Next (2007)
Next (2007)
Oder: Was passiert jetzt? Und jetzt? Und jetzt?
In Las Vegas gibt es eine kleine und meistens spärlich besuchte Zaubershow. Dort präsentiert Frank Cadillac, dessen richtiger Name Cris Johnson (Nicholas Cage) ist, seine Tricks und Kniffs. Niemand weiss, dass dieser Mann nicht bloss die übliche Westentaschenmagie beherrscht, sondern auch noch eine Gabe hat. Er kann bis zu zwei Minuten in die Zukunft schauen.
Da diese kleine Show finanziell nicht grad lukrativ ist, macht sich Johnson nach Arbeitsschluss noch auf, um die diversen Casinos um ihr Geld zu bringen. Klar, wenn man zwei Minuten in die Zukunft schauen kann, hat das natürlich Vorteile. Seine Gabe nützt ihm auch bei der Flucht vor dem Sicherheitspersonal, das ihn heute jagt, weil der Mann nicht länger als "unverdächtig" durchgeht.
Nur einmal konnte er bisher länger als zwei Minuten in die Zukunft blicken. Und da sah er in einem Cafe die Liebe seines Lebens, Liz (Jessica Biel), auf die er nun warten muss. Er weiss zwar die Uhrzeit, aber nicht das Datum. Drum kanns durchaus noch eine Weile dauern, bis die Dame ins Blickfeld kommt. Als sie dann auch tatsächlich auftaucht, weiss sie natürlich noch nicht, dass sie sich durch die Bekanntschaft von Cris Johnson in Lebensgefahr begibt.
Zusätzlich bekommt Cris Johnson auch noch Besuch von der FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore). Da er aber ja bereits weiss, was sie von ihm will, setzt er sich ein weiteres Mal ab, nur um zu merken, dass das FBI keinesfalls locker lässt. Die brauchen nämlich Johnsons Gabe, da Terroristen (Franzosen und Deutsche, u.a. Thomas Kretschmann) eine Nuklearwaffe in die Staaten geschmuggelt haben und diese zünden wollen. Und um den Ort herauszufinden, soll Cris Johnson in die Zukunft blicken.
Kinofilm-Rating
Alle Jahre wieder gibt es diesen überraschenden Actionfilm, der nicht gross beworben wird und dann im Kino die Leinwand zum brennen bringt. Deja Vu war so einer und jetzt kommt mit Next der nächste Kandidat. Basierend auf einer Geschichte von Philip K. Dick, der auch schon die Vorlagen für Minority Report, Paycheck oder Blade Runner geliefert hat, hat sich nun Lee Tamahori (XXX: State of the Union, Die another Day) aufgemacht, die Geschichte eines Mannes zu erzählen, der eine erstaunliche Gabe hat. Er kann nämlich in die Zukunft blicken.
Wer den Trailer gesehen hat, der kann sich in etwa denken, wie der Hase läuft. Coole Kameraeinstellungen, Special-Effects und eine nervende Julianne Moore. Genau das kriegt man auch geliefert. Dazu noch einen gut aufgelegten Nicholas Cage, der wirklich in die Rolle passt und die hinreissende Jessica Biel, die zwar anfänglich etwas gar schnell Vertrauen zum "komischen" neuen Liebhaber-Anwärter fasst, aber dann ihre Nebenrolle (mehr ists leider nicht) gut hinter sich bringt.
Was leider einen nicht so ganz prickelnden Eindruck hinterlässt, sind einerseits die ruhigeren Szenen, die meist überflüssig sind und die Geschichte keinen Meter vorantreiben. Sie nehmen dem Film zwischendurch recht den Wind aus den Segeln und trüben den guten Eindruck von Next ein bisschen. Andererseits ist da die nervende und sehr oberflächlich behandelte Figur der Julianne Moore. Keine Tiefe vorhanden, kein Anflug von Sympathie (immerhin ist sie ja eine der Guten) und überhaupt, spielt sie den Part recht ernst und emotionslos.
Von Thomas Kretschmann als unterforderter und drum völlig deplatzierter Killer fangen wir am besten gar nicht an.... Dafür darf sich Alice Kim zum ersten Mal auf der Leinwand zeigen. Wer das ist? ...Dänk die wehrte Gattin von Nicholas Cage :)
Fazit: Next macht Spass, wenn man sich auf die Geschichte einlässt und auch bei den Actionszenen das Auge mehr als einmal zudrückt. Setzt man das voraus, fetzt der Film zeitweise ganz schön und in den stillen Szenen hat man richtig Zeit, um in die Popcorntüte zu langen oder am Cola zu schlürfen.
![]()
3.2 Sterne (98 Bewertungen) | 20 Kommentare



