Lions for Lambs (2007)
Von Löwen und Lämmern
Lions for Lambs (2007) Von Löwen und Lämmern
Mark Isham und Robert Redford haben bereits zwei Mal zusammengearbeitet: A River Runs Through It war Ishams grosser Durchbruch und eine verdiente Oscarnomination wert, Quiz Show musikalisch weniger auffällig und mehr an der Zeitperiode, in der der Film spielt, orientiert.
Der Score für Lions for Lambs ist wiederum anders geartet. Isham setzt hier mehr auf Atmosphäre und benutzt dafür viel Elektronik, einerseits als rhythmusbestimmende Farbe, andererseits als anhaltende Patches (oft Stimmensamples). Er mischt auch Klangfarben aus dem Orchester bei, in dramatisch-spannenden Momenten Blechbläser und in ruhigeren Passagen und speziell im letzten Drittel auch auf Streicher setzend.
Weniger als in Bobby, dessen Originalscore vor kurzem ebenfalls erhältlich ist, benutzt der Komponist auch Solostimmen aus dem Orchester, nebst dem vermehrten Einsatz des Cellos auch wieder die Trompete ("Last Shift"), gespielt vom fabelhaften Tim Morrison (wir kennen sein Spiel aus Apollo 13 oder Born on the 4th of July).
Lions for Lambs ist kein Score der unabhängig vom Film sofort auf Gehör stösst. Dafür ist die Musik zu atmosphärisch und Klangfarben orientiert aufgebaut und zu wenig auf der melodischen/motivischen Seite. Traditionalisten, die erst gegen Ende der CD auf ihren Geschmack kommen, dürften an der Musik weniger gefallen finden, als jene die offener für "progressivere Varianten" der Filmmusik sind. Mir jedenfalls hat die Mischung und die Steigerung innerhalb der CD gefallen, Fans des Komponisten werden auf alle Fälle Freude haben an Lions for Lambs.
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