Reservation Road (2007)
Ein einziger Augenblick
Reservation Road (2007) Ein einziger Augenblick
Mark Isham ist ein vielbeschäftigter Mann, der im Jahr 2007 satte sieben mittelgrosse bis grosse Blockbusters vertonte, darunter der neue Streifen des Hotel Rwanda-Regisseurs Terry George. Reservation Road handelt von einer Familie, die durch einen tragischen Autounfall den sehr jungen Sohn verliert. Der Täter begeht Fahrerflucht. Während Mutter und Tochter ihre Trauer zu bewältigen versuchen, distanziert sich der Vater zunehmend, getrieben von Wut und Verzweiflung über die Tat. Das Drama setzt auf Emotionen und delikate zwischenmenschliche Beziehungen, die von einem fantastischen Star-Ensemble eingefangen werden. Dass dabei kein Swashbuckler-Score durch die Boxen donnert, ist verständlich. Leider schafft es Mark Ishams Musik abseits der Bilder aber nicht, den Hörer bei der Stange zu halten.
Für Reservation Road wählt Isham eine intime musikalische Stimmung, die er hauptsächlich mit Soloinstrumenten umsetzt. Diese werden von synthetischen Klängen unterlegt und begleitet. Dies führt durchaus zu effektiven Momenten wie beispielsweise in "Confession Failed", "It's my Fault" oder auch "How do you forgive?". Doch insgesamt ist hat der Score zuwenig "Fleisch am Knochen", als dass er abseits der Bilder einen bleibenden Eindruck hinterlassen könnte.
Fazit: Mit Reservation Road hat Mark Isham einen sehr filmdienlichen Score geschaffen, der die Bilder und die Tragik auf der Leinwand gelungen untermalt und begleitet. Damit erfüllt die Filmmusik ihren primären Zweck absolut. Für den heimischen Hörgenuss hingegen ist diese Musik eher schwierig und nur Fans des Komponisten und des Films zu empfehlen.
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