Nocturna (2007)
Nocturna (2007)
Oder: Im Dunkeln munkeln
Tim, der kleine Waisenjunge, hat wie viele andere Kinder in seinem Alter Angst vor der Dunkelheit. In der Nacht schiebt er deshalb jeweils sein Bett ans Fenster und beobachtet die Sterne. Er hat sogar einen Lieblingsstern. Als dieser aber plötzlich aufhört zu leuchten, macht sich Tim Sorgen.
Auf dem Dach des Waisenhauses trifft er auf den Katzenhirten, eine rundliche Kreatur, welche mit dem Miauen seiner Katzen dafür sorgt, dass die Kinder dieser Welt gut schlafen können. Tim meldet ihm seine Sorgen, doch es stellt sich heraus, dass nur Moka, der Wächter der Nacht, ihm in dieser Sache behilflich sein kann.
Da Tim erst dann wieder schlafen gehen kann, wenn das Problem mit den Sternen behoben ist, reist er zusammen mit dem Katzenhirten nach Nocturna, wo hunderte von Figuren die Nacht so gestalten, wie wir sie kennen. Doch noch scheint niemand zu bemerken, dass die Einwohner von Nocturna bedroht werden. Es liegt an Tim und seinen Freunden, sich der noch unbekannten Bedrohung zu stellen.
Kinofilm-Rating
Trickfilme aus Spanien sind nicht allzu bekannt. Die Macher von El Cid haben deshalb wohlweisslich bereits eine englische Fassung ihres neuesten Werkes Nocturna gemacht. Denn wenn Fantasywesen Spanisch sprechen hat dies immer einen seltsamen Effekt auf das Publikum - wie Pan's Labyrinth bewiesen hat.
Der traditionelle 2D-Film basiert zwar nicht auf einer bereits bestehenden Geschichte, trotzdem sind die einzelnen Elemente im Märchenland wohlbekannt. Man erinnert sich beim Schauen manchmal an die Traumfabrik in Pixars Monsters Inc. oder an die Reise von Alice im Wunderland. All dies entwickelt aber durch den eigenen Zeichnungsstil (runde Formen dominieren) und dem explizit europäisch dominierten Setting (Eine Altstadt mit richtigen Strassenlaternen) trotzdem seinen Charme, und der Film weiss jung und auch alt zu begeistern. Nicht das schlechteste Kompliment für einen Trickfilm.
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4.2 Sterne (3 Bewertungen) | 0 Kommentare


