Live Free or Die Hard (2007)
Die Hard 4
Live Free or Die Hard (2007) Die Hard 4
Oder: Do not touch my daugther
Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) ist der Kopf einer Gruppierung, welche die globale Vernetzung zur Erlangung der Macht über die USA zu nutzen versucht. Nach Gabriels Theorie bestehen ziemlich grobe Löcher in der Sicherheit der meisten Systeme und er geht davon aus, dass man mit etwas Geschick all die Systeme fernbedienen kann. Sollte ihm dieser Schritt gelingen, hat er eine ganze Nation in der Hand. Seine Geliebte Mai Lihn (Maggie Q) übernimmt die Funktion der ausführenden Gewalt, indem sie die besten Hacker zu Höchstleistungen trimmt und nicht mehr nutzbare Individuen ausschalten lässt. Durch ein geschicktes System der Dezentralisierung tragen alle einen kleinen Teil zum Gesamten bei, ohne jedoch genau zu wissen was und für wen sie es tun.
John McClane (Bruce Willis) hat eine kleine Auseinandersetzung mit seiner Tochter Lucy (Mary Elizabeth Winstead), als ihn ein Funkspruch erreicht. Er erhält die Order, einen angeblichen Hacker namens Matt Farrell (Justin Long) aufzugreifen und ihn in Washington D.C. bei Homeland Security abzuliefern. Doch diese Mission ist etwas komplizierter als gedacht: Eine Gruppe von Gabriels Söldnern versucht nämlich krampfhaft den jungen Farrell auszuschalten. Doch sein neuer Beschützer McClane vermag sich gegen die schiesswütigen Typen ganz gut zu wehren.
In D.C. angekommen, geht das richtige Chaos erst los: Gabriel legt den gesamten Verkehr lahm, setzt alle Behörden mit angeblichen Anthrax-Alarmen ausser Gefecht und lässt dann die Telekommunikation zusammenbrechen. Bald können McClane und Farrell eins und eins zusammenzählen und erkennen, was da abläuft. Da Homeland Security keine Zeit für einen einzelnen Hacker und einen Cop aus der Steinzeit haben, müssen McClane und Farrell auf eigene Faust gegen die digitalen Terroristen vorgehen.
Kinofilm-Rating
Bruce Willis alias John McClane ist wieder zurück auf der Leinwand. Alles begann, als er 1988 in Die Hard das nagelneue Hochhaus Nakatomi Plaza vollkommen verwüstete, um Frau Holly und deren Mitarbeiter an Weihnachten zu retten. Im Jahre 1990 wartet McClane in Die Hard 2 am Flughafen auf seine Frau, als ihm gewisse verdächtige Personen auffallen. Selbstverständlich kann er es nicht lassen, mit allen Mitteln gegen die Verbrecher vorzugehen - Materialschäden kümmern ihn dabei nicht die Bohne. Im dritten Teil wird 1995 der heruntergekommene McClane von den Bösewichten an der Nase herum geführt, bis er es satt hat und in McClanescher Manie für Ordnung sorgt. 12 Jahre später sind John und Holly offiziell geschieden. Nun fetzt sich John mit seiner Tochter, indem er ihr Typen vom Hals hält und alles besser wissen will. Wie wir es uns nicht anders gewohnt sind, trifft es wieder McClane der als Erster auf die böswilligen Machenschaften von einer terroristischen Gruppe aufmerksam wird. Er würde ja gerne in den Ruhestand treten, doch ausser ihm macht niemand diesen Scheissjob, also was bleibt ihm schon übrig?
Die Hard 4.0 steht seinen Vorgängern in keiner Weise nach. Logischerweise wurden gewisse Dinge etwas der heutigen Zeit angepasst, doch im Grossen und Ganzen bleibt alles beim Alten. Was im Vergleich mit den anderen Teilen sofort auffällt, ist, dass McClane nicht mehr raucht. Tatsächlich steht er den ganzen Tag ohne Glimmstengel und Aspirin durch - und das trotz all der Belastungen die er durchstehen muss. Er ist älter geworden, schlägt sich mit väterlichen Problemen herum und hat keine Haare mehr auf dem Kopf. Seine Gegenspieler hantieren mit modernster Technologie - etwas, wovon McClane wirklich nichts versteht, denn der lebt noch in der analogen Welt. Kaum beeindruckt von den technologischen Möglichkeiten, lässt er lieber seine Fäuste sprechen. Die schon erwähnte Einstellung des letzten wahren Kriegers gegen das Böse hat er noch immer fest in seinem Kopf sitzen und die Sprüche sind ihm glücklicherweise auch noch nicht ausgegangen. Auch die Angst, dass Die Hard 4.0 eine reine CGI-Schlacht werden könnte, wurde zum Glück nicht bestätigt. Es ist wirklich mal wieder ein schöner guter alter Actionstreifen mit einer "Scheiss auf Materialschaden"-Manier und coolen trockenen Sprüchen.
Neben Willis spielt Justin Long die Rolle vom Hacker Matt Farrell. Anfangs schwer beeindruckt von dem Heldentum McClanes , klopft er schon bald seine eigenen Sprüche und begrüsst den Oldschool-Cop im digitalen Zeitalter. Long spielt seine Rolle hervorragend und passt trotz des grossen Altersunterschieds gut an die Seite von McClane, denn zusammen geben sie ein gutes Team ab. An gewissen Stellen wurden dem jungen Hacker allerdings etwas sehr viel Wissen und Fähigkeiten zugemutet. Selbstverständlich sind die Big-Bosse von Homeland, FBI, NSA etc. wieder mal die grössten Tröööten und haben eh keinen Plan, was abgeht (was selbstverständlich so sein muss).
Seitens der Guten gibt es nicht viel zu bemägeln. Ihre Gegenspieler spielen ihre Rollen zwar sehr gut, doch wird hier in Sachen Technologie und Einfachheit etwas zu sehr übertrieben. Man erhält beinahe den Eindruck, dass sich jeder Computerfreak mit etwas Ehrgeiz überall einhacken und die Macht über alles ergreifen kann. Wenn Handys zu Supercomputern mutieren und Gebäude von nationaler Sicherheit durch zwei Wächter beschützt werden, wirkt dies nicht mehr sehr glaubhaft. Etwas Übertreibung muss ja aus rein dramaturgischer Sicht schon sein, doch an gewissen Stellen wurde hier etwas zu dick aufgetragen.
Fazit: Ein gutes männliches Actionmovie mit coolen Sprüchen und einem unsterblichen Helden. Eine wahre Kinofreude und äusserst unterhaltsam!
![]()
4.7 Sterne (169 Bewertungen) | 68 Kommentare




