The Number 23 (2007)

Number 23

The Number 23 (2007) Number 23

Oder: Hat nichts mit Beckham zu tun

The Number 23

En Garde!

Walter Sparrow (Jim Carrey) ist Hundefänger und lebt mit seiner Familie ein unscheinbares, amerikanisches Mittelschicht-Dasein. Zu seinem 32. Geburtstag am 3. Februar schenkt ihm seine Frau Agatha (Virginia Madsen) ein Buch mit dem Titel "Nummer 23". Walter gibt sich daran wenig interessiert, wirft aber trotzdem einen Blick hinein.

Der Plot handelt vom Privatdetektiv Findling, der eine Blondine vor dem Suizid rettet - um nur Minuten später sehen zu müssen, wie sie sich doch aus dem Fenster stürzt. Schnell kommt er dahinter wieso: Sie war besessen von der Zahl 23. Bald übt diese auch Macht auf Findling aus.

The Number 23

Grübel Grübel und Studier

Walter findet bei Findlings Kindheit und seiner Charakteristik erschreckend viele Parallelen zu sich selbst. Er findet heraus, dass sein Geburtsdatum, sein Name und seine Versicherungsnummer immer irgendwie 23 ergeben. Bald schreibt Walter sich verschwörerische Rechnungen auf Wände und Arme. Er ist immer mehr gefangen im Buch, in welchem Findling schlussendlich seine Freundin Fabrizia umbringt. Es wird ihm klar, dass er nur noch eine Möglichkeit hat, sich vom Fluch der Zahl zu lösen: Er muss den Verfasser des Buches, jemand namens "Topps Ekett", finden. Mit dieser Suche verliert er sich aber nur noch mehr im Sog von Paranoia und Verschwörungstheorien, aus dem es kein Ausweg mehr zu geben scheint.


DVD-Rating

Wenn Komödianten ernst machen, erschrickt das Publikum und verlässt teilweise verstört den Kinosaal. Ja, dieser Sprung in die Ernsthaftigkeit ist für einen Leinwand-Clown nicht leicht. Robin Williams hat ihn inzwischen geschafft und auch Jim Carrey nimmt nach Man on the Moon und Eternal Sunshine of the Spotless Mind einen weiteren Anlauf. An den Kinokassen gings knapp positiv auf, aber der (Ex-)Clown zeigt, dass er auch anders kann.

Paranoia macht sich im Kino immer gut. Menschen, die aufgrund irgendwelcher Ängste hinter jeder Ecke etwas Böses vermuten, gibt es in der Welt des Films eine ganze Menge. Nun gesellt sich auch Jim Carrey dazu, der in The Number 23 von einer einfachen Zahl besessen ist. Und was sich auf den ersten Blick so harm- und sinnlos liest, entwickelt sich durch die gelungene Regie von Altmeister Joel Schumacher (Phone Booth, Flatliners) zu einem Thriller der recht gut daherkommt.

Jim Carrey ist ein toller Schauspieler. Während er früher durch Hampelfilme (Ace Ventura, The Mask) eine Karriere als Komödiant eingeschlagen hat, verschlägt es ihn je länger je mehr auch in andere Genres. Und in The Number 23 ist er als verwirrter Normalo zeitweise richtig genial. Er beweist, dass er mehr kann als Grimassen schneiden und lustigen Blödsinn zu machen. An seiner Seite überzeugen Virgina Madsen (Firewall) und Danny Houston (Children of Men) als zwielichtige Charaktere, die man gerne den Guten zuordnen würde, damit aber lange Zeit Schwierigkeiten hat.

Die Story ist zugegebenermassen recht verwirrend. Es wird immer wieder zwischen Fakt und Fiktion gewechselt und zeitweise ist es mühsam, diesen beiden Linien zu folgen. Wenn man sich aber konzentriert, ist das durchaus möglich. Welche Geschichte dann am Schluss besser ist, muss jeder Besucher des Films selber entscheiden. Fakt ist, dass die Fiktion einen auf "cool" macht und Jim Carrey dort (mit Saxophon und Tattoo) so richtig aus sich rausgehen kann.

Fazit: The Number 23 ist ein herrlicher Film für Verschwörer oder solche, die sich für dieses Thema interessieren. Die Geschichte ist spannend, verstörend und interessant. Die Auflösung (ein grosses "Aha" darf da nicht fehlen) passt hervorragend und macht den Film zu einem schönen Geheimtip, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Den Schritt von der "normalen" zur "spannenden" DVD nimmt The Number 23 lockeren Schrittes. Denn nebst den obligaten Features wie Making-Of, zusätzlichen Szenen (unter anderem ein "ursprüngliches" Ende) oder Berichte über die Spezialeffekte, kriegt der Fan etwas ganz Besonderes geboten. Wer nämlich selber daran interessiert ist, seine eigenen "Lebenszahlen" zu finden, der hat hier die Möglichkeit dazu. Ausserdem wird noch näher auf den Mythos der Zahl 23 eingegangen und es ist wirklich schwer, sich nicht dafür zu interessieren. Ob einem danach die eigene Zahl durch den Alltag verfolgt, sei dahingestellt. Aber einen Blick und Versuch ist es definitiv wert.

In technischer Hinsicht ist The Number 23 bedenkenlos zu erwerben. Ton und Bild bieten hohe Qualität, was vor allem bei den dunklen und verwirrenden Bildern Voraussetzung ist. Gesamthaft gesehen ist diese DVD ihren Preis wert und hat einiges an Guck-Material zu bieten, wenn der Film mal vorbei ist.

3.9 Sterne 5.0 Sterne
3.9 Sterne (80 Bewertungen) | 0 Kommentare

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04.08.2007 / uas (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 03.08.2007

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
  • Extras: 23-Das Rätsel, Wie man seine Lebenszahlen findet, Trailer, Nicht verwendete Szenen, Audiokommentar, Making-Of, Die Entstehung von Fingerlings Welt