike Myers) und seine Gattin Fiona (Stimme von Cameron Diaz) am königlichen Hof ein normales Leben zu leben. Sie vertreten den König und vor allem unser Oger aus dem Sumpf tappt regelmässig in jedes Fettnäpfchen, das sich ihm in den Weg stellt. Da helfen auch die guten Ratschläge von Donkey (Stimme von Eddie Murphy) und Puss in Boots (Stimme von Antonio Banderas) nicht viel.
Um nicht selber König zu werden und um zurück in seinen geliebten Sumpf reisen zu können, muss nun Shrek einen Nachfolger des inzwischen leider verstorbenen Königs finden. Und da gibt es nur einen Kandidaten. Einen Bub namens Artie (Stimme von *kreisch* Justin Timberlake). Doch dieser will erst einmal gefunden werden, bevor man überhaupt dran denken kann, ihn zum König zu machen. Unser Trio (Shrek, Donkey, Puss) macht sich also auf, diesen Jungen zu finden und entdecken, dass sie sich einen künftigen Herrscher doch ein bisschen anders vorgestellt haben.
Am Königshof ist inzwischen der Teufel los. Prince Charming hat seine Invasion gestartet und den Hof übernommen. Fiona und ihre Freundinnen (Schneewittchen, Rapunzel, Cinderella) können sich zwar gerade noch so vor den Angreifern retten, müssen jedoch überlegen, wie sie diese Situation am besten lösen können. Nicht wissend, dass unter ihnen jemand ist, der nicht mit offenen Karten spielt.
Kinofilm-Rating
Es ist schon eine Weile her, als ein grüner Oger furzend, görpsend und mit keinerlei Anstand über die Kinoleinwände getrampelt ist. Shrek wurde 2001 zum Kassen- und Publikumserfolg, so dass man drei Jahre später mit Shrek 2 noch einen Teil nachlegte. Inzwischen sind wiederum ein paar Jahre vergangen und die Freunde der veräppelten Märchenwelt kommen erneut auf ihre Kosten. Shrek the Third schliesst da an, wo der Vorgänger aufgehört hat und verspricht Spass und Unterhaltung. Inzwischen sind sogar die Side-Kicks so erfolgreich geworden, dass das herzige Büsi mit Puss in Boots einen eigenen Kinofilm bekommen soll.
Shrek the Third beginnt lustig und spannend. Endlich kommt etwas Bewegung in die Märchenwelt, wenn sich die Bösen formieren und zum Angriff auf das kitschige Märchenschloss blasen. Der Titel des finalen Theaterstücks sagts dann optimal: "A Happily Ever After, After All". Dumm nur, dass durch diese Actionszenen mit sprechenden Bäumen, knorrigen Märchenbösewichten und Hexen der Spass etwas flöten geht. Und den bringt leider auch Shrek mit seinen Auftritten am königlichen Hof nicht mehr aus der Misere. Sprich, wer den Trailer gesehen hat, wird am Anfang des Films einige Déjà-Vus erleben.
Sobald dann aber die Reise unseres speziellen Trios endlich in die Gänge kommt, wirds definitiv lockerer und lustiger. Dazu tragen die Stimmen der Figuren mit einem grossen Beitrag bei, auch wenn es den Eindruck macht, dass Mike Myers dieses Mal für seinen Oger nicht grad viele gute Sprüche in Petto hat. Dafür ist Antonio Banderas witzig und Eddie Murphy muss man halt einfach mögen. Sonst geht er einem ziemlich bald auf die Nüsse. Dafür ist Larry King herrlich!
Die Geschichte teilt sich also in zwei Handlungsstränge. Während Shrek Justin Timberlake sucht, ihn findet und auf einen verwirrten Ex-Monty Python Eric Idle trifft, geht am Palast die Action munter weiter. Die Witze sind dort weiterhin spärlich gesäht und nur eingefleischte Shrek-Fans werden sich ab den Szenen mit den Damen amüsieren. Dafür dürfen die drei kleinen Schweinchen, Pinocchio und der Lebkuchenmann schöne One-Liner von sich geben. Doch das trübt den Eindruck nicht, dass der dritte Teil der bislang am wenigsten Lustige ist.
Fazit: Shrek the Third wird an den Kinokassen wiederum hervorragend funktionieren. Und das weil man die Serie inzwischen auf harmloses Familienkino reduziert und die frechen Sprüche und Spässe aus den Vorgängern (fast ganz) weg gelassen hat. Nur noch sporadisch blitzt etwas wie Zynismus auf und ist somit recht schwer zu entdecken. Auch ist das "Shrek-Universum" mit höchst durchschnittlichen Charakteren erweitert worden, so dass der Fan der ersten Stunde eine Ernüchterung erleben wird.
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3.6 Sterne (124 Bewertungen) | 34 Kommentare



