Plane Dead (2007)
Plane Dead: Der Flug in den Tod
Plane Dead (2007) Plane Dead: Der Flug in den Tod
Oder: mit Zombies ist das Fliegen schön
Alles klingt nach einem Routineflug. Der kurz vor der Pensionierung stehende Pilot stellt sich auf eine ruhige Reise ein, wenn da nicht die Last-Minute-Ladung wäre, die kurz vor dem Start in den Lagerhallen des Flugzeuges eingeladen wurde. Der Pilot verliert keine weiteren Gedanken über die mysteriöse Fracht und hebt mit dem Flugzeug ab.
Der Flug scheint jedoch unter keinem guten Stern zu stehen. Sie geraten in ein massives Sturmtief, welches sie weder umfliegen noch ihm ausweichen können. Das Unwetter hat zur Folge, dass die Passagiere durchgerüttelt werden, sich ein Häftling aus der Obhut seiner Eskorte lösen und sich im Bauch des Flugzeuges verstecken kann. Der Häftling ist allerdings erst der Anfang der Probleme. Die eigentliche Gefahr geht von der mysteriösen Fracht aus, die ein wissenschaftliches Experiment beinhaltet. Der Behälter, der zuvor eine Frau in Stasis gehalten hatte, wird beschädigt und läst die Frau frei. Der Mann, der die Fracht eigentlich hätte bewachen sollen, wird ermordet und durch die abgefeuerten Kugeln wird das Funksystem ausgeschaltet.
Der Co-Pilot beschliesst, das Problem zu untersuchen und muss mitansehen, wie zwei der Wissenschaftler, die mit der Ladung an Bord gekommen sind, vor seinen Augen zerfleischt werden. In Panik rennt er nach oben, die Monster sind jedoch nicht mehr aufzuhalten. Sofort machen sie sich die Untoten auf die Suche nach frischem Fleisch...
DVD-Rating
Vor einiger Zeit gab es einen Actionstreifen namens Snake on a Plane, der nicht nur wegen des Titels, sondern auch wegen Samuel L. Jackson einen Hype auslöste. Mit Plane Dead kommt sozusagen (s)ein 1:1 Klon auf den Markt. Nur sind es diesmal Zombies statt Schlangen, die den Passagieren ans Fleisch rücken. Das Konzept, welches durchaus hätte spassig sein können, entpuppt sich aber als langweiliger und uninspirierter Snake on a Plane Abklatsch, der bis zur Hälfte der Spielzeit beinahe dem gleichen Schnittmuster seines Pendants folgt. Zudem erzeugt er weder Spannung, noch bietet er eine interessante Handlung.
So beschäftigt man sich hauptsächlich mit grottenschlechten Aussenaufnahmen des Flugzeuges. Ausser Turbulenzen, welche die Passagiere etwas durchschütteln, herrscht träge Langeweile. Da können selbst die Toilettenbesuche zu zweit keine Abwechslung bringen. Denn entgegen aller Erwartungen sieht man vom Geschehen nichts. Seitensprünge mit dem besten Freund sind hier die dramaturgischen Höhepunkte. Und als der Häftling entflieht, schreckt man etwas aus dem Halbschlaf auf. Wenigstens erbarmt sich Plane Dead dem leidenden Zuschauer und liefert ab der Hälfte der Spielzeit endlich die Erlösung: Die Zombies gehen auf die Passagiere los! Doch anstatt spassiger Zombieaction, wird nur *gähn streck* öde Splatteroutine geboten.
Schliesslich ist Plane Dead immer noch ein Zombiestreifen. Es wird also munter gebissen, das Blut spritzt und selbst friedliche Nonnen werden zu fleischfressenden Untoten. Was hier spektakulär klingt, will aber einfach nicht Spass machen. Die Handlung bleibt so spannend wie ein gelöstes Kreuzworträtsel und die Protagonisten sind einem inzwischen so ans Herz gewachsen wie ein ekliger Kaugummi am Schuh oder ein schreiendes Kind im Zug während der Rush Hour. Die Story ist noch einfältiger als die von Snake on a Plane. Schwarzer Humor oder einige nette Sprüche fehlen vollkommen. Wer sich an Blutfontänen noch nicht sattgesehen hat, kommt zwar auf seine Kosten. Für alle anderen bleibt das Ganze zu unausgereift und es wird viel zuwenig geboten.
Fazit: Plane Dead oder Zombies on a Plane ist so ziemlich das, wonach es klingt: Ein völlig unmotivierter Snake on a Plane Klon, der weder den Witz noch den schwarze Humor des Pendants bieten kann. Man quält sich durch die sterbenslangweilige erste Hälfte und lässt die öde Splatterorgie des zweiten Teils über sich ergehen. Die Dialoge, die Figuren und auch die Handlung bleiben eine unausgearbeitete Klischeekiste, die während der ganzen Spielzeit weder packt noch irgendwie interessiert. Die verschmierten und schlechten Spezial Effekte tragen ihren Teil dazu bei und machen Plane Dead endgültig zu einem überflüssigen Film in jedem DVD Regal.
Die Bildqualität der DVD ist jämmerlich und würde bei jedem Augenoptiker das Prädikat "augenkrebsfördern" erhalten. Tragisch, dass solche Filme heute noch ausgeliefert werden. Bonusmaterial sucht man vergebens, was wohl beabsichtigt wurde - kaum einer würde sich nach dem Schrottfilm noch das Bonusmaterial ansehen wollen. Ach ja, diese Version ist geschnitten.
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0.8 Sterne (3 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 20.05.2009
- Bildformat: Widescreen Anamorph
- Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
- Extras: -



