Infos zu No Country for Old Men (2007)
Llewelyn Moss (Josh Brolin) ist ein gemütlicher Siech. Im tiefsten Texas liegt er Tags auf der Lauer, um irgendwelche Steppentiere mit dem Zielfernrohr zu erlegen. Eines Tages entdeckt er in einer Tiefebene ein paar Trucks herumstehen, und bemerkt bald, dass da nicht nur ein paar Wagen sondern auch ein Haufen Mexikanerleichen in der Sonne schmoren. Und bald entdeckt er auch den Grund: Einer der Trucks ist mit Heroin beladen, und in einem anderen findet er einen Koffer vollgestopft mit Geld. Über zwei Millionen Dollar. Irgend etwas ist da wohl mit dem Warenaustausch schief gelaufen. Moss überlegt nicht lange, schnappt sich den Koffer und fährt nach Hause zurück in seinen Trailer.
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Film-Infos
Französischer Titel: Non, ce pays n'est pas pour le vieil homme
Drehort: USA 2007
Genres: Crime, Drama, Mystery, Thriller
Laufzeit: 122 Minuten
Kinostart: 28.02.2008
Verleih: Universal Pictures Schweiz
Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen, Cormac McCarthy (Roman)
Musik: Carter Burwell
Darsteller: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald, Garret Dillahunt, Tess Harper, Barry Corbin, Stephen Root, Rodger Boyce, Beth Grant, Ana Reeder, Kit Gwin, Zach Hopkins, Chip Love, Eduardo Antonio Garcia, Gene Jones, Myk Watford
The Internet Movie database (IMDb)
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99 Kommentare
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@El Chupanebrey: Nur weil ich nichts mit dem Film anfangen kann musst du nicht denken du könntest mich in die Krachbumm-Action-Kind Sparte drücken. ;) Nur weil ich mich an Transformers 2 nicht sattsehen kann heisst das noch lange nicht, dass ich Filme nur oberflächlich anschaue oder das ich als "Mainstream-Hollywood" Zuschauer sowieso nichts kapieren würde... Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehören Filme wie Gran Torino, Scarface, Die Pate-Trilogie, A History of Violence, Donnie Brasco aber halt auch Filme wie Transformers 2, Dark Knight, Equilibrium, Matrix-Trilogie und viele andere Filme speziell aus der Action- und Scifi-Sparte. Wenn ich als Beispiel mal Gran Torino mit No Country for Old Men vergleiche fällt mir vor allem eins auf: Ich habe nicht ca. 6x auf die Uhr geschaut um zu schauen wie lang das hier noch dauern würde. Gleiches für A History of Violence oder natürlich Scarface... Mag sein, dass ich die Story von No Country for Old Men etwas zu stark banalisiere, trotzdem kann ich in keinster Weise nachvollziehen wieso man den Film so glorifizieren sollte wie es hier einige tun. Vor allem den Oscar für die beste Nebenrolle ist für mich halt einfach in keinster Weise ersichtlich. Ja, ich nehme ihm den Psycho ab aber das hat eher mit seinem Aussehen und seiner Frisur zu tun, nicht mit einer schauspielerischen Glanzleistung. Zudem: Wo kommt hier diese gnadenlose Spannung auf? Jedenfalls nicht bei diesem Schnitt wo man den Haupt-Protagonisten in einer Szene bei diesem Pool sieht und in der nächsten tot am Boden liegt... Ich dachte da nur: "Ja toll und das wars jetzt oder wie?" In diesem Film wird zu keinem Zeitpunkt auch nur annährend soviel Spannung aufgebaut wie bei Gran Torino, Scarface oder A History of Violence. Aber ich hab eins gelernt: Versuche nicht mit Leuten die von einem Film, einem Buch oder sonst irgendwas so dermassen überzeugt sind zu diskutieren und deshalb lass ichs lieber sein hehe. Ich für meinen Teil bleibe dabei, dass ich absolut enttäuscht bin von diesem sogenannten "Meisterwerk". [Editiert von unicron am 2009-08-03 23:32:34] |
Zitat Dirty Harry (2009-08-02 23:41:56)
Grosses, fettes Ausrufezeichen dahinter. |
@unicron Zum Film: Ich kann schon verstehen, warum dich der Film nicht umgehauen hat. Also gewissermassen. Genau das, was du am Film kritisierst (zumindest was ich dabei herauslese), ist aber genau seine Stärke! Du sagst, die Spannung war für dich nicht da, die Schauspieler waren nicht so gut und den Humor hast du offenbar gar nicht ernst bemerkt. Das stimmt vielleicht, wenn man mit der Oberflächenreizen-verwöhnten Erwartung eines Hollywood-Konsumenten an den Film herangeht. Jawohl, Spannung im Sinne von schnellen Schnitten und viel Krachwumm, gute Schauspieler im Sinne von möglichst auffälligem Gebaren (du hast Johnny Depp angesprochen) und Humor im Sinne von im Sekundentakt aneinandergereihtem Slapstick wirst du hier nicht finden! "No Country for Old Men" glänzt gerade dadurch, dass diese drei Dinge in hervorragender Weise enthalten und kombiniert worden sind... aber eben ziemlich subtil. Seine enorme Spannung, seine fantastischen Schauspieler und sein cleverer Humor sind eben nicht aufdringlich, nicht oberflächlich, sondern tiefgreifend in der Story verwurzelt und darum auch intensiver und echter. So entsteht ein grosser Film, den man auch noch in 50 Jahren geniessen kann. Zugegeben, mit dem Preis, dass der eine oder andere Mainstreamkonsument auf der Strecke bleibt. Mir tuts nicht Leid. |
Oje... Zitat unicron (2009-08-02 22:02:36)
1. Die Coens haben aus einem schwierig umzusetzenden Buch einen spannenden und durchaus filmischen Thriller gemacht.
Die Story ist übernommen, das weisst du hoffentlich. Und so wie du dich ausdrückst, kann man auch Filmperlen wie Citizen Kane oder Once Upon a Time in the West als völlig überbewertet darstellen. Spoiler zum Lesen Text markieren
Ende. Meilenstein der Filmgeschichte?
Wer ausser Tommy Lee Jones könnte den müden Polizisten, der sich selbst als Auslaufmodell betrachtet, besser spielen? Seine Szenen wirken echt und authentisch. Hättest du es lieber, wenn er durch die Gegend ziehen und Leute, die in seinen Augen Falsches tun, umlegen würde - um der Action Willen? Wäre das für dich eine gute Schauspielleistung?
Was willst du denn noch?!
Es bekommen nicht immer die besten Schauspieler Oscars. Aber wenn einer aus seiner Rolle das Maximum rausholt - wie Javier Bardem hier - dann verdient er den Oscar! [Editiert von El Chupanebrey am 2009-08-02 23:09:32] |







Heute hab ich mir den Film endlich auch auf DVD angesehen und muss sagen: hmm...
Bester Film?
Kann mir jemand erklären wieso? Ich jedenfalls verstehe es nicht. Der Film ist okey, mehr aber auch nicht. Die Story? Ein Mann findet ein paar Leichen in der Wüste und nimmt die 2mio Dollar mit, ein durchgeknallter, sich durch die Einöde mordender Psycho jagt ihn. Ein Sheriff versucht ihn zu finden um ihm zu helfen, schafft es nicht, der Typ stirbt. Der Psycho geht zum Haus der Witwe, ob er sie tötet oder nicht weiss man nicht, danach hat er einen Autounfall und läuft davon. Ende. Wieso ist dieser Film der beste Film des Jahres?
Schauspieler?
Tommy Lee Jones spielte den Sheriff ok, halt ähnlich wie soviele seiner Rollen, herausragend find ich hier nix. Der Psycho? Jo okey, er kommt richtig gut rüber, authentisch irgendwie und man kauft ihm wirklich ab, dass er nicht ganz richtig im Kopf ist. Aber dafür einen Oscar? Geniale Schauspieler wie Johnny Depp zB haben immer noch keinen Oscar bekommen aber der Typ kriegt einen für diese Leistung? Ich versteh echt gar nichts mehr.
Der Film war ok, ich schwanke noch zwischen 3 und 4 Punkten aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen wieso der so ein Meisterwerk sein soll...
Ach mist, da stand ich grad wirklich total auf dem Schlauch. Mann, da hab ich wirklich gar nicht nachgedacht, ist das peinlich.
Trotzdem, danke für die Info.
ganz einfach, sie haben den titel des buches genommen, das sie adaptiert haben...
"sailing to byzantium"
Erledigt.
[Editiert von Dirty Harry am 2009-07-29 00:56:07]
Ach ja, farossi: Hier gibts den Film vereinfacht.
Ist nicht bös gemeint, aber das Filmchen ist neu und ich finds ganz witzig...
jep, der stand schliesslich schon seit einiger zeit auf meiner to-view liste
nun gut, zwischen dem dude und "no country" liegen auch welten. der hier hat mich vom ersten augenblick weg schlichtweg in seinen bann gezogen. beim dude wartete ich irgendwie auf "weiss-noch-heute-nicht-genau-was" (
)
danke für die ermutigung. i will do that...
eine wirklich erhellende diskussion
irgendwie bin etwas beruhigt, dass es dabei nicht nur mir ähnlich ergangen ist.
diese coens lösen langsam eine gewisse faszination auf mich aus. immerhin ist es in meinen augen ein grosses plus, wenn man am "day-after" konstruktiv über einen film diskutieren kann - und no country for old men hat dies mehr als erfüllt!
Hast dich also wieder an einen Coen-Streifen herangetraut? Super, kann ich da nur sagen!
Das Brüderpaar scheint bei dir ja gerne "Hä?"-Erlebnisse hervorzurufen (*The Big Lebowski*), deshalb empfehle ich dir wirklich das wiederholte Studium der Filme, die du gesehen hast (und hoffentlich noch sehen wirst). Wegen dem Ende (Bells Monolog ist eine meiner Lieblingsszenen): Hier kannst du einer diesbezüglichen Diskussion folgen.
no country for old men ist von der ersten einstellung an faszinierend: bilder, sprache, stimmung, optik, dialoge - sensationell!
)
die erste stunde ist schlichtweg umwerfend, nicht zuletzt aufgrund von javier bardems schauspiel: der mann hat ohne wenn und aber den oscar verdient!
dann kam die zweite hälfte und allmählich wurde mir langsam anders: die z.t. explizite brutalität war mir persönlich doch etwas zu exzessiv und die dialoge nehmen gegen schluss hin drastisch zu und zusammen mit dem wirklich abrupten ende löste es in mir im ersten moment ein grosses "häää?!??" aus. (habe mir anschliessend noch die bonus features angetan, die allesamt sehr aufschlussreich sind und das eine und andere klarstellten...
alles in allem ein coen-streifen, den ich mir vermutlich noch zum wiederholten mal antun werde. vorerst gibt's von mir fette 5 sternchens...
So ich habe mir seit längerer Zeit den Film nochmals angetan. Als ich No Country for Old Men das erste mal sah, war ich nicht begeistert. Ich konnte nur mit einem guten Gewissen dem Streifen noch vier Sterne geben.
Doch beim zweiten mal schauen, kam das Teil extrem gut rüber. Mir sind plötzlich positive Sachen aufgefallen, die ich beim ersten mal gar nicht realisiert habe. Da wäre einmal die grandiose Kameraführung. Jede Einstellung wurde mit einer Perfektion abgefilmt. Des Weitern ist die Atmosphäre erste Sahne, die Schauspieler auf dem höchsten Niveau und die Dialoge brilliant. Dazu ist No Country for Old Men durchgehend spannend und liefert eine tolle Verfolgungsjagd.
Leider bleibe ich dabei, dass mir das Ende einfach nicht passt. Ich habe damals nach dieser Schnitzeljagd zwischen Chigurh und Moss ein ultimativen Showdown erwartet. Der blieb aus. Mit diesem Punkt bin ich unzufrieden und kostet dem Film die volle Punktzahl.
No Country for Old Men ist ruhig, bruatl und genial gefilmt. Das Ende bleibt wohl Geschmackssache. Mir jedenfalls hat es nicht gepasst. Dennoch gönne ich dem Streifen, dass er den Oscar für den Besten Film abgeräumt hat.
wir sind uns wiederum in so manchen (filmischen) punkten einig.
Offene Spoiler enthalten!
@Chupa
Das mit dem Buchhalter ist eine sehr sehr interessante Frage. Ich sage: Er stirbt nicht.
Chigurh tötet schliesslich nicht grundlos. Er mordet emotionslos, unaufhaltbar, unerbittlich etc., aber er hat immer einen Grund dazu. Sei es, dass es ein Mittel zum Zweck ist (Auto klauen eg), weil er provoziert wurde (Tankstelle) oder weil es einfach seine Aufgabe ist. Wäre der Buchhalter gleich schreiend davongerannt, hätte ihn Chigurh ohne wenn und aber erschossen. Tatsache ist aber, dass der Buchhalter ziemlich gefasst bleibt und somit Chigurh keinen Grund gibt, ihn zu töten. Allein die Tatsache, dass wir die beiden vor dem Schnitt kurz regungslos rumstehen sehen, lässt mich vermuten, dass der Buchhalter überlebt, weil Chigurh sonst nie zögert. Das ist jetzt sicher etwas gar weit hergeholt, aber vielleicht ist genau dieser Buchhalter der "Schlüssel", wie man Chigurhs Bekanntschaft überleben kann. Spekulationen über Spekulationen...
Carla Jean stirbt für mich ganz ohne Frage, denn hier ist es Chigurhs "Pflicht", sie zu töten. Da gibt es kein wenn und aber.
Ich denke nicht, dass Ellis Gott darstellen sollte. Meine Interpretation wäre, dass er einfach ein Relikt dieser "alten Zeit" ist. Er ist das mehr als Bell, weil er niemals versucht zu haben scheint, sich anzupassen. Genau deswegen hat er wahrscheinlich mehr "Abstand" zur heutigen Gesellschaft und kann sehen, dass sie gar nicht gross anders ist als "damals".
Ich habe mir No Country For Old Men gestern noch ein drittes Mal angesehen und er hat mich einmal mehr überwältigt (obwohl ich sagen muss, dass er auf der grossen Leinwand am besten aufgehoben ist). Doch mir sind einige Dinge aufgefallen, die ich gerne diskutiert hätte (Keine Angst, ich glaube, ich habe den Film bestens verstanden). Auch auf imdb haben sich bereits einige so ihre Gedanken zum einen oder anderen Punkt gemacht. Mal sehen, wie das hier ankommt.
1. Was genau ist die Bedeutung der Szene, in welcher Chigurh versucht, den Raben abzuschiessen?
Die Szene hat scheinbar keine Relevanz und passt auch sonst nicht so richtig in den Film (hat noch einige weitere derartige Szenen). Ich kam zum selben Schluss wie die imdb-User: eine Metapher. Die auf imdb vorgeschlagene Bedeutung finde ich, auch wenn sie etwas weit hergeholt und auch etwas gar dramatisch ist, vertretbar: Chigurh steht in einem gewissen Sinne ja für das sinnlose und unaufhaltsame Böse (oder?). Er hat die Macht über andere - entsprechend ist er ja nur zweimal richtig in Gefahr.
Er versucht also, einen Raben zu erschiessen. Der Rabe wird in der Literatur gerne als Symbol des Todes verwendet. Heisst das also, dass hier gezeigt wird, dass nicht einmal Chigurh den Tod besiegen kann (er verfehlt den Raben ja)?
2. Stirbt der Buchhalter?
3. Hat Ellis eine tiefere Bedeutung?
Der Gesprächspartner von Bell wurde auf imdb als das Symbol für Gott bezeichnet, was ich aber nicht glaube.
Klar, er redet mit Bell darüber, dass es auch früher schon unvorstellbares Verbrechen gegeben hat, aber steckt da wohl noch mehr dahinter?
So, das waren ein paar Gedanken, die ich mir gemacht habe. Hoffe, ich bekomme ein paar Reaktionen.
grooooooosses kino! ganz grosses kino! und absolut fantastischer dvd transfer, wow!
Gefällt auf DVD in ruhiger Atmosphäre noch ein Spürrchen besser als im Kino, an den Dude kommt aber auch das Gemetzel in West-Texas nicht heran. Alles in allem aber ist der Streifen ein klares Must-Have für jede DVD-Collection.
Das ist mir spontan auch eingefallen...
Keinen Schimmer welchen Film du gesehen hast, aber "No Country for Old Men" wäre der letzte Film, mit dem ich diese Adjektive in Verbindung bringen würde.
Dies ist ein ganz starker Dialog Film mit grandiosen Bildern und vielen Überraschungen. Alles geschieht ganz gemütlich, doch nach ca. 70 Minuten wird der Film schwächer. Es wird alles ein wenig sinnloser und nicht mehr so logisch. Trotzdem ein toller Film dem ich gute 4 Sterne gebe, doch zu 5 hat es nicht gereicht. Irgendwas machte den Film gleichzeitig wieder langweilig...
Ein Kollege hat mich davor gewarnt den Film zu sehen, weil er unötig in die Länge gezogen sei = langweilig, eine sinnlose Handlung beinhalte und dazu auch noch über fast keine Spannung verfüge. Trotz der masiven Vorwürfe hab ich mir den Streifen angesehen, Jetzt kann ich nur sagen: "No Country for old Men hat den Oscar meiner Meinung nach ganz klar verdient" (habe zwar Michael Clayton noch nicht gesehen). Abgefahrene Spannung, brilliante Dialoge und wunderbare Darstellerleistungen. Für mich bislang der beste Film des Jahres. Alle die vor harten Szenen nicht zurück schrecken und auf Spannung stehen, ist dieser Film Pflicht. Ein wahrer Genuss.
Ich war heute tatsächlich, auch wenn ich von Bekannten *ziemlich* schief angeschaut wurde, nochmals drin. Unglaublich, wie viele Feinheiten einem beim zweiten Blick auffallen. Auf jeden Fall sind die Dialoge, die Charaktere und die gesamte Regiearbeit in diesem Film nahezu perfekt. Von daher bekräftige ich nochmals, dass die Oscars in meinen Augen absolut in Ordnung gehen.
Auf jeden Fall ein Film, der nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.
Trotzdem, ich kann mich immer noch nicht richtig für den letzten Viertel begeistern. Aber weil der Rest so genial ist, drücke ich mal ein Auge zu und runde auf.
Zitat: "It's alright... I laugh myself sometimes..."
mich hat "no country for old men" von anfang bis ende überzeugt. dies vor allem aufgrund des super casts. javier bardem ist einfach nur unheimlich als chigurh (bei mir hat er hannibal vom thron des "ultimate badass" gestossen, nur schon diese frisur bereitet mir eine gänsehaut
). auch josh brolin und tommy lee jones meistern ihre sache gekonnt, mit llewelyn leidet und fiebert man richtig mit. besonders erwähnenswert finde ich noch den südstaaten akzent, den sich die schottin kelly macdonald angeeignet hat... wahnsinn wie locker, lässig das bei ihr rüberkommt.
die dialoge und story waren wie des öfteren bei coens, mit einer prise feinen, schwarzen humors versehen und entlockten hie und da auch in todernsten szenen ein lachen oder vielleicht eher ein "lächeln". die öde landschaft von texas passt hervorragend zur story und wurde sehr schön eingefangen.
für mich ein (fast) perfekter film, packend bis zum schluss!
Ich bin einer der Wenigen, denen der Film vom Beginn an bis zum Schluss gefallen hat. Zwar hätte der Film wirklich ein etwas besseres Ende verdient, aber gestört hat es mich keineswegs. Besonders sehenswert ist der Film aufgrund der grossartigen schauspielerischen Leistungen und der brilliant ausgefeilten Dialoge, die auch völlig verdient einen Oscar bekommen haben.
Wer diesen Film nicht gesehen hat, hat dieses Jahr wirklich viel verpasst.
Hübsches Versmass...
Bis zur Pause fand ich den Film sehr gut.
Super Atmosphäre, unglaublich spannend.
Ab der Pause änderte sich das markant.
Plötzlich plätschert alles nur noch so dahin.
Am Anfang sieht man die Personen ganz nah und
fiebert mit ihnen mit, gegen Ende ist alles
nur noch aus der Distanz und hat auch keinen
richtigen Zusammenhang mehr.
Das Ende selber fand ich gekünstelt und
unnötig brutal, und das pseudo-Gequatsche
am Schluss hätten sie sich sparen können.
Verschenktes Potential, meiner
Ansicht nach.
Mir persönlich ist der Film einfach zu
pessimistisch und fatalistisch, aber das
sagt nichts über die Qualität des Films aus -
das ist einfach meine persönliche Meinung.
Vielleicht hätte ich ihn gar nicht schauen
sollen.
Fazit: sicher gut gemacht, aber insgesamt
hat er mich nur mässig überzeugt.
[Editiert von marcozg77 am 2008-03-22 22:23:16]
das wär sicher mal was geiles gewesen!
tja der film ist wirklich gut, sehr lustige dialoge zum teil, nen geilen killer (oscar kriegte bardem zu recht) und schöne landschaften.
das ende allerdings hat mir nicht sonderlich gepasst, etwas gar abrupt, aber was solls.
Ne eher mit durchgeknallten Mexikanern und stylischen Killern a la From Dusk till Dawn, Musik a la Kill Bill und Dialogen wie in Reservoir Dogs!
[Editiert von Chemic am 2008-03-08 07:28:48]
Mit Tanzszenen wie in Pulp Fiction und einem reisserischen Soundtrack...?
hmm ich denke viele erwarten sowas wie einen Tarantino, vorallem dann wenn man die Coehns nicht gut kennt!! Schieserienen, Wüste, Texas, Crazy Typen, Killer etc. aus dem Stoff könnte auch QT einen ganz passablen Film drehen!
Und gewisse Reviews in Zeitungen etc. sind auch realtiv reisserisch geschreiben als würde man hier ein wahres Schlachtfest erwarten!
Mehr Schiessereien erwartet...?
"BESTER FILM"....wir waren so enttäuscht,das wir gestern abend beinahe das kino vor dem ende verlassen hätten...und dann dieser cut-schluss....echt enttäuschend!
javier bardem war gut,und da er ein genialer schauspieler ist,hat er einen oscar schon lange verdient...
aber "bester film" bei weitem nicht....viele leute haben den film kopfschüttelnd verlassen...
schade...
Ja Spitzenklasse!!! Muss sagen das er mich trotzdem ein bisschen an Fargo errinert. Chigurh wird so erbarmungslos und konsequent dargestellt das man sogar im Kino Angst bekommt ;-) Die Umgebung die Landschaften und die Schauspieler, einfach genial!
EIN MUSS FÜR ALLE! NICHT VERPASSEN!
Was haben alle gegen Tommy Lee Jones?! Er passt perfekt in die Rolle des "Old Man" aus dem Titel (gemeinsam mit anderen "Old Men"), er kann nicht verstehen, was um ihn herum geschieht, weil er mit einer "ausgedienten" Wertvorstellung lebt. "You can't stop what's comin'", da guckt man halt deprimiert. Und ich habs schon mal gesagt: In fast allen Filmen, die in Texas spielen, murmeln die Leute und sagen kaum was, "this country's hard on people", da unten wirst du wortkarg!
dem giebts nichts hinzuzufügen. mehr enttäuschend als überragend.
Der Film wirkt extrem nach, ich bleibe bei 5,5 Sternen, trotzdem runde ich hier die Wertung auf, wenn ich den Film noch ein drittes Mal sehe, dann wird vielleicht auch das Aufrunden nicht mehr nötig sein, wer weiss... Jedenfalls werte ich es als ein gutes Zeichen, wenn einem das Voice-Over vom Anfang zwei Tage nachdem man den Film gesehen hat noch nachläuft...
Die Coens haben sich zum Guten verändert. Sie sind reifer geworden, vor zehn Jahren hätten sie wohl noch irgendeinen schrägen Soundtrack dazugemixt.
No Country For Old Men hat im Gegensatz zu anderen Coen-Filmen eine echte Aussage, es wird nicht auf poppige Effekte abgezielt.
[Editiert von El Chupanebrey am 2008-03-04 09:58:49]
Die Coens verlangen normalerweise (unsägliche Remakes mal ausgenommen) einen mitdenkenden Zuschauer.Das ist leider aus der Übung gekommen, unendliche Nachfragen über simpelste "hints" auf imdb bestätigen es.
Der Film ist soweit über der allgemeinen Durchschnittsware dass "Otttonormalseher" schlichtweg überfordert ist. Vieles wird angedeutet, verschlüsselt und absolut garnichts ins Mystische erhoben.
Dass der Film in Cannes leerausging lag imho vor allem daran dass Tommy Lees Regiedebut(im Jahr zuvor) so Ähnlich, nicht von der Klasse, aber von der Philosophie war.
[Editiert von euros am 2008-03-04 09:58:33]
Boah, bin ich enttäuscht! Ich habe alle wichtigen Coen-Filme ganz oben im DVD-Regal stehen und ging mit einer dementsprechend hohen Erwartung ins Kino. Die 4 Oscars taten dann noch ihr übriges, und nun bin ich beinahe am Boden zerstört. Ich weis nicht genau WAS ich erwartet habe, aber DAS auf keinen Fall. Ich habe mir den Film heute extra noch mal ein zweites mal angesehen um ganz sicher zu gehen. Vielleicht war ich ja gestern ja nur neben der Rolle...
OK. Die erste Hälfte des Filmes würde ich noch als ausgezeichnet bezeichnen - da scheint fast alles zu stimmen. Die Dialoge. Die Kamera (Wow!). Eine recht ansprechende und spannede Situation. Abgefahrene Ideen und tolle schauspielerische Leistungen. Aber ca. ab Mexiko verläuft sich das Ganze im Nirgendwo. Schier endlose Dialoge wechseln sich mit Solala-Szenen ab, die Ganze Stimmung die am Anfang einen so tollen Film versprach, löst sich irgendwo in der Mitte des Filmes in ein beudeutungsloses Etwas auf. Aber es wird noch schlimmer. Ich hoffte darauf doch noch mit einem "Gerade-nochmal-gut-gegangen"-Gedanken Heim zu kommen, aber weit gefehlt. Das offene Ende setzt nochmal einen Drauf. Was mit einer 5-6-Sterne-Wertung began, hat gestern noch mit 4 Sternen geendet. Heute, nach der zweiten Vorstellung, musste ich dann schweren Herzens doch noch auf 3 Sterne korrigieren. "Durchschnittlich" passt in meinem Fall einfach am besten.
Ich gebe dem Film beim DVD-Release nochmal eine Chance - wer weis, vielleicht hab ich einfach 2 schlechte Tage erwischt...
Sgoot. Eine gesunde Mischung wäre mir lieber gewesen. Für die Art wie es präsentiert wurde, war es mir etwas zu Linear und zu Überraschungslos, deshalb kann ich auch nicht in die Lobeshymnen einstimmen.
@ db
Natürlich sind Roman und Drehbuch zwei verschiedene Sachen, aber sie beruhen auf dem gleichen Thema. Ausserdem steht bei No Country For Old Men eher die Aussage im Vordergrund, da wäre eine hochkomplizierte Story à la The Departed eher hinderlich.
Cormac McCarthy ist ein grandioser Autor, lies am besten mal The Road, das hat den Pulitzer-Preis bekommen.
Deine Aussage ist ausserdem anmassend und ohne jede Grundlage.
Was als Basis für 90% der Thriller zutrifft... Auf die Details kommts an. Ein Auto hat auch immer (oder meistens) 4 Räder und ein Steuerrad. Die Ausstattung und der Motor machen die Unterschiede. Also bitte nicht schubladisieren, sonst holen wir mal die Horrorfilme aus dem Kästchen...
Ausserdem ist Drehbuchschreiben bedeutend mehr als nur "Hoschi findet Geld, kauft sich neue Stiefel und wird abgeknallt". Aber das weisst du sicher selber.
Natürlich gibt es viele ganz gelungene Szenen, welche auch mit der Kameraführung sehr gut eingefangen sind und die Dialoge sind auch hammer, doch ich konnte mich einfach nicht für das Gesamtwerk begeistern. Deshalb auch eine 4er Wertung, aber das ist in diesem Falle wohl Geschmackssache.
Ausserdem ist es ein laanger Weg von der Rahmenhandlung bis zum Drehbuch und das ist wie muri gesagt hat, ein ganz anderes Tema.
[edit]
@gargamel: Danke für die Info wegen Jumanji, musste ich natürlich ein wenig anpassen, so grandios ist er natürlich nicht, war mir ein Fehler unterlaufen, der andere ist tip top so

ansonsten kann ich mit der Kritik leben, wurde z.B. vom Redaktor db herrlich verteidigt.
Warscheinlich hatte auch schon der Schriftsteller Glück bei der Verleihung und hatte keine nahmhafte Konkurrenz
Dann steht ja deiner Karriere als gefeierter Drehbuchautor nichts im Wege
Was bitte soll daran speziell sein.
Hoschi findet in der Wüste Geld. Hoschi setzt sich mit Geld ab. Hoschi will seine Familie in Sicherheit bringen und die Inhaber des Geldes setzten Killer auf Hoschi an. Daneben schauen die Bullen untätig zu, diskutieren im Kill Bill Stil darüber - wartete nur noch auf "Well, son number one" - und machen ansonsten nicht viel.
Was bitte soll daran soooo speziell sein, das kann ich dir in fünf Minuten aufschreiben. Nur weil das anscheinend so sein muss und ein preisgekrönt Autor das geschrieben hat, muss es noch lange nicht Speziell sein.
Das Buch ist von einem preisgekrönten Schriftsteller, deshalb ist die Handlung a) übernommen und b) lass dir mal sowas einfallen!
Das ist Sam Peckinpah pur! Passender könnten die Dialoge nicht sein! In Texas scheint man wortkarg zu werden.
Die werden die Musik ja wohl kaum vergessen haben. Natürlich ist das gewollt!
Oh doch, die Dinge verändern sich, und das nicht unbedingt zum Guten, heute (auch wenn der Film 1980 spielt) lauert sinnlose Gewalt an jeder Ecke.
Ich denke, klarer hätten die Coens das nicht rüberbringen können.
@pesce: nun, als jemand, für den machwerke wie "jumanji" oder "swordfish" grandiose höhepunkte der filmgeschichte darstellen, gehörst du garantiert nicht zum zielpublikum von "no country for old men"... denk' ich mal...
Nicht gleich so aufgebracht.
Ich finde Tommy Lee Jones' Sichtweise bei diesem Vorfall ja gut, er macht ja immerhin das Voice-Over am Anfang, aber da passiert doch in kurzer Zeit relativ viel, was man sich vom Rest des Films nicht gewohnt ist.
Ich ging skeptisch an den Film heran, denn ich kenne Werke von den Cohen Brüder und setzte die Messlatte wegen der Oscarverleihung trotzdem hoch an. Vier Stück sind ja nicht gerade wenig!
Ich bin in der Statistik der bisher einzige der so hart gewertet hat und schreibe deshalb seit langer Zeit wieder einen Beitrag.
Ich mach's kurz:
Die Handlung ist nicht übel (heisst aber nicht deswegen gut!), allerdings kaum ein Oscar wert.

Die Schauspieler sind ok, auch wenn die Dialoge ziemlich einfach gehalten sind. Ich muss ehrlicherweise auch eingestehen, dass es gute Wortspielereien gegeben hat, da musste sogar ich schmunzeln.
Musik gibt es keine, vielleicht gewollt von den Brüdern, und somit kann ich das nur bedingt bewerten (Details weiter unten)
Der Film hat keine nennenswerte Botschaft die man mitnimmt wenn man das Kino verlässt und so bleibt am Ende ein stiller (bezogen auf die fehlende Musik im Film) etwas inhaltsloser, unspannender Mörderfilm. Hervorheben möchte ich UNSPANNEND!
Dieses Jahr konnte im wahrsten Sinne des Wortes jeder Film einen Oscar gewinnen der von der Academy vorgeschlagen worden ist. Ich kann und will nicht glauben, dass der Film von allen so hochgelobt wird, offensichtlicher Lügen wäre schon fast grotesk
aber ich kann dennoch lachen, überall diejenigen die sich noch getrauen ebenfalls ins Kino zu gehen....der Film ist keinen Franken wert.
Viel Spass!
Ach, hättest du es lieber gehabt wenn
Brutal, nervenzerreisend, zynisch, ruhig und unberechenbar - ich fand den Film fantastisch. Regie und Drehbuch bilden eine beinahe perfekte Harmonie und schaffen ohne Special Effects, Soundtrack und sonstigen Mätzchen einen Film, der einfach fesselt. Wenn Sugar die Schuhe auszieht, lautlos von Tür zu Tür des Hotels geht und die Leinwand bis zu den Ecken auszufüllen scheint, sind das die besten Momente des Filmes. Man muss nach Worten ringen, um zu beschreiben, wie astronomisch gut Javier Bardem den Killer verkörpert. Der Oscar ist absolut verdient. Auch der Rest des Casts passt hervorragend.
Für mich wäre "No Country for Old Men" ein ganz groses Meisterwerk, wäre da nicht der Schluss. Mich hat er verwirrt. Zieht sich über den ganzen Film ein ordentlicher Spannungsbogen, schien es mir, als hätte man da plötzlich mit einer Schere reingeschnitten. Natürlich passt er auf seine Art zur Aussage des Filmes, aber das ändert nichts daran, dass ich ihn als unbefriedigend empfunden habe. Ich hoffe, dass er nach mehrmaligem Sehen gewinnt.
Schade jedenfalls. Trotzdem ein hervorragender Film.
So den Oscarstreifen auch gesehen, ganz nett aber 2 Oscars wert? Naja! An den Dude kommt der Streifen auf jedenfall nicht heran!
Storytechnisch hat mich Old Men jetzt nicht gerade von den Socken gehauen! Der Grundplot ist zwar ganz nett und auch spannend inzeniert, nur endet die Geschichte für meine Begriffe etwas heruntergeleihert! Etwas mehr Storyfluss wie am Anfang des Filmes hätte ich besser gefunden! Da erfeut man sich eigentlich mehr an den Szenen und Dialogen zwischendurch als an der eigentlichen Geschichte selber!
Das Highlight des Filmes ist aber allen voran Javier Bardem als Killer in Schwarz mit Pressluftflasche! Die Rolle ist einfach perfekt gespielt, mit einem irren Blick, trockenen Dialogen und eiskalter Zielstrebigkeit! Auf jedenfall ist der Cast das grösste Plus des Filmes, denn auch Jones als "Old Men" und Brolin als Gejagter sind absolut sehenswert! Gerade Tommy Lee Jones mit seiner emotionsarmen Mymik ist die Rolle wie aufs Leib geschnitten.
Erwartungsgemäss sind auch die Dialoge ganz nett gemacht und teils richtig witzig, was den Streifen ne ganze Portion zynischer und ironischer macht! Allerdings geht der Humor gegen Ende des Film bisschen abhanden, was den Streifen etwas langatmig macht!
Macht gute 4 Sterne, die der Film vorallem dem Cast und den Dialogen zu verdanken hat! Auch die ganze rauhe "texanische" Umgebung ist wirklich gut gewählt!
Eben, weil am Ende einiges etwas schnell geht, zum Beispiel
Diese, ich will nicht sagen Hektik, schnelle "Auflösung" (wenn man es so nennen mag
) steht für mich in zu starkem Kontrast zum Rest des Films, der sich immer schön Zeit lässt, für jedes einzelne Bild.
Der Film ist trotzdem genial, ohne Zweifel.
Das gibt aber keine Minuspunkte, oder? Es gibt schliesslich sehr viele gute Filme, wo die Nebenrollen besser sind als die Hauptrollen, z.B. bei GoodFellas, Good Will Hunting etc.
Ich persönlich kann immer noch nicht ganz nachvollziehen warum du hier mit dem Sternemaximum geizt.
So, war heute nochmal im Kino und es hat mir noch ein bisschen besser gefallen als gestern. Trotzdem: Josh Brolin ist gut, aber Bardem und Jones sind dennoch ein bisschen besser.
Aber ansonsten muss ich jetzt sagen, dass das Ende zwar abrupt ist, in gewisser Weise gut passt. Ich habe mir ausserdem sagen lassen, dass Cormac McCarthys Buch The Road (Pulitzer-Preis 2007) ähnlich endet, nämlcih mit einer Erzählung, die scheinbar nicht zum bisherigen Verlauf passt.
5,5
Ausserdem ist ist mir aufgefallen, dass die Coens wohl Katzenfreunde sind. Kein Hund überlebt (zwei), doch die Katze im Hotel übersteht die Begegnung mit Chigurh.

Und der Ausdruck "Outlaw" für Katzen...
Jep, euros/papp hat völlig recht, doch wenn du immer noch nicht zufrieden bist, kann man das Ganze auch noch auf einer anderen (irrealen) Ebene erklären: Sugar, pardon Chigurh, ist, wie ich schon erwähnte, "a Ghost", ein Phantom, das dich immer finden wird, egal wo du bist. Vergleichbar auch mit Keyser Soze in The Usual Suspects, ist Chigurh unfassbar: "You've seen him, and you're not dead?" Eine Art Sensemann eben.
Gott, kannst du dich noch, zumindest vage, an die Telefonrechnung die er im Wohnwagen findet erinnern?
Da gabs imho nur 3 mögliche Ziele wovon er schon eines nach dem Anruf bei "Schwiegermamma" auschliessen konnte.
Also fuhr er das nächstgelegene an, und lag richtig...
Hmmm ich denke sehr wohl das ich zum Zielpublikum gehörte, doch kann man trotzdem nicht jeden Film gut finden, auch wenn man zum Zielpublikum gehört. Ausserdem sollte man nicht jeden hochgepriesenen Film so hinnehmen und nicht krrtisieren dürfen.
Die Sache mit dem Peilsender habe ich mitgekriegt, doch ich glaube kaum dass der Sender so eine grosse Sendespannweite hat, so dass der Bösewicht ihn in ganz Amerika hätte finden können. Ausserdem hat der Peilsender erst angefangen zu reagieren und aus dem monotonen Rythmus zu kommen, als der Bösewicht erst in der Nähe des Hotels war. Also nicht ganz logisch dein Argument nicht? Hast wohl nicht viel drüber nachgedacht.
Und eben, zum Unfall hatte ich ja geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass die Ampel grün war als er losfuhr.
Warst wohl kaum "Zielpublikum".
Den Peilsender in der "Knete" hattest du schon mal nicht "gepeilt"
Es ist anzunehmen dass die Frage, wieso es bei Rotlichtern zu Unfällen kommt, sich dir bisher ebenso noch nicht gestellt hat ...
Verirrtes Bay-Publikum halt!
Ich fand den Film enttäuschend.
Der Hauptkritikpunkt ist die zähe langatmigkeit des Filmes. Der Film ist viel zu lang, viel zu langsam, viel zu monoton.
Auch manchmal kommen Fragen auf, die der Film nicht beantortet. Wie z.B. weshalb der Bösewicht den Gejagten die ganze Zeit wieder findet oder überhaupt findet?
Auch die Szene mit dem Autocrash ist ein bisschen unstimmig, da die Ampel doch grün war.
Das die Musik im ganzen Film gefehlt hat, war eigentlich nicht shclimm,w enn der Film ein bisschen mehr Drive gehabt hätte.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die dummen Witze, die die ganze Tragödie ein bisschen auflockern sollen. Am Anfang ist es noch okay und verständlich die Texaner als dümmlich darzustellen, aber ab einem gewissen Punkt ist es nur noch nervig, dass die Texaner im Film so beschränkt sind. Auch die Dialoge der einzelnen Figuren werden durch dieses witzhaftige gestört, wie z.B. beim Gespräch von Tommy Lee und der Frau des Gejagten.
Spannend war der Film aber erst so ab der zweiten Hälfte. Anspannung kam immer erst gerade vor den Mordszenen und vorher tumpelt es sich halt alles ein bisschen hin.
Aber der Film hatte Tiefgang.
Der Schauspieler Javier spielt aber unheimlich(im wahrsten Sinne des Wortes) sehr gut und hat den Oscar verdient. Er spielt das unmenschlich Böse und kühle des Bösewichts wirklich gut, ist aber irgendwie trotzdem sympathisch aber eben doch nicht und einfach herzlos.
Auch der Gejagte spielt gut und Tommy Lee Jones auch.
Gut war auch das Unspektakuläre, z.B. die Morde
[Editiert von fearing is believing am 2008-03-02 14:00:36]
Er passt ja wirklich gut, er spielt gut, aber mich beeindruckten Bardem und Jones noch eine Spur mehr.
Kann ich mir vorstellen. Immerhin war es kein abruptes Ende à la "Mist, der Film geht jetzt schon zwei Stunden, wir müssen Schluss machen!".
Ich habe nichts gegen offene Enden, aber es kann dann natürlich auch übertrieben werden, siehe beispielsweise Wes Andersons Filme, die sind immer etwas gewollt "gegen den Strom geschwommen".
Was ich noch vergessen habe: No Country For Old Men fand ich besser als Fargo und Barton Fink, was ihn bei meiner Coen-Bestenliste nun auf den zweiten Platz bringt.
Das sieht jetzt etwa so aus:
1. The Big Lebowski
2. No Country For Old Men
3. Barton Fink
[Editiert von El Chupanebrey am 2008-03-02 19:26:22]
Ach ja? Ich finde er ist die Idealbesetzung für den Vietnam-Veteranen Llewelyn Moss, dessen Verzeiflung sich automatisch auf den Zuschauer überträgt. Eine anspruchsvolle Figur mit Ecken und Kanten, die Brolin meiner Meinung nach durchaus mit Bravour meistert.
"And in the dream I knew that he was goin' on ahead and he was fixin' to make a fire somewhere out there in all that dark and all that cold, and I knew that whenever I got there he would be there. And then I woke up." finde ich geniale Schlusssätze. Ich denke die Coens hätten Freude, wenn sie hören würden, dass einige Leute am Ende verstört waren, als ihre Namen auftauchten, denn das war bestimmt auch ihr Ziel.
Ich bin froh, dass No Country For Old Men kein Film ist, in dem einem konsequent immer alle Informationen aufgetischt werden. In Zeiten, wo wir sowieso überladen werden von Informationen (siehe Wikipedia), schwimmen die Coens bewusst gegen den Strom und animieren den Zuschauer dazu, eben wieder einmal selbst nachzudenken.
[Editiert von psg am 2008-03-02 12:18:28]
No Country for Old Men oder: Call it, Friendo!
Als ein grosser Verehrer der Coen Brothers habe ich mich selten auf einen Film so gefreut wie auf ihren neusten Film, der wieder in einer Wüstenlandschaft spielt, wie das auch beim grandiosen Fargo der Fall war. (auch wenn es dort eine Eiswüste war)
Der Film öffnet mit einem Monolog, gesprochen von der lakonischen Stimme des Tommy Lee Jones. Dazu sehen wir die phänomenalen Landschaftsaufnahmen, eingefangen von einem der besten Kameramännern der Welt, Roger Deakins. Jedes dieser Landschaftsbilder könnte man rahmen und aufhängen. Ich könnte mich irren, aber ich glaube das letzte Mal als ein Coen Film mit einem Monolog eröffnet wurde, war 1998, gut 10 Jahre her also, im Kultfilm The Big Lebowski.
No Country For Old Men bleibt auf dem gleichen Niveau, wie er angefangen hat, nein, er wird sogar noch besser. Zum Beispiel wenn der psychopathische Killer Chigurh, ein Sensemann oder "Ghost" wie er einmal vom Sheriff genannt wird, mit dem Besitzer einer Tankstelle Kopf oder Zahl spielt. Was dieser dabei verlieren kann: sein gesamtes Leben. Nicht nur ist der Dialog in dieser Tankstelle unschlagbar gut, auch Javier Bardem ist in der Rolle des Bösewichten kaum zu toppen. Dies ist die einzige Szene, wo wir den Filmscore leise hören können, ansonsten verzichten die Coens auf den Soundtrack und zeigen dabei, wie spannend die Stille sein kann.
Die letzten 20 Minuten werden das Publikum wohl in zwei teilen. Wer einen eindeutigen und klaren Schluss erwartet, hat Pech, stattdessen gibt es ein Ende, das für viele Interpretationen offen steht, in seiner Message aber doch sehr präzise ist.
Fazit: 8 Oscar Nominationen? No Country For Old Men hätte neun Trophäen gewinnen sollen! Schnitt, Kamera, Ton - im neusten Coen-Film stimmt einfach alles. Alle Agierenden geben unter der spitzen Regie der Coens einen genialen Job ab, nicht zu vergessen auch Josh Brolin, der die Hauptrolle spielt. Besser werden die Coens wohl nie mehr.
No Country For Old Men ist ein klasse Film, der es schafft zwei Stunden lang spannend zu bleiben und das Ende völlig offen lässt. Die Schauspieler sind allesamt brillant, der Oscar für Javier Bardem geht in Ordnung, Tommy Lee Jones hätte besser für diesen Film die Nomination erhalten. Josh Brolin spielt gut, doch er kann qualitativ nicht ganz mit den vorher genannten mithalten.
Das Drehbuch ist wunderbar, es lässt sich viel herauslesen (auch aus dem Buch => Werteverfall im Westen, der "neuen" Welt, also ist der Rest der Welt ebenso verdammt) und es gibt viele vertrackte Dialoge, Beispiel:
Chigurh: "Keep it! It's your lucky quarter!" [...] "DON'T put it in your pocket!"
Tankstellenwart: "Why?"
Chigurh: "If you put in your pocket, then it scrambles with the other coins and it becomes nothing but a simple coin...which it is"
Der Film ist nicht die ganze Zeit ein Meisterwerk, vor allem am Anfang ist es mehr ein subtil-intellektuelles Bodycount-Spielchen, erst im zweiten Teil erhält No Country For Old Men etwas mehr Tiefe, vor allem auch durch die Dialoge von Tommy Lee Jones, wo die Moral jedes Satzes "This is no country for old men" ist.
Das Ende ist zwar nett gemacht, doch alles in allem zu abrupt, man ist etwas irritiert, dass plötzlich die Namen der Regisseure auf der Leinwand zu sehen sind. Etwas mehr Informationen hätte ich mir auch über Moss gewünscht.
Trotzdem ein sehr guter Film, der völlig verdient 4 Oscars gewonnen hat.
[Editiert von El Chupanebrey am 2008-03-02 11:59:56]
Dieser Film muss man gesehen haben!
Meiner Meinung nach hat er absolutes Kultpotenzial!
Die Dialoge sind sowas von unterhaltsam - ich möchte sie am liebsten auswendig lernen!
Naja der Kolben dient eigenlich nur dazu ein Loch zu machen, Hirn zerstören geschah, vor BSE, durch einführen eines kräftigen Drahtes und anschliessendem Rumgegerühre mit demselbem, durch betreffendes Loch.
Die Amiversion des Geräts war hier in Europa nicht gebräuchlich wir hatten Treibsätze
Absolut deiner Meinung und dass sies nicht bis "ins Detail" aufgeklärt haben, ist völlig passend. Aber ich hätte mir halt "äs bitzli" mehr Infos gewünscht am Schluss. Aber eben. S'war spät und so richtig kombinieren und nachdenken fiel schwer...
Anyway, der Film ist klasse und gefallen sogar solchen Leute, die sich für diese Filme nicht begeistern können.
Ich kann mich nicht für solche Filme begeistern, das heisst nicht, dass sie nicht gefallen.
Sweeney Todd hört ja auch mit einem Ende auf, das nicht alles erklärt, dafür sehr gut passt. Bei No Country for Old Men verzettelt er sich gegen Ende immer mehr und zieht das ganze mit Tommy Lee Jones und einigen hineineschobenen Szenen noch mehr in die Länge, anstatt es einfach sauber mit einem Knall - oder was auch immer - abzuschliessen.
Im Gegensatz zu "Fargo", dessen Message doch sehr hoffnungsvoll war, propagiert der Film doch einen ausgeprägten Nihilismus, so ala Dürrenmatts "Versprechen", deshalb wäre imho eine "Auflösung bis ins Detail" unpassend gewesen.
Ja, so blöd bin ich auch nicht... Das hab ich auch gemerkt...
Es fehlt mir halt ein Ende, das klarer "kommuniziert" geworden wäre.
Hmm, was war denn unklar am Ende?
Falls es um das Schicksal von Misses gehen sollte, da hat jemand, als er aus dem Haus trat, seine Schuhe abgetreten...
wie kann einem "fargo" nicht gefallen???
Wenn dir Filme wie Fargo gefallen, wir dir No Country for old Men sicher gefallen.
ich hab' ihn ja noch nicht gesehen, aber ich glaube halt wirklich nicht, dass man jeden film mit dem horror/action/thriller-schema beurteilen kann...
Hervorragend langsam in Szene gesetzt, kurrlige Sprüche, kultige Figuren (das Sheriff-Duo fand ich klasse), ein überragender Javier Bardem (für so eine Frisur braucht man schon Mut...) und die Rauheit von Texas, die man ihn praktisch jeder Szene spürt. Auch Josh Brolin ist klasse, mumelt aber (wie auch TL Jones) etwas gar viel.
IMO ein verdienter Gewinner der Oscars, der eine interessante Story bietet (die sich leider am Schluss nur ungenügend und sehr unklar auflöst), schauspielerische Topleistungen hervorbringt und Lust macht auf mexikanisches Essen und Bier.
Super Sache. Wenn das Ende jetzt noch ein bisschen klarer gewesen wäre, hätt ich doch glatt die volle Punktzahl vergeben können.
*Romanvorlage*
Wieder einer dieser konstruierten, ungewöhnlichen und ach so speziellen Oscar Filmen.
Die Story ist gesucht, die Handlung kommt nur sehr langsam voran und wegen fehlendem Soundtrack, den fehlenden Überraschungen und der linearen Entwicklung bleibt auch die Spannung aus. Ein Finale, geschweige denn eine ordentliche Auflösung sucht man am Ende auch vergebens.
Wenigstens können sie einen grossartigen Killer liefern, der nicht nur nette Sprüche vom Stapel lässt, sondern auch einen einzigartigen Look sowie Vorgehensweise bietet. Da ist sicher gute Unterhaltung garantiert.
Während die meisten Schauspieler gute Leistungen bringen, enttäuscht Tommy Lee Jones aufs neue. Inzwischen scheint er ein Alter erreicht zu haben, wo er nur noch deprimiert in die Kamera schauen und irgend einen Text vor sich hinbrabbeln kann, den man beim besten Willen kaum verstehen kann. Wie es scheint hat er sein Verfallsdatum überrschritten.
Fazit: Einige bitterböse Dialoge, Szenenhumor und ein genialer Killer, das beleibt von No Country for Old Men hängen. Der Rest hat man schon gesehen...
Ach, wir hätten da noch was:
» Ab zur Vorpremiere!
Wiedereinmal ein äusserst skurriler Coen-Film, vollgepakt mit originellen - nicht zwingend geistreichen - Dialogen, einer durchwegs spannenden Story und einer gehörigen Portion schwarzen Humors. Dazu gesellen sich die typisch, schrägen Figuren, welche mit Tommy Lee Jones, Josh Brolin und Javier Bardem ideal und perfekt besetzt sind. Besonders letzterer ist grossartig und mir wohl unvergessen in Erinnerung bleiben. Seit Fargo sicher eins der blutigsten und brutalsten Werken der Coens. Doch auf Grund der kargen und rauen Inszenierung (praktisch kein Score) kann man sich dessen einfach nicht entziehen.
[Editiert von mat am 2008-02-12 20:36:57]
Solche Meinungen solls auch geben...
Weisst du, man kann sich 6er-Wertungen auch einreden (ich nehme mich selbst da nicht raus, von wegen I'm Not There und so
). 
Keine Kritik, ich freu mich auch wahnsinnig auf No Country For Old Men, trotzdem sehe ich mir Wertungen unter 5 (was ja im 4er-Fall auch noch "Gut" heisst) nicht ungläubig an.
@th
Nur vier Sterne?
in der schweiz kommen selten gekürzte fassungen ins kino
weshalb sollte der film gekürzt sein?
Weis jemand, ob der Film bei uns Cot oder Uncut laufen wird.
Ich habe bei SFV nachgefragt, doch die konnten mir nicht helfen und eine Kontaktadresse von Universal konnte ich nicht finden.
Die Fucks kommen nur bei The Big Lebowski und aus dem Mund von Steve Buscemi in Fargo sehr oft vor, ansonsten werden sie bei den Coen-Filmen sehr selten eingesetzt (zumindest bei denen die ich gesehen habe, Barton Fink habe ich noch nicht angeschaut).
So, jetzt habe ich endlich Zeit gefunden, das Drehbuch zu lesen und kann neh nur zustimmen. Grandios! Die Dialoge sind absolute Spitzenklasse, immer angehaucht mit dem typisch jüdischen Humor der Coens. Nicht nur sind sie superbe Geschichtenerzähler, sondern auch feine Figuren- und Detailzeichner. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses geniale Script zu lesen. Der Oscar ist hier auch nicht mehr weit. Ich selbst habe jedenfalls den Streifen schon richtig vor mir gesehen, bin jetzt also doppelt auf das wirkliche Endprodukt gespannt. Meine Prognose ist jedenfalls ein verdammt spannendes Meisterwerk von Anfang bis Schluss.
(Die für die Coens typischen "Fuck"s kommen dieses Mal übrigens nie vor, ausser ein einziges Mal, wo es von einem Jungen gesporchen wird: "Look at that fuckin' bone")
Höchstwertungen für No Country for Old Men
Momentan ist No Country for Old Men auf dieser Liste ganz oben und zwar auf dem stolzen Platz #16!
Ob er diesen Platz halten kann, bezweifle ich, jedoch darf er jetzt gerade den Vorrang vor vielen genialen Filmen wie Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring, C'era una volta il West, The Usual Suspects, Memento, Taxi Driver etc. etc. geniessen.
Auch der Cirtics Tomatometer ist beim neusten Coen-Streich fast voll.
Der Oscar für Javier Bardem für "Best Actor in a Supporting Role" gillt sowieso schon längst als abgemacht und auch die Coens selber haben offenbar verdammt gute Chancen auf die Goldstatue.
Nun, diese Facts machen das Warten nicht gerade einfacher.... Ich verkürze mir die Wartezeit auf jeden Fall mit dem Screenplay, das ich in den Ferien bestimmt verschlingen werde.
immerhin kommt er noch. auch schon war er vom verleiher gestrichen...
Jetzt müssen wir noch bis am 10.04.08 warten, um den Film im Kino zu sehen? Jesses, die Amerikaner kommen schon ab heute in den Genuss von dem neusten und offenbar genialem Cohen-Streich! Ich wette dort kommt sogar die DVD vor unserem Kinostart raus...
@neh
Warum bist du auf 6 Sterne umgestiegen?
[Editiert von henker am 2007-11-21 18:33:43]