[Rec] (2007)
[Rec] (2007)
Oder: Hier kommst du ned raus!
Die Reporterin Angela (Manuela Velasco) und Kameramann Pablo (Pablo Rosso), mit dem sie schon lange zusammenarbeitet, folgen im Rahmen ihrer Reality-Serie "When You're Asleep" einer lokalen Feuerwehrtruppe bei ihren Einsätzen. In dieser Nacht erhält die Truppe einen Notruf von einem nahe gelegenen Haus, wo eine ältere Frau in ihrer Wohnung eingeschlossen ist. Ein Routineeinsatz, wie es scheint. Dieser Routineeindruck bestätigt sich auch bei der Ankunft. Die Polizei ist bereits vor Ort, und jetzt liegt es nur noch an der Feuerwehr, die Angelegenheit zu klären.
Also betreten die Feuerwehrmänner Manu (Ferran Terraza) und Alex (David Vert), dicht gefolgt von Angela und der Kamera, das Gebäude und gehen bis zur Wohnung der alten Dame, wo bereits gellende Schreie in den Gang hallen. Doch was sie innerhalb dieser Wohnung erwartet, übersteigt ihre schlimmsten Alpträume, und plötzlich müssen die Feuerwehrmänner um ihr Überleben kämpfen. In Panik versuchen sie aus dem Gebäude zu fliehen, doch dies erweist sich als unmöglich, denn die Polizei hat das Gebäude inzwischen unter Quarantäne gestellt. Die Bewohner des Hauses schweben jedoch bereits in Lebensgefahr. Während sich innerhalb des alten Hauses panische Angst verbreitet, bleibt Pablo nichts anderes übrig, als die Kamera laufen zu lassen, damit die Welt wenigstens erfährt, was für eine Hölle in dem einst so friedlichen Haus ausgebrochen ist.
DVD-Rating
Es lebe die Handkamera! Nachdem uns bereits in Blair Witch Project ein Wackel-Horror-Gemorkse vorgesetzt wurde und wir auch die Attacke auf Cloverfield überlebt haben, versuchen jetzt die Spanier ihr Glück. Aus der Sicht einers Kameramanns (Pablo) werden wir in ein Haus gelockt, in dem ach schaurige Dinge vor sich gehen. Und der Kerl stellt auch sein Gerät nicht ab, wenn er um sein Leben rennen muss. Willkommen im scheinbar "furchteinflössendsten Film der jemals gedreht wurde" (Zitat DVD-Cover).
[Rec] bekam sogar bereits ein US-Remake (Quarantine) und legt relativ direkt los. Nachdem wir uns über die Plauderei der Reporterin Angela genervt haben (und mit Schrecken feststellen, dass die Dame auch ins Gruselhaus kommt), legt der Film von Anfang an ein schönes Tempo vor, das aber dem Zuschauer schon ein bisschen Stirnrunzeln hervorruft. Um was gehts eigentlich? Was geht da im Haus ab? Diese (und andere) Fragen werden erst nach und nach beantwortet. Und das enttäuschend emotionslos.
Klar, die Damen und Herren schreien. Sie rennen, fluchen, weinen, kreischen und wenn dann auch noch das Kameralicht ausgeht, dann guckt nicht nur der Zuschauer auf ein schwarzes Bild. Aber da die Darsteller es zu keiner Zeit schaffen, auch nur ein bisschen Erinnerungswert zu schaffen, gehen die vielen Toten und Infizierten ziemlich unspektakulär unter. Es wird ein bisschen blutig, ein paar Bisse folgen (viele davon mit laaangem Überraschungs-Anlauf) und die Panik macht den Film zum grossen Teil unübersichtlich, chaotisch und das Interesse des Zuschauers verfliegt dann auch bald einmal.
Fazit: [Rec] ist eine nette, aber leider schlussendlich doch recht mühsame Fahrt in der Geisterbahn geworden. Einzelne Szenen sind toll gemacht, aber die Wackelei mit der Kamera geht einem tierisch auf die Nerven. Da muss man schon entsprechend abgehärtet sein oder eine Vorliebe für solche Horror-Doku-Gruselfilme haben. Ansonsten wird das nix.
Die DVD bietet ein nettes Making-Of, das uns ein bisschen hinter die Kulissen gucken lässt und auch ans Tageslicht bringt, dass die Schauspieler keinesfalls wussten, was als nächstes passieren würde. So sind also diverse Schreie und ängstliche Gesichter nicht gespielt, sondern real. TV-Spots und der Kinotrailer, sowie eine kleine Fotogalerie runden das Angebot ab.
Technisch darf man bei einem solchen Film nicht von tollen Bildern und schöner Kameraführung sprechen. Denn die Aufnahmen mit der Handkamera sind unscharf, verwackelt, aber immer auf dem Geschehen drauf. Das Ganze kann aber den Äuglein ganz schon Schmerzen zufügen. Der Ton ist im Original (Viva España!) recht cool und lohnt einen Blick. Die Kerle klingen auch während den gefährlichsten Szenen noch nach Sommerferien. Dagegen stinkt die deutsche Synchro einmal mehr deftig ab.
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4.0 Sterne (31 Bewertungen) | 7 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 20.11.2008
- Bildformat: 1.85:1 (anamorph Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Deutsch (DTS 5.1); Spanisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Making-Of; Trailer; Bildergalerie; TV-Spots

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