Rush Hour 3 (2007)

Rush Hour 3 (2007)

Oder: Plauderstunde mit Handkante zum Dritten

Rush Hour 3

Der lebt aber auf grossem Fusse!?

Um der chinesischen Mafia, den Triaden, das Handwerk zu legen, will Botschafter Han vor dem internationalen Strafgerichtshof das bestgehüteste Geheimnis der Unterwelt preisgeben: er will die Identität des obersten Triadenbosses -- Shy Shen genannt - aufdecken. Bevor es aber so weit kommt, wird der Botschafter niedergeschossen und Inspector Lee (Jackie Chan) ist wieder mitten in einer wilden Verfolgungsjagd. Tatkräftige und zuweilen nicht gerade hilfreiche Unterstützung bekommt er von Detective Carter (Chris Tucker).

Rush Hour 3

Wie immer Hieb- und stichfest: Jackie Chan

Die Spur des Attentäters führt in einen schicken Nachtklub in Paris. Während Carter sich mit der schönen Geneviève (Noémie Lenoir) anzufreunden versucht, muss Lee mit der ebenso hübschen Nachtklubbesitzerin und Triadenmitglied um sein Leben kämpfen. Bei der Flucht aus dem Nachtklub fallen die beiden Hans Attentäter in die Hände. Kenji, der Attentäter, lässt die beiden Polizisten in die Abwasserkanäle von Paris bringen und dabei entdeckt Carter, dass sich Lee und Kenji (Hiroyuki Sanada) schon seit ihrer Jugend im Waisenhaus kennen. Nichts desto trotz will sich Kenji Lees entledigen, doch Lee und Carter gelingt die Flucht.

Die wilde Jagd quer durch Paris nach Kenji und Shy Shen, in der auch Geneviève und Hans Tochter Soo Yung eine tragende Rolle spielen, kann beginnen.


DVD-Rating

2007 war ja bekanntlich das Jahr der dritten Teile. Pirates of the Caribbean: At Worlds End, Oceans 13 oder Spider-Man 3, sowie Shrek 3. Fast alles was einmal ein Blockbuster war, wurde in die dritte Runde geschleppt, in der Hoffnung, dass man irgendwie noch ein paar Dollars aus den Markennamen rauspressen kann. Ein bisschen im Schatten all dieser Filme wurde auch Rush Hour 3 veröffentlicht. Mit einem Budget von 120 Millionen Dollar (wobei ein Grossteil wohl an die Gagen der Herren Jackie Chan und Chris Tucker gefallen sein dürfte) präsentiert uns Regisseur Brett Ratner (hatte bereits die ersten beiden Teile unter seiner Fuchtel) also nun den dritten Aufguss rund um die Detectives Lee und Carter.

Dieses Mal verschlägt es das Dreamteam nach Paris, wo die beiden Cops verschiedene Auffassungen haben, wie sich der Fall um das geheime "Shy Shen" zu lösen hat. Während Chris Tucker sein obligates Maschinengewehr-Mundwerk auspackt und jegliche Art von Bedrohung in den Boden quasselt, kämpft der in die Jahre gekommene Jackie Chan weiterhin mit Händen, Füssen, Knien, Stühlen und anderen Mitteln gegen schlagkräftige Bösewichte. Dazu gesellen sich kurze Auftritte von Max von Sydow (überflüssig) oder Roman Polanski (lustig), die den Klamauk vervollständigen.

Im Westen also nichts Neues? Richtig. Wer sich schon bei Rush Hour und Rush Hour 2 einen Schranz gelacht hat, wird einmal mehr bestens auf seine Kosten kommen. Wer zudem Chris Tucker und sein Gequassle länger als zehn Minuten erträgt, kommt auf seine Kosten. Denn obwohl einige seiner Sprüche wirklich gut sitzen und er am Anfang auf der Strassenkreuzung in Los Angeles die Rampensau rauslässt, wird der Kerl mit zunehmender Filmdauer halt schon etwas anstrengend. Da ist man richtig froh, wenn Jackie Chan mal zwischendurch das Ruder übernimmt und anstatt verbale Tiefschläge schöne Prügeleien choreographiert.

Die Geschichte hätte locker auf einem Bierdeckel Platz und rückt auch mehrheitlich in den Hintergrund. Es geht rein darum, die beiden schlagkräftigen Cops so gut und lustig wie möglich in die Szenerie zu integrieren und ihnen soviel Freiraum zu geben, dass sie sich vollends entfalten können. Wer auf Logik Wert legt, hat hier nichts zu suchen. Wer schon einmal in Paris war, wird einige Filmfehler erkennen. Aber wie gesagt, das alles ist in Rush Hour 3 Nebensache.

Fazit: Rush Hour 3 ist eine 90-minütige Comedyshow, die nicht ganz unfreiwillig an die Filme von Bud Spencer und Terrence Hill erinnert. Es wird geprügelt, geschossen, gewitzelt und eine schöne Frau gibt's auch noch zu sehen. Wer mehr erwartet, sollte einen grösseren Bogen um den Film machen. Alle anderen werden sich nach Filmende fragen, wieso 90 Minuten auf einmal so schnell vergehen können.

Überraschendes offenbart sich auf der jetzt erhältlichen Single-DVD. Nämlich fehlen da nicht nur jegliche Bonus-Features, nein, man hat auch keine Untertitel auf die Disc gepresst. Der Zuschauer hat also nur die Wahl, den Schnellsprecher Chris Tucker in der deutschen Synchro zu hören (*brrr*) oder zu erraten, was der gute Mann grad in Englisch von sich gegeben hat. Ganz schwache Ausstattung, von der Freunde dieses Films die Finger lassen sollten. Die Special-Edition des Films ist ab März 2008 erhältlich. Dort werden sie dann hoffentlich auch ein paar Berichte draufgepackt haben.

3.5 Sterne 3.0 Sterne
3.5 Sterne (73 Bewertungen) | 7 Kommentare

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09.01.2008 / sky (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 14.12.2007

  • Bildformat: 1:2.35 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: keine
  • Extras: keine