Ocean's Thirteen (2007)

Ocean's Thirteen (2007)

Oder: Rache ist süss.

Ocean's Thirteen

Krasse Ali-Spielautomaten.

Willy Bank (Al Pacino) ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie Terry Benedict (Andy Garcia): Rücksichtslos, geldgierig, machtgeil und vorallem: fies. Denn Bank hat Reuben (Elliott Gould) übers Ohr gehauen, was diesen so verzweifelt hat, dass er einen Kollaps erlitt und im Krankenhaus landete. Doch dass man ihren Kumpel einfach so reinlegt, kann Danny Ocean (George Clooney) und seine Crew natürlich nicht zulassen. Da muss Willy Bank schon recht eine reingebremst werden, damit die Welt wieder in Ordnung ist.

Ocean's Thirteen

Den Typen erkennt man gar nicht ohne Brille.

Und so macht sich Danny zusammen mit Rusty (Brad Pitt), Linus (Matt Damon), Frank (Bernie Mac), Basher (Don Cheadle) und dem Rest der Truppe dran, einen teuflischen Plan auszuhecken. Willy Bank ist nämlich Casinobesitzer, und wird demnächst sein neustes Prachtstück, welches er ganz selbstlos "The Bank" getauft hat, in Vegas eröffnen. Damit dies auch gründlich in die Hose geht, hat sich Danny zwei Strategien ausgedacht. Zuerst einmal werden die Spielutensilien im Casino so manipuliert, dass die Spieler häufiger gewinnen als verlieren, der Tod jedes Casinos. Dann will er sich Banks Diamantensammlung unter den Nagel reissen, an welche Banks so sentimental gebunden ist.

Doch Bank ist auch nicht von gestern, und in seinem Keller steht ein Supercomputer, der alle Ereignisse seines Reiches überwacht, mit Hilfe artifizieller Intelligenz auswertet und bei Bedarf Alarm schlägt. Und die Klunker sind - untertrieben gesagt - unklaubar gesichert. Aber Danny wäre nicht Danny, wenn sich da nicht noch ein Hintertürchen finden würde...


Film-Rating

Wer in Ocean's Twelve die muntere Truppe nicht gerne in der Defense sah, kann nun aufatmen. Ocean's Thirteen ist wieder Angriffsspiel pur. Keine Dickmöpse, die plötzlich mit dem Baseballschläger auftauchen, kein hitzköpfiger Terry Benedict, der allen an die Kehle springt. Und es macht eindeutig mehr Spass, den Jungs beim Austüfteln und Durchführen eines neuen Coups zuzusehen.

Der Film ist saulustig. Brad Pitt ist logischerweise wieder dauernd am fressen, der Chinese lallt unverständliches Zeugs und trotzdem verstehen ihn alle ausser Linus. Und dieser stellt zum dritten Mal einen völlig anderen Charakter dar. Neben diesen Running Gags reihen sich natürlich zahlreiche andere urkomische Situationen, Sprüche und Gesten.

Der Gig an sich ist nicht so spektakulär wie im ersten Film, aber immer noch sehr unterhaltend. Die Problemchen, die auftauchen, werden auf witzige Art und Weise gelöst, doch muss man gehörig aufpassen um mitzukriegen, welche Aktion nun zu welchem Puzzleteil des Planes gehört. Das Bild ist wie gewohnt hochglanz, die Tracks jazzy und funky, wie es sich für einen Ocean's-Streifen gehört.

Es gibt nicht viele Filme, bei denen vier Oscarpreisträger mitspielen. Und es gibt auch wenige, welche mit so einem Staraufgebot anfahren. Und es mag komisch klingen, aber es gibt noch wenigere, bei welchem man das Herzblut und den Fun auf dem Set so mitfühlt, wie bei Ocean's Thirteen. Die "No Asshole Policy" Steven Soderberghs scheint also weiterhin aufzugehen.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.05

 

24.05.2007 / neh

Community:

Bewertung: 4.3 (157 Bewertungen)

 

 

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