Mr. Magorium's Wonder Emporium (2007)
Mr. Magoriums Wunderladen
Mr. Magorium's Wonder Emporium (2007) Mr. Magoriums Wunderladen
Oder: Das ultimative Kinderparadies
Er ist stolze 243 Jahre alt und doch noch ein Kind geblieben. Mr. Magorium (Dustin Hoffman) spielt für sein Leben gern und wo kann er das besser als im eigenen Spielzeugladen. Da Mr. Magorium kein durchschnittlicher und normaler Mensch ist, geht auch im Laden alles drunter und drüber. Die Magie des Meisters springt auf die Spielzeuge über und da bewegen sich Stoffpuppen, fliegen richtige Flugzeuge oder springen Gummibälle in x-facher Ausführung einfach so durch die Gegend. Ja, Mr. Magoriums Wonder Emporium ist das Paradies eines jeden Kindes.
Als Managerin dort angestellt ist Molly Mahoney (Nathalie Portman). Sie war einst ein Wunderkind am Klavier, hat aber den Sprung vom ewigen Talent zur etablierten Künstlerin nicht geschafft und ist nun ein Teil dieses magischen Ladens geworden. Obwohl sie sich von ihrem Leben mehr versprochen hatte, gefällt ihr der Job und mit den Kids hat sies auch gut.
Aber Mr. Magorium mag nicht mehr. Seit 114 Jahren leitet er nun seinen Spielzeugladen und das soll genug sein. Ausserdem hat er keine Schuhe mehr und will sich "verabschieden". Als letzte Tat engagiert er einen Buchhalter (Jason Bateman), der den Wert des Ladens bestimmen soll. Ausserdem macht er Mahoney das Angebot, den Laden weiter zu führen.
Wie wenn der Prozess der Abnabelung für Magoriums Freunde nicht schon schwierig genug wäre, zickt jetzt auch der Laden rum. Aus dem kunterbunden Spielparadies wird eine graue und unattraktive Höhle. Jetzt liegt es an Mahoney, dem kleinen Eric und dem "Mutanten", den Laden wieder zu füllen. Mit Freude, Liebe, Herz und vor allem: Magie.
Kinofilm-Rating
(Vor-)Weihnachtszeit, Märchenzeit. Während Fred Claus mit dem klassischen Weihnachtsmannmotiv auf Publikumsjagd geht und Enchanted die Märchen an sich als Thema hat, versucht Regisseur Zach Helm (schrieb das Drehbuch zu Stranger than Fiction) mit einer wahrhaft magischen Geschichte die Leute ins Kino zu locken. Und das klappt wunderbar.
Mr. Magoriums Wonder Emporium spielt an einem Ort, der (nicht nur) für Kinder ein Paradies zu sein scheint. Ein Spielzeugladen, in dem alles kreucht und fleucht und in dem die Kids so richtig rumtollen dürfen. Mittendrin steht ein wundervoll aufgelegter und glänzend agierender Dustin Hoffman, der inzwischen wohl auch als Laib Brot beeindruckend wäre. Der Kerl hats einfach drauf, versprüht den nötigen kindlichen Charme und verleiht seiner Figur die Herzlichkeit, Sympathie und die gewisse Spinnerei, die ein solcher Spielzeugmann braucht. Es ist, wie meist, ein Genuss, dem Herrn über die Schulter zu gucken.
An seiner Seite agiert Nathalie Portman ein bisschen zwiespältig. Einerseits sieht man ihr die Freude über die Rolle und den Film an, andererseits tut sie sich schwer, spontan und überzeugend zu wirken. Ihr Haar ist wieder gewachsen (nach V for Vendetta trug sie stolz eine Glatze spazieren) und ihr Lachen ist wunderbar. Trotzdem fehlt da zwischendurch einiges an Überzeugungskraft, dass man ihr ihre Rolle abnehmen könnte.
Der Dritte im Bunde ist Jason Bateman (The Kingdom). Er guckt ein paar Mal recht dumm, hat einige Lacher auf seiner Seite und sein Charakter wandelt sich stetig. Aber auch er hat gegen den toll aufspielenden Dustin Hoffman keine Chance. Ja noch nicht mal der niedliche Zach Mills, der den kleinen Eric darstellt, hat da was zu melden.
Der Film ist ein farbenprächtiges Märchen, das nicht nur Kinder zu interessieren mag. Auf viele Einzelheiten ist zu achten, die animierten Figuren sind herzig und süss und auch wenn der Film gegen Ende an der weit verbreiteten Krankheit leidet, dass er den anfänglichen Schwung nicht bis zum Schluss mitnehmen kann, so dürfen Eltern hier ohne mit der Wimper zu zucken mit ihren Kids ins Kino. Spass hat jeder. Versprochen.
Fazit: Mr. Magoriums Wonder Emporium ist kindertauglich und besteht auch vor kritischen Erwachsenen. Klar, es ist kitschig, übertrieben und die "Magie" wird ein bisschen übertrieben dargestellt. Aber damit muss man rechnen, wenn man einen Film schauen geht, der einen Dustin Hoffman auf dem Plakat hat, der mit wirrer Frisur und schief grinsend die Arme ausbreitet. Oder?
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