I Am Legend (2007)
I Am Legend (2007)

I am Legend ist endlich mal wieder ein James Newton Howard der deftigeren und grossangelegteren Sorte. Fans von Musiken wie The Postman oder Waterworld kommen hier voll auf ihre Rechnung. Viel thematisches und motivisches Material liegt bereit (zumeist basiert Howard seinen Score auf ein bereits im ersten Stück "My Name is Robert Neville" eingeführten 4-Noten-Motiv, das er geschickt zu einem längeren Thema ausweiten kann). Die ersten vier Tracks werden vom voluminösen und schwelgerischen Orchester, manchmal auch von einem Chor oder einer Solostimme unterstützt, dominiert. Nur ab und an in introvertierte Solopassagen (meist Klavier) schwenkend, die eine Spur Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit von sich geben.
Im Mittelteil der CD fliessen dann auch dunkle und pessimistischere Passagen in die Musik ein, Dissonanzen werden prägnanter, Erinnerungsbilder verschwinden im Nebel der Realität. Actionmomente sind überraschend wenige enthalten. Zuerst in kräftigen Rhythmen und mit viel Perkussion in "Darkseeker Dogs", dann mit noch mehr Energie und Drive im knackigen Fünfminüter "The Jagged Edge", einem der besten Actiontracks, die ich in letzter Zeit gehört habe! Wow!
I am Legend ist James Newton Howards beste Filmmusik seit Lady in the Water. Auf CD hinterlässt die Musik einen grossartigen Eindruck, schafft Gefühle, Emotionen, Spannung und Hoffnunsglosigkeit und Hoffnung mit einer Präsenz die in heutigen Filmmusiken alzu selten geworden ist, umso verwunderlicher ist, dass von den rund 43 Minuten Musik, die sich auf der CD befinden, nur rund 10 oder 15 Minuten im Film wirklich verwendet wurden. Sonst wäre diese Musik zweifellos der bessere Oscar-Kandidat gewesen als der klar schwächere Michael Clayton von Howard.
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