In the Valley of Elah (2007)

In the Valley of Elah (2007)

Oder: Wenn Soldaten heimkehren

In the Valley of Elah

Lee Jones loves CSI

Mike, der Sohn von Ex-Militärpolizist Hank Deerfield (Tommy Lee Jones) und seiner Frau Joan (Susan Sarandon), ist soeben aus dem Irakkrieg nach New Mexico zurückgekehrt und seither spurlos verschwunden. Hank ist besessen davon, die Wahrheit über das Verbleiben seines Sohnes zu erfahren. Da die zuständigen Stellen nur mit den Schultern zucken und ihm auch Emily Sanders (Charlize Theron) von der Polizei New Mexico nicht helfen kann, macht er sich - altes Polizisten-Laster - selbst auf die Suche nach Indizien. Im Lauf der Ermittlungen stösst Hank auf immer mehr beunruhigende Fakten, die darauf hinweisen, dass Mike einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte...


DVD-Rating

Paul Haggis hatte 2004 mit Crash einen exzellenten Film auf die Beine gestellt, der dann auch an den Oscarverleihungen entsprechend gewürdigt wurde. Sein nächster Streich, In the Valley of Elah punktete ebenfalls bei der Academy und durfte sich für Tommy Lee Jones immerhin eine Oscarnominierung gutschreiben.

Der Film, und das konnte man aufgrund der Geschichte und der Thematik erwarten, ist recht schwer, traurig und fast ein bisschen deprimierend geworden. Wir verfolgen die Ermittlungen von Tommy Lee Jones, dessen Sohn ums Leben gekommen ist und der diese Tat aufgeklärt haben will. Mit Hilfe von Charlize Theron, die erstaunlich blass bleibt, werden nun verzerrte Videos analysiert, Soldaten befragt und unangenehme Fragen gestellt. Das funktioniert allerdings erst gegen Ende des Films richtig gut. Bis dahin muss der Zuschauer ein bisschen ausharren und darf sich Gedanken zum Irak-Krieg und dem Sinn des Ganzen machen.

Tommy Lee Jones spielt die Figur, die er scheinbar wirklich am besten kann. Grumpelig, wortkarg, ernst in die Kamera schauend und immer ein bisschen schlauer als die anderen. Dagegen haben dann auch seine Co-Stars praktisch keine Chance. In the Valley of Elah ist sein Film. Und auf den kann er mit Recht Stolz sein.

In kleineren Rollen sehen wir Susan Sarandon (sehr stark), Josh Brolin (American Gangster) oder Jason Patric (Narc), die aber, wie auch James Franco (Spider-Man 3), zu wenig Zeit bekommen, um aus ihren Rollen etwas griffiges zu machen. Das gleiche gilt leider auch für Charlize Theron, die kaum aus der Klischee-Schublade der alleinerziehenden Mutter herauskommt.

Fazit: In the Valley of Elah ist ein toller Film geworden, der von einem überragenden Hauptdarsteller geleitet wird, aber durch seine langsame Erzählweise zwischendurch ein bisschen mühsam wird. Das Thema ist zwar sehr interessant und diskussionswürdig, aber ein bisschen mehr Spannung und etwas weniger Tragik hätte dem Film schlussendlich gut getan.

In zwei Features wird uns dann noch aufgezeigt, wie die echten Soldaten mit den Problemen nach der Heimkehr aus dem Irak zu kämpfen haben. Wie haben diese Menschen den Film beeinflusst, was denken die Schauspieler über den Krieg und die Nachwirkungen oder wie finden die jungen Soldaten ihren Tritt im Alltag wieder. Das sind nur ein paar Themen, die in den beiden Dokumentationen aufgenommen werden und dem Zuschauer einen ansprechenden Blick hinter die Geschichte gewähren.

In the Valley of Elah ist ein leiser Film geworden, der die heimischen Boxen kaum gross beansprucht. Der Ton ist sauber und das Bild macht einen ebenfalls sehr guten Eindruck. Zwar sind die zwischendurch recht wackligen Bilder aus dem Irak sehr mühsam, aber das gehört zur Geschichte und wer erwartet schon Top-Qualität bei Handyfilmen? Eben.

4.4 Sterne 4.2 Sterne
4.4 Sterne (69 Bewertungen) | 3 Kommentare

4.5 Sterne4.5 von 0.0-6.0
25.08.2008 / ebe (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 14.08.2008

  • Bildformat: 2.35:1
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Nach Irak, Nach Hause kommen