Michael Clayton (2007)
Michael Clayton (2007)
Oder: What else?
Michael Clayton (George Clooney) heisst der Mann für dreckige Angelegenheiten bei der noblen New Yorker Anwaltskanzlei Kenner, Bach & Leedens. Wo immer etwas schief läuft, ist er als Troubleshooter zur Stelle und sorgt für schnellstmögliche Schadensbegrenzung. Seine Dienste sind auch gefragt, als eines Tages Arthur Edens (Tom Wilkinson), einer der Top-Anwälte der Kanzlei, den Verstand zu verlieren scheint. Edens' Klientin ist die weltweit tätige Biotechfirma U/North, die wegen gesundheitsgefährdenden Produkten in eine Sammelklage verwickelt ist.
Während einer Anhörung eines Opfers beginnt Edens plötzlich wirr vor sich hinzureden und sich auszuziehen. Auch danach beruhigt er sich nicht, sondern versucht im Gegenteil, Beweise gegen U/North zu sammeln. Deren oberste Rechtsverantwortliche, Karen Crowder (Tilda Swinton), verfolgt das Geschehen mit wachsender Nervosität. Ihre Karriere hängt entscheidend vom erfolgreichen Prozessverlauf ab. Als auch Troubleshooter Michael Clayton den Irrläufer nicht wieder auf die Bahn zu bringen vermag, sondern dieser sich im Gegenteil immer mehr zur ernsten Bedrohung für U/North entwickelt, greift sie zu drastischeren Mitteln...
DVD-Rating
Der Thriller führt ein Leben im filmischen Auf und Ab. Vielfacht werden Geschichten als spannend angepriesen, entpuppen sich dann aber als Schlaftabletten. Mit Michael Clayton kam dann wieder einmal ein Film zu uns, der diesen Kreis durchbrechen konnte und nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch überzeugende Darsteller zu bieten hatte. Das dachten auch die Menschen der Academy und verliehen Tilda Swinton ein goldenes Männchen für ihre Leistung als "beste Nebendarstellerin".
Mittendrin in der Geschichte um Loyalität, Firmen mit Dreck am Stecken und durchdrehenden Anwälten begegnen wir George Clooney. Der Kerl wird scheinbar mit jedem "ernsteren" Film besser und hat sich inzwischen vom Schönling zum überzeugenden Darsteller gemausert. Er spielt Michael Clayton, der als Ausputzer einer grossen Anwaltsfirma sich plötzlich zwischen den Fronten sieht. Einerseits sagt ihm der gesunde Menschenverstand, sich auf die vermeintlich gute Seite zu stellen, allerdings wird er auch von der knallharten Rechtsanwältin Tilda Swinton gejagt.
Michael Clayton ist ein Film geworden, bei dem das Popcorn schön beseite gelassen werden soll und der die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers erfordert. Die Geschichte ist verstrickt, zeitweise unübersichtlich, aber immer immens spannend. Das ist aber gleichzeitig auch sein "Problem". Denn wer nicht optimal konzentriert an diesen Film herangeht, wird später vollends den Faden verlieren. Und diesen Zustand über knapp 120 Minuten zu behalten, ist schon eine kleine Kunst.
Fazit: Michael Clayton ist hochstehendes und intelligentes Kino, das ausserdem noch spannend und interessant ist. Definitiv kein Film für diejenigen, die an einem Sonntag-Abend leichte Unterhaltung suchen und sich von George Clooney ein paar schmachtende Blicke von dem Bildschirm erhoffen. Ausserdem sehen wir den erst kürzlich verstorbenen Sydney Pollack in einer seiner letzten Filmrollen.
Die DVD hat leider nur ein "Pro7-Making-Of" zu bieten, was inhaltlich leider gar nichts Neues an den Tag bringt. Aber hauptsache, George Clooney ist zu sehen. Die zusätzlichen Szenen sind mit optionalem Kommentar ausgerüstet und wer Lust hat, darf sogar Darstellerinfos ab Texttafeln lesen. Irgendwie halt schon nicht so richtig optimal, so eine Ausstattung der DVD. Dafür ist sie in technischer Hinsicht sehr gut. Ton und Bild sind wie gewohnt klar und deutlich und hinterlassen einen sehr guten Eindruck.
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4.1 Sterne (82 Bewertungen) | 4 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 07.07.2008
- Bildformat: 2.40:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
- Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Making-Of (20 Minuten), Deleted Scenes, Darstellerinfos


