No Reservations (2007)

Rezept zum Verlieben

No Reservations (2007) Rezept zum Verlieben

Oder: Die Safranköchin

No Reservations

" ... und eis fürs Mammi!"

Kate Armstrong (Catherine Zeta-Jones) ist Meisterköchin des noblen Restaurants 22 Bleeker in Manhattan. In ihrer Küche bewundern Kollegen ihr beeindruckendes Auftreten, fühlen sich aber oft durch Kates gradlinige Persönlichkeit vor den Kopf gestossen, denn die Karriere ist Kates Priorität Nummer 1. Durch den Dauerstress im Restaurant hat Kate ihr Privatleben schon lange auf Eis gelegt. Töpfe und Schwingbesen sind ihre besten Freunde. Das ändert sich aber schlagartig als Kate ihre Nichte Zoe (Abigail Breslin), auf Grund eines tragischen Familienunglücks, zu sich nimmt. Obwohl Kate ihr Herz am rechten Fleck hat, weiss sie überhaupt nicht was sie mit Zoe anfangen soll. Auch in Punkto Essen hat die Meisterköchin keine Ahnung von Kindern, denn Zoe mag viel lieber Fischstäbchen anstatt Haute Cuisine und wirft Kates präzise ausgeklügelten Tagesablauf über den Haufen.

No Reservations

*schlemm*

Aber nicht nur Kates Einzelleben findet ein jähes Ende. Als sie nach ein paar freien Tagen in ihre Küche zurückkommt trifft sie fast der Schlag. Nick Palmer (Aaron Eckhart) steht Opern singend und mit den Kollegen witzelnd in ihrer Küche. Der neue Koch, welcher stets gut drauf ist und alle Kollegen durch seine Sympathie in den Bann zieht, passt der Chefköchin überhaupt nicht. Durch seine lockere Grossspurigkeit bringt er die ganze Arbeitsatmosphäre durcheinander und stellt damit die Perfektionistin Kate auf eine harte Probe. Folglich geraten die zwei immer wieder aneinander und trotzdem scheint es zwischen den beiden zu knistern...


Kinofilm-Rating

No Reservations scheint auf den ersten Blick ein kleiner süsser Liebesfilm zu sein. Doch die Liebe spielt in diesem Film nicht alleine die Hauptrolle. Auch Geschwisterliebe und das Problem mit Verlusten umzugehen wird in No Reservations auf eine liebliche Art und Weise thematisiert. Beispielsweise als Kate (Catherine Zeta-Jones) ihre Schwester durch einen Autounfall verliert, gewinnt sie die neunjährige Zoe (Abigail Breslin). Obwohl auch Zoe um ihre Mutter trauert, gelingt es ihr, durch ihre quirlige und offenherzige Art, Kates Lebensfreude wieder zu wecken. Es gelingt ihr, in Kates Leben wieder Platz für Freude und Spass zu schaffen. Was in diesem Film besonders unter die Haut geht, sind die Emotionen. Die Gefühlsregungen der Protagonisten kommen so zärtlich und nachvollziehbar rüber, wie man sie im richtigen Leben auch schon empfunden hat.

Im Gegensatz dazu steht die Handlung des Films. Auch wenn man einen Einblick in den zeitraubenden Beruf der Chefköchin eines Nobelrestaurants gewinnt, die zu all ihren privaten Problemen auch noch einen neuen Konkurrenz-Koch in der Küche stehen hat, ist die Story von No Reservations doch eher an den Haaren herbeigezogen. Typisch Hollywood endet das Ganze dann auch noch in einem gewaltigen Happy End.

Erstaunlich ist die Rolle von Catherine Zeta-Jones. Denn die Oscarpreisträgerin wusste vor ihrer Rolle als Kate nicht mal, wie man ein Ei richtig kocht. Trotz diesen Voraussetzungen nimmt man ihr die Meisterköchin ohne zögern ab. Auch Abigail Breslin überzeugt in ihrem Part als Kates Nichte Zoe. Wie man es von Little Miss Sunshine gewohnt ist, steckt sie in ihre Rolle viel Herzblut und steht den Grossen wie Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart in nichts nach.

Fazit: No Reservations ist Nahrung für die Seele!

3.7 Sterne
3.7 Sterne (33 Bewertungen) | 9 Kommentare

4.5 Sterne4.5 von 0.0-6.0
11.09.2007 / lel