The Hitcher (2007)

The Hitcher (2007)

Oder: Was da so alles am Strassenrand steht....

The Hitcher

Wer kann da schon vorbeifahren?

Jim (Zachary Knighton) und Freundin Grace (Sophia Bush) wollen endlich mal verreisen. Das Auto ist gepackt, die Vorkehrungen getroffen und auf dem Klo war die Dame auch noch. Also kanns losgehen und die Vorfreude ist entsprechend gross. Als sie während eines Gewitters auf der Autobahn ein Auto mit Panne und einen dazugehörigen Autostöppler fast rammen, bleiben sie stehen und haben vor, den armen Kerl einzuladen. Doch die Angst vor dem mysteriösen Mann im Regenanzug macht ihnen einen Strich durch die Rechnung und in letzter Minute wird doch noch Gas gegeben. Soll der Kerl selber schauen, wie er ins Trockene kommt.

Der nächste Halt ist bei einer Tankstelle, unweit des Pannenfahrzeugs. Was anfänglich als Pinkelpause gedacht war, entwickelt sich zur Kompensation des schlechten Gewissens. Der Mann von draussen, John Ryder (Sean Bean), hats nämlich auch bis dahin geschafft und so wird unserem Pärchen vom überfreundlichen Tankstellen-Angestellten doch vorgeschlagen, den armen Mann ein Stück mitzunehmen. Und aus dieser Situation können sich weder Jim noch Grace retten. Sie müssen John Ryder mit ins Auto nehmen.

The Hitcher

*click*

Leider ist dieser Kerl kein bisschen nett und freundlich, sondern entpuppt sich als Psychopat, der das Handy aus dem Fenster schmeisst und auf das junge Paar losgeht. Mit letzter Kraft kann er aus dem Auto gestossen werden und Grace hofft, dass sie diesen Mann nie wieder sehen werden.

Bei der Hoffnung bleibts auch, denn als sie später von einem Familienwagen überholt werden, erblicken sie den Psycho auf dessen Rückbank. Und als später die ganze Familie blutüberströmt am Strassenrand liegt, wissen sie, dass die Polizei gerufen werden muss. Dumm nur, dass der Hitcher jetzt Jagd auf das Pärchen macht und die Polizei fest davon überzogen ist, dass die Morde an der netten Familie auf das Konto von Grace und Jim gehen.


DVD-Rating

1986 kam ein Film in die Kinos, in dem Rutger Hauer (Blade Runner, Sin City) Jagd auf ein Pärchen im Auto machte. Damals rannten C. Thomas Howell (Hidalgo, Soul Man) und Jennifer Jason Leigh (The Machinist, Road to Perdition) um ihr Leben und quälten sich mit dem psychopathischen Anhalter rum. Nun, über 20 Jahre später, kommt (wie es sich inzwischen gehört) das Remake. Und obwohl dieses natürlich nicht mit dem Original mithalten kann, entpuppt sich The Hitcher als spannender Thriller, der mit einigen ganz schön blutigen Szenen aufwarten kann.

Erfreulicherweise nimmt die Neufassung sehr bald einmal Fahrt auf und kann diese bis praktisch am Schluss mehr oder weniger aufrecht halten. Die Intensität ist Dauergast und wenn Sean Bean irre in die Kamera guckt, dann darf man auch mit seiner Wahl als Killer zufrieden sein. Auch wenn Rutger Hauer damals irgendwie noch gefährlicher schien. Allerdings sollte Sean Bean jetzt aufpassen, dass er nicht ganz in die Sparte "Horror/Thriller" abdriftet, denn The Hitcher ist nicht sein erster Ausflug ins Genre.

Die neuen Opfer, Sophia Bush und Zachary Knigthton dürften einigen fleissigen TV- und Kinofans sicherlich bekannt vorkommen. Sie machen ihre Sache ansprechend, auch wenn sie schlussendlich nicht viel mehr sind, als austauschbare Zutaten auf der Opferplatte des Killers. Aber wehren können sie sich gewaltig. Vor allem die Dame...

Fazit: The Hitcher ist ein Remake und dementsprechend kennt man die Geschichte. Trotzdem wurde da hin und wieder eine harte Szene reingeschnitten, die den Zuschauer schaudern lässt. (Lastwagen-Szene...) Und überraschenderweise vermag der Film gut zu fesseln und lässt praktisch zu keiner Zeit Trägheit oder Langeweile aufkommen. Dazu trägt auch die relativ kurze Spieldauer von knapp über 80 Minuten bei. Wenn sie jetzt noch den Schluss richtig gut hinbekommen hätten, wärs sogar ein richtig geiler Film geworden. So bleibts beim "gut".

Überraschendes kriegt der Fan bei der DVD-Ausstattung zu sehen. Nicht nur, dass Bild und Ton in absolut guter Qualität vorhanden sind, sondern auch dass es die Macher nicht bloss bei der Standard-Ausstattung belassen haben. Neben Informationen zu den Darstellern und deren bereits gedrehten Filmen, kriegt man auch ein Auge voll Auto-Stunts, wobei die Szene mit dem Laster einmal mehr recht eklig ist. Ausserdem wird im Making-Of mehr als einmal Bezug auf die Version von 1986 genommen, wo Rudger Hauer den Psychopaten gab. Zusätzlich wurden ein paar Extra-Szenen reingepackt, die auch gut in den finalen Film gepasst hätten, der mit seinen 80 Minuten Laufdauer ein bisschen kurz daherkommt.

3.6 Sterne 4.2 Sterne
3.6 Sterne (37 Bewertungen) | 4 Kommentare

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06.08.2007 / muri


DVD-Infos

Special Edition - Steelbook, erschienen am 23.07.2007

  • Bildformat: 2.35:1
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Extras: Making-Of, Crashing Cars, Deleted Scenes, Biographien, Filmographien, Trailer