Saturno contro (2007)
Saturno contro (2007)
Oder: Für ewig gibt es nicht.
In Rom trifft sich ein Freundeskreis zum Essen, zum Lachen, zum Rundlauf um den Ping-Pong-Tisch. Man kennt sich schon ewig. Ein Power Couple (Er Banker. Sie Psychologin). Ein schwules Paar. Eine grundehrliche Türkin. Eine kokainsüchtige Schönheit. Weitere Eingeladene gesellen sich dazu. Als einer der Gastgeber zusammenbricht, wird den Anwesenden die Endlichkeit des Lebens bewusst und eine heimliche Affäre kommt ans Licht.
Kinofilm-Rating
Hinter dem türkischen Namen Ferzan Ozpetek versteckt sich ein italienischer Regisseur. Bekannt wurde er hierzulande mit Le Fate ignoranti. Wer diesen Film mochte, wird sich auch in Saturno Contro zurecht finden.
Es sind beides Filme ohne eigentlichen Hauptdarsteller, ohne hauptsächliche Handlung. Emotionen und Erinnerungen stehen im Zentrum. Mit gediegener Führung scharwenzelt die Kamera um eine Schar Freunde. Sie liebt deren stille Gesichter. Es sind schöne Menschen, oft auch dieselben Darsteller wie im Vorgängerfilm (Margherita Buy, Stefano Accorsi) - gute bleibt anzufügen.
Der Film hat zwei tieftraurige Höhepunkte: Eine anstehende Scheidung, die mit der Beichte im trauten Heim beginnt. Betten werden getrennt. Man kennt sich so gut, dass wackelnde Hände als Indiz gelten. Desweiteren der Krebstod mit dem Warten im Spital, dem Verneinen und Verdrängen des Todes - manchmal mit Tagträumen.
Fazit: Actionfreies Gefühlskino aus Italien mit einem nicht unwesentlichen Anteil Humor. ZDF-Gucker, die Ende der 80er Anna mit dem Traum, Baletttänzerin zu werden zuschauten, werden ausserdem "The Return of Madame Kralova" bewundern können. Milena Vukotic hat einen Auftritt als Krankenschwester.
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3.4 Sterne (4 Bewertungen) | 0 Kommentare


