I am Omega (2007)
I am Omega (2007)
Oder: Lonely, I'm so lonely
Renchard (Mark Dacascos) ist allein. Mutterseelenalein. Seit ein Virus die Menschheit ausgelöscht zu haben scheint und an ihrer Stelle mutierte Zombies auf den Strassen wanken, hat sich der Wissenschaftler eingesperrt und sucht verzeifelt nach einem Ausweg aus dieser Misere. Er bringt Sprengsätze an diversen Stellen rund um die grosse Stadt an, denn seine letzte Chance auf Frieden ist die Auslöschung derselbigen.
Eines Tages geschieht das Unerwartete. Eine Videobotschaft von Brianna (Jennifer Lee Wiggins) erreicht ihn via Laptop und die hübsche Dame bittet Renchard, sie doch aus dem Stadtzentrum zu befreien. Ausserdem schwafelt sie was von "Antioch", dem letzten Zufluchtsort der Menschen. Als dann zudem noch zwei Militärs, Mike und Vincent, auftauchen, ists mit der Ruhe vorbei. Zu dritt machen sie sich auf den Weg in die Stadt, um Brianna zu retten.
Die Zombies sind keinesfalls sonnenscheu und attackieren unser Trio in jeglicher erdenklichen Lage. Die Gemeinschaft zerfällt und Renchard sieht sich zwar bald der hübschen Dame gegenüber, aber damit ists noch nicht getan. Denn Vincent, der Soldat, findet die Welt in der jetzigen Lage megageil. So richtig "Darwinistisch". Und da er einer der "Starken" ist, schiesst er Renchard nieder und schnappt sich das Mädel.
Doch Renchard wäre nicht Renchard, wenn er trotz Schusswunden und "unendlichen" Schmerzen sich nicht doch auf die Suche nach Brianna machen würde. Denn er hat die Hoffnung auf eine bessere Zukunft noch nicht aufgegeben.
DVD-Rating
Ganz clever. Wirklich ganz ausgetüftelt, was uns hier schon in der Titelleiste entgegenkommt. I am Legend war schon vergeben, Omega Man ebenfalls. Wie nennt man nun einen Film, der die Thematik des letzten überlebenden Menschen im Kampf gegen irgendwelche mutierten Zombies thematisiert? Genau, man mixt die beiden Titel zusammen und kommt dann auf I am Omega. Mit dem kann zwar keiner so richtig was anfangen, aber immerhin klingts bekannt und das sollte eigentlich für eine kleine DVD-Auswertung reichen, oder?
Mark Dacascos hat Kraft in den Händen und Füssen. Das hat er in unzähligen Kampfspielfilmen gezeigt und auch in Crying Freeman (seinem besten Film) und Le Pacte des Loups durfte er sich einem grösseren Publikum zeigen. Inzwischen ist er wieder ganz tief in der Videothekenecke verschwunden, schaut auf Kollegen wie Chuck Norris oder Wesley Snipes und darf nun sogar als Letzter der Menschen einen Film praktisch alleine auf seinen Schultern tragen.
Natürlich müssen wir uns über die Geschichte keine Gedanken machen. Der Mann kämpft gegen Mutanten (die auch am Tag rumrennen können), spricht mit einer Schaufensterpuppe im Wohnzimmer und kann nicht glauben, dass er einen Video-Feed auf seinem Laptop hat. Als dann auch noch Soldaten vor der Tür stehen, merkt der Kerl nicht, dass sie ihn linken wollen und läuft in sein Verderben. Immerhin kann er aber auch dann noch zurückkämpfen und ausgebildete Kampfmaschinen besiegen, als er zwei Gewehrkugeln in die Brust und eine ins Bein bekommen hat. Knallhart, der Junge....
Lohnt es sich denn überhaupt, I am Omega anzuschauen? Wer den schlechten Schauspielern noch was Gutes abgewinnen kann, sich an Prügeleien mit Zombies erfreut und keinen Wert auf irgendwelchen Informationsgehalt in Sachen Story verlangt, der darf hier mal ein Auge riskieren. Den anderen sei I am Legend eher empfohlen. Oder gar The Last Man on Earth, in dem Vincent Price der Originalgeschichte von Richard Matheson am nächsten kommt.
Als Extras wurden immerhin ein paar Bloopers, ein kleines Making-Of und ein Audiokommentar beigefügt. Die informieren zwar nur bedingt über den Film und die Hintergründe, bringen aber wenigstens ein bisschen Licht ins Dunkel. Technisch hingegen ist die DVD recht gewöhnungsbedürftig. Die Dialoge sind relativ leise, während die stetige Hintergrundmusik penetrant durch die Boxen fräst. Das Bild ist sehr dunkel und wenig farbig. Auch hat die Test-DVD zeitweise einen Schattenbalken gezeigt, der sich am oberen Bildrand festsetzt. Ärgerlich.
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0.6 Sterne (4 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 09.05.2008
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Audiokommentar, Making-Of, Bloopers, Trailer, Trailershow, Bildergalerie



