Les Murs porteurs (2007)
Cycles
Les Murs porteurs (2007) Cycles
Oder: Ich fühle meinen verstorbenen Mann noch immer
Die Familie Rosenfeld wohnt in Paris. Simon (Charles Berling) ist erfolgreicher Buchautor, geschieden und hat eine Tochter im Teenageralter, die ihm deutlich zeigt, dass er sie vernachlässigt hat. Simons Schwester Judith (Miou-Miou), ebenfalls geschieden, lebt total auf sich alleine gestellt und tut alles, um ihren Sohn zu verwöhnen, der gerade in eine eigene Wohnung gezogen ist. Mutter Frida (Shulamit Adar) schaut sich ständig Videos aus der Vergangenheit an und kehrt total apathisch und verwirrt immer wieder an die Rue Turenne zurück, wo sie vor 30 Jahren mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann und den Kindern gelebt hat. Sie hofft, ihren Mann dort wiederzufinden...
Kinofilm-Rating
Les murs porteurs hat sowohl schwermütige, depressive wie auch schöne und berührende Elemente. Wer von uns kennt dieses Gefühl schon nicht, schönen Erinnerungen nachzuhängen? Im Vordergrund der Geschichte stehen die Demenz im Alter und Erinnerungen an alte Zeiten, zudem wird ein verworrenes Netz gesponnen aus alltäglichen Problemen aller im Film beteiligten Personen. Wunderschöne Klavierstücke untermalen verschiedene Szenen, aber dies tut der ermüdenden Story leider auch keinen Abbruch.
Miou Miou beweist immerhin, warum sie seit 1980, wo sie für ihre Rolle als Prostituierte in La Dérobade einen César erhielt, zur Topgarde der französischen Schauspielerinnen gehört. Sie ist nicht nur bekannt, sondern auch schauspielerisch top. Auch ihr Schauspielkollege Charles Berling spielt seine Rolle als erfolgreicher Buchautor, welcher nicht mit seiner Tochter klar kommt, überzeugend. Und obwohl Giovanna Mezzogiorno im Film nur eine Nebenrolle einnimmt, spielt auch sie ihre Rolle fabelhaft: Die Italienerin besticht mit ihrer ruhigen Art, der angenehmen Stimme und der ausdruckslosen Mimik.
Fazit: Der Film ist von der Story her betrachtet ziemlich ermüdend und lasch, und das Thema wird auch nicht jeden interessieren. Viel zu lachen gibt es im Film nicht, aber die Frage betreffend des Älterwerdens stimmt nachdenklich und die Schauspieler haben ihre Arbeit gut gemacht.
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2.0 Sterne (2 Bewertungen) | 1 Kommentar


