Shotgun Stories (2007)

Shotgun Stories

Son, Boy und Kid sind drei Brüder in Arkansas, die sich ihren Lebensunterhalt in einer Fischfarm verdienen. Ihre etwas einfallslosen Vornamen zeugen davon, wieviel Mühe sich ihre Eltern bei der Namenswahl gemacht haben. Der Vater war ein Trinker, der seine eigenen Bedürfnisse stets über diejenigen der Familie stellte. Er verliess die Familie und fing mit einer Anderen ein bürgerliches Leben an. Die Brüder wurden von ihrer Mutter erzogen, einer hasserfüllten Frau, die ihre Kinder bis heute für ihr verpfuschtes Leben und den davongelaufenen Mann verantwortlich macht. Nach dem Tod des Vaters kommt es bei seiner Beerdigung zur Eskalation. Son, Boy und Kid bespucken den Sarg und machen so ihre Stiefbrüder wütend. In den kommenden Tagen lassen die jungen Männer ihren Aggressionen freien Lauf.

Text: OutNow.CH (rm)


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4.5 Sterne 

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Film-Informationen

Drehort: USA 2007
Genres: Drama, Thriller
Laufzeit: 92 Minuten

Kinostart: 07.08.2008
Verleih: Look Now!

Regie: Jeff Nichols
Drehbuch: Jeff Nichols
Musik: Lucero, Ben Nichols

Darsteller: Michael Shannon, Douglas Ligon, Barlow Jacobs, Michael Abbott Jr., Travis Smith, Lynnsee Provence, David Rhodes, Glenda Pannell, G. Alan Wilkins, Natalie Canerday, Coley Canpany, Cole Hendrixson, Vivian Morrison Norman, Tucker Prentiss, Wyatt Ashton Prentiss, Cammie McKee, Cosmo Pfeil, Mark W. Johnson, Merle Allison Johnson, Evan Nally

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

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2 Kommentare

Guter Film, den man sich unbedingt mit Untertiteln ansehen sollte, denn der genuschelte Dialekt ist zeitweise doch sehr schwer zu verstehen.
Shotgun Stories ist ein intensives Drama, das neben dem eigentlichen Plot auch die Perspektivlosigkeit in solchen Gebieten zeigt. Vor allem Michael Shannon vermag in diesem Film zu beeindrucken, sein schweres, wütendes Atmen ist omnipräsent und sein zorniger Blick verrät einem viel über das Leben an einem solchen Ort. Der Film zeigt sich auch aussergewöhnlich bildstark mit langen, wortlosen Einstellungen, die viel zur Tristesse beitragen. Die Wortkargheit der Akteure erinnert fast schon an No Country For Old Men. Lange Dialoge sind eine Seltenheit.
Leider geht der Film mitunter etwas zäh voran und auch die eigentliche Handlung wird erst etwa nach der Hälfte des Films eingeführt. Ungewöhnlich hingegen ist natürlich das Ende.

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Wer hätte nach all dem Ärger gedacht, dass nun - nach zwei Toten, je einem auf jeder Seite - so etwas wie Frieden einkehrt? Obwohl: Kann man einfaches Nebeneinanderleben, ohne einander zu bekriegen als Frieden bezeichnen? Pseudo-Frieden ist imho passender...


Was bleibt vom Film? Ja, er ist vor allem in der ersten Hälfte etwas zäh inszeniert und die Dialoge kommen genuschelt und auch teilweise unverständlich rüber, dafür war u.a. die Begräbnisrede von Son unglaublich stark.
4,5

(Noch) ausführlichere Kritik

[Editiert von El Chupanebrey am 2008-09-06 19:53:14]

» Filmkritik: Bruderzwist in Arkansas