Music and Lyrics (2007)
Mitten ins Herz - Ein Song für dich
Music and Lyrics (2007) Mitten ins Herz - Ein Song für dich
Oder: Pop, goes my Heart
Alex Fletcher (Hugh Grant) war mal ein Star. Mit seiner Band "PoP" machte er in den 80-er Jahren die Hitparaden unsicher und mit seinem patentierten Hüftschwung liess er die Mädchen von damals kreischen. Dann aber trennte sich das Musik-Duo und während sein Bandkumpel eine Weltkarriere startete, verlor sich Alex Fletcher in den Tiefen der Anonymität. Sein Solo-Album wollte niemand kaufen und so tingelt er heute, noch immer in hautengen Hosen, durch die Vergnügungsparks, deren Aufträge sein Manager (Brad Garrett) für ihn organisiert.
Dann aber sieht Alex eine Chance gekommen, die er kaum mehr erhofft hätte. Der angesagteste Jungstar "Cora" (Haley Bennett), ("she's bigger than Britney and Christina put together"), ist ein Fan von "PoP". Sie will drum gerne einen Song auf ihrer aktuellen Welttournee zusammen mit Alex einspielen. Er möge doch den fixfertigen Hit nächsten Freitag parat haben. Wenn nicht, würden andere "Retro-Stars" noch in der Reihe stehen, um zu übernehmen.
Ein Hit bis Freitag? Für einen Mann, der seit Jahren nichts mehr getextet hat, ein fast unmögliches Vorhaben. Bis es an seiner Wohnungstür klingelt und die Pflanzenlady kommt. Sophie (Drew Barrymore) ist ein aufgewecktes, bisschen durchgedrehtes Fräulein, das mit ihrer Plapperei vollkommen überraschend in Alex' Leben platzt. Und siehe da. Während der professionelle Texter über die Versuche am Piano nur milde lächelt, steigt Sophie sofort in die jeweiligen Strophen ein. Zusammen versuchen sie nun, der Pop-Prinzessin "Cora" einen Hit zu schreiben.
Es bleibt natürlich nicht beim Songschreiben. Sophie und Alex beginnen sich zu mögen, entdecken Gemeinsamkeiten und sind voll guten Mutes, als sie ihren Song vorstellen. Unter diesem Druck bleibt allerdings fast keine Zeit, sich besser kennen zu lernen und so kommen die persönlichen Probleme von Sophie ebenfalls überraschend. Denn sie ist keineswegs die Frohnatur, als die sie Alex kennen gelernt hat. Auch Sophie hat eine Geschichte zu erzählen. Wirds trotzdem eine Happy-End geben?
DVD-Rating
Sobald eine Komödie mit Hugh Grant angesagt ist, darf man inzwischen davon ausgehen, dass der Kerl nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern auch irrwitzige Sprüche an den Mann bringt. Dies, im Zusammenhang mit schöner Musik und einem zum Schreien komischen Musikvideo aus den 80-er Jahren, macht genau die Klasse von Music and Lyrics aus.
Nein, der Film hat keine besonders innovative Geschichte, keinen grossen Spannungsbogen oder dramatische Momente zu bieten. Musice and Lyrics lebt von dem Zusammenspiel seiner beiden Hauptfiguren, den staubtrockenen Sprüchen von Hugh Grant und natürlich dem angesprochenen Musikvideo, das die ersten paar Minuten des Films zu einem Lachfeuerwerk machen. Ausserdem geht "Pop, goes my Heart" einem nicht mehr aus dem Ohr. Inzwischen wurde das Lied auch noch als Single ausgekoppelt und düste ein bisschen in den UK-Charts herum.
Hugh Grant spielt "seine" Rolle, die er einfach am besten kann. Einen Single, der sarkatisch, zynisch und trotzdem ein Frauenschwarm ist. Vor allem wenn er mit seinem Po wackelt, den "Töff-Tanz" vorträgt und damit die Frauen zum kreischen bringt. Hervorragend dazu passt hier Drew Barrymore, die, ebenfalls typisch, ein wenig schusselig, vorlaut aber herzig agiert und natürlich im grossen Finale das eine oder andere Tränchen vergiessen darf. Zu den beiden sehr sympathischen Hauptrollen gesellen sich Nebendarsteller, die in ihren Auftritten ebenfalls recht lustig und sympathisch daherkommen.
Fazit: Music and Lyrics mag keine Überkomödie sein, die mit Neuheiten oder innovativen Ideen glänzt. Dafür ist die Geschichte zu simpel. Dafür glänzen die Darsteller, der Witz ist herrlich und die Musik bleibt einem im Ohr hängen. Ein schöner Film für alle diejenigen, die sich ein bisschen Romantik in den grauen Alltag reinholen wollen.
Als Extra auf der DVD darf natürlich das vollständige Musikvideo vom Anfang des Filmes nicht fehlen. Dazu ist ein schönes Making-Of abrufbar, in dem die Darsteller und Macher unter anderem erzählen, wie es zum Film kam und wie sich Hugh Grant dabei fühlte, hinter dem Sangesmikro zu stehen. Eine lustige Sache sind auch Bloopers und Versprecher. Auch ihnen wird ein eigenes Feature gewidmet. Die beiden zusätzlichen Szenen sind dann eher Geschmacksache.
Hoher Standard wird in Sachen Ton und Bild geboten. Keine sichtbaren Störungen, die Songs kommen klar durch die Boxen, auch wenn für einen solchen Film keine aufwändigen Sound-Anlagen nötig sind.
![]()
4.2 Sterne (73 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 17.08.2007
- Bildformat: 1.78:1 (16:9 anamorph)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Musikvideo, Nicht verwendete Szenen, Making-Of, Bloopers




