In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale (2007)
Schwerter des Königs - Dungeon Siege
In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale (2007) Schwerter des Königs - Dungeon Siege
Oder: Boll im Mittelalter
Im Königreich von King Konreid (Burt Reynolds) verdunkeln sich die Wolken. Denn nicht nur sein Neffe Fallow (Matthew Lillard) will ihm an den Kragen und damit den Thron besteigen, sondern auch der böse Magier Gallian (Ray Liotta) lässt seine Monster auf die Menschen los. Die "Krugs" fegen übers Land und lassen kein Stein auf dem anderen.
Ganz alleine, nur mit Frau (Claire Forlani) und Sohn, lebt da auch Farmer (Jason Statham). Der wurde als kleiner Junge von Norick (Ron Perlman) gefunden und vom ganzen Dorf "erzogen". Seit langem lebt er aber als Einsiedler, bestellt die Felder und ist meistens mit sich und seiner Arbeit beschäftigt. Bis auch ihm die Krugs einen Strich durch die Rechnung machen.
Die Schergen Gallians entführen Farmers Frau und bringen seinen Sohn um, was den Vater stinkesauer macht. Er will Solana befreien und wenn er es dafür mit der ganzen Krugs-Armee aufnehmen will. Des Königs Hofmagier Merick (John Rhys-Davies) bietet ihm aber die Hilfe des Königs an, zu deren Gruppe auch die Waldfrau Elora (Kristanna Loken) und ihre Leute stossen.
Ausserdem verbindet Farmer etwas Spezielles mit dem König. Was genau, das weiss vorerst niemand. Ausser den Magiern. Aber die wissen ja immer etwas mehr als der Rest des Reiches....
DVD-Rating
Uwe Boll hat schon viel Müll abgeliefert. Sein Postal war grottig, und von den früheren Filmen, die meist auf irgendwelchen Videospielen basierten, fangen wir erst gar nicht an. Zur grossen Überraschung bekam der Mann dann aber für In the Name of the King Sechzig (60!!) Millionen Dollar zur Verfügung gestellt und scharte eine illustre Gruppe von bekannten Filmstars um sich.
Was dabei herausgekommen ist, muss leider als schwach und fast dämlich betitelt werden. Zwar macht Jason Statham (Crank, The Transporter) in den Kampfszenen einen guten Eindruck, will aber sonst nicht so recht in diese Geschichte passen. Cool sein alleine hilft bei einem solchen Drehbuch halt leider auch nicht weiter. Denn was auf der DVD-Hülle als "grosse, epische Kinoverfilmung in aufweniger monumentaler Kulisse" angepriesen wird, entpuppt sich als lahme Story mit schlechten Special-Effects und lustlosen Darstellern.
Apropos lustlos. Was zum Himmel haben sich Matthew Lillard (Scooby-Doo, Without a Paddle) und Altstar Burt Reynolds (Deliverance) wohl dabei gedacht, so uninspiriert und schon fast peinlich über den Bildschirm zu stolpern? Beide Mannen sind ein Gräuel, wobei Ersterer dem Fass wohl den Boden ausschlägt. Nur wenig besser kommt Ray Liotta (der drehte mal Goodfellas - lang ists her) daher, der meist vor Bluescreen agiert und ausser seinen blauen Augen keinen Eindruck hinterlässt. Ebenso wenig wie John Rhys-Davies, der "Gimli" aus Lord of the Rings 1. Dem hat der Grosserfolg aus Mittelerde sichtlich nicht gut getan.
Wer einigermassen punkten kann, ist Hellboy Ron Perlman. Der hat sich die Sidekick-Rolle geschnappt und bringt wenigstens ab und zu etwas Spass in die Sache. Die Damen Claire Forlani und Kristanna Loken (hey, die hat mal in Terminator 3 die Leinwand gerockt) halten sich zurück und sehen wenigstens gut aus.
Fazit: In the Name of the King ist schwaches und schlecht gemachtes Fantasy-Kino geworden, das nicht mal ansatzweise am Potenzial kratzt, das die Geschichte eigentlich hätte bieten können. Dazu kommen uninspirierende Quassel-Momente, nervende Darsteller und ein Jason Statham, der sich vielfach fehl am Platz gefühlt haben dürfte.
Auf der DVD, die entweder als Doppel- oder sogar Triple-Edition daherkommt, finden sich tonnenweise Interviews mit den Schauspielern, dem Regisseur und sogar einer Dame aus dem Bereich der Kostüme. Die sind alle nett und schön, aber viel zu kurz, als dass sie wirklich was aussagen könnten. Das Making-of ist interessant, vor allem wenn (aus welchen Gründen auch immer) der Regisseur über den Klee gelobt wird. In einem kleinen Beitrag werden wir dann noch hinter die Kulissen geführt und sehen dort, ohne Kommentar, einige Szenen und deren Probleme beim Drehen. Ein spezieller Audiokommentar (in Englisch und Deutsch) von Uwe Boll darf natürlich nicht fehlen. Auch wenn er dort vielfach ein bisschen sehr abschweift und schon bereits von seinen neuen Projekten schwärmt.
Technisch macht In the Name of the King einen akzeptablen Eindruck. Der Ton ist angenehm gelungen und auch das Bild lässt die Action klar und deutlich erkennen. Leider somit auch die schlechten Darstellerleistungen und die fragwürdigen Special-Effects.
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2.1 Sterne (26 Bewertungen) | 6 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 24.04.2008
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Audiokommentar Englisch und Deutsch, Making-Of, Behind the Scenes, Viele Interviews



