The Hills Have Eyes II (2007)
The Hills Have Eyes II (2007)
Oder: Aufgefrischte Frischfleischlust
Eigentlich hätten sie es ja besser wissen sollen. Denn wer in dieser Region der Wüste von New Mexico die Berge durchwandert, muss sich dann nicht beklagen, wenn er ein paar eklige Figuren sieht, die ihm an die Wäsche wollen. Das Beispiel der Familie Carter ein paar Jahre zuvor hätte eigentlich Warnung genug sein sollen.
Aber nein. Das Militär denkt nicht dran, die damaligen Ereignisse ernst zu nehmen und schickt ein Team aus unerfahrenen und jungen Soldaten in die Gegend, um ein paar Forschern neues Equipment zu liefern. Doch siehe da: Die Forscher sind nicht da. Keine Seele ist im Camp. Was ist denn da bloss passiert?
Unter der Führung von Sarge (Flex Alexander) macht sich die Truppe auf, sich in den umliegenden Hügeln umzuschauen. Vor allem da sie das Gefühl haben, dass da noch irgendjemand rumschleicht. Was sie dabei erleben, ist grauenhaft. Die gleiche Mutantensippe die schon der Familie Carter an die Wäsche ging, ist noch immer da und hat Lust auf Frischfleisch. Zwar sind zwei Mitglieder des Teams im Lager geblieben, doch auch dort tauchen bald einige hässliche und deformierte Gestalten auf, die knallhart und mit äusserster Brutalität vorgehen.
Kinofilm-Rating
The Hills have Eyes, bekanntlich bereits ein Remake, wird nun also noch einmal aufgelegt. Die Opferrolle hat man Rookie-Soldaten in die Schuhe geschoben und die Mutantenfamilie hat sich ein paar neue Arten der Verstümmelung einfallen lassen. Nur leider rechtfertigen diese einzelnen, blutigen und ekligen Szenen keinesfalls einen ganzen Film, denn inhaltlich hat The Hills have Eyes 2 ausser den typischen Schlächtereien nicht viel zu bieten.
Der Cast ist mehrheitlich unbekannt und schafft es auch nicht annähernd, eine Beziehung zum Zuschauer aufzubauen, wie das in Teil 1 wenigstens ein bisschen der Fall war. Die "Guten" laufen in jegliche Arten von Fallen, werden auseinandergenommen und dann entweder verspeist oder als Gebärmaschinen gebraucht. Das mag anfänglich ein bisschen überraschen, langweilt aber gegen Ende nur noch. Denn dass die Mutanten in der Einheit der Nationalgarde mächtig aufräumen, dürfte jedermann schnell einmal klar sein.
Und wenn schon die Geschichte nicht viel hergibt, dann schockt man durch brutale Szenen, Metzgereien und deformierte Menschen. Leider geht dieser Plan auch nicht auf, denn obwohl der Film gegen Ende ein bisschen Spannung und Intensität aufbaut, so spielen sich viele Szenen in den dunklen Gängen und Höhlen der Hügel ab und lassen die meisten Metzeleien daher nur erahnen.
Schauspielerisch ist der Cast auf sehr durchschnittlichem Niveau angesetzt. Die Gesichter bleiben farblos und die Rollen sind glasklar verteilt. Die meisten der Soldaten sind eh nur da, um dann irgendwann möglichst spektakulär und hässlich den Löffel abzugeben.
Fazit: War Teil Eins schon nicht der Überfilm, aber immerhin ein schöner Gruss an den Magen, so kommt The Hills have Eyes 2 als inhaltlich lahmer, aber wiederum schön gorig inszeniertes Sequel daher. Wer auf solche Filme steht, wird es sich kaum nehmen lassen, hier einen Blick zu risikieren. Wem allerdings schon der erste Teil zu langweilig, eklig oder brutal war, der wird mit der Fortsetzung noch weniger Spass haben.
![]()
3.1 Sterne (37 Bewertungen) | 6 Kommentare



