He Was a Quiet Man (2007)

Amok

He Was a Quiet Man (2007) Amok

Oder: Wenn der Bürolist durchdreht

He Was a Quiet Man

Unter Stress!

Bob (Christian Slater) ist ein kleines Rädchen im grossen System. Er sitzt in seinem Cubicle, hat Scheissarbeit zu erledigen und die Nachbarin daheim drängt ihn zur Rasenpflege. Nur sein Goldfisch scheint ihn ernst zu nehmen, denn die Gespräche der Beiden mögen zwar dem Hirn von Bob entspringen, beruhigen ihn aber. Heute wäre er fast bereit gewesen. Fast hätte er heute die geladene Pistole in seinem Schreibfach gebraucht und all seine nervenden Arbeitskollegen über den Haufen geschossen. Fast.

Als am nächsten Tag sein Boss noch mehr provoziert und sogar Bobs Hula-Dame in die Brüche geht, ist es Zeit. Zeit für Rache. Zeit für Bob. Dumm nur, dass ausgerechnet heute ein Kollege den genau gleichen Gedanken hat und im Büro rumballert. Da Bob ja selber eine Pistole hat, kann er den Täter erschiessen und wird so zum Helden des Büros.

He Was a Quiet Man

Der einzige Freund

Was nun passiert, hätte der stille Bob nie im Leben für möglich gehalten. Nicht nur, dass er als "Held" durch die Nachrichten getragen wird, sein Boss (William H. Macy) befördert ihn und mit der von ihm geretteten, aber inzwischen querschnittgelähmten, Vanessa (Elisha Cuthbert) fängt ihn an, mehr als Freundschaft zu verbinden.

Bob wird zunehmend überforderter, denn mit dem neuen Ansehen, den Möglichkeiten und der Freundschaft zu Vanessa kommt der kleine Büroangestellte Bob überhaupt nicht klar.


DVD-Rating

Lange haben wir nichts Gescheites mehr von Christian Slater gehört oder gesehen. Auftritte in Filmen wie Bobby oder Hauptrollen in Gurken wie Alone in the Dark schienen die Zukunft des einst vielversprechenden Schauspieltalents zu sein. Bis jetzt. Denn nun kommt der Kerl mit schütterem Haar und Schnäuzer als potenzieller Amokläufer in der speziellen Produktion He was a quiet Man zu uns.

Wenn man in diesen Tagen die Nachrichten sieht, wird man unweigerlich daran erinnert, dass der Wahnsinn jederzeit und überall zuschlagen kann. He was a quiet Man nimmt sich dieses heiklen Themas an und stellt einen Menschen in den Mittelpunkt, der still und unauffällig daherkommt, aber innerlich am brodeln ist. Diese Figur wird von Christian Slater überragend dargestellt und lässt den Zuschauer wundern, warum eigentlich solche starken Filme bei uns nicht im Kino laufen oder sonst gross rauskommen.

Für einmal nervt sogar Elisha Cuthbert (Captivity, The Girl next Door) nicht, sondern verleiht ihrem Charakter Tiefe und Glaubwürdigkeit. Dass es zwischen ihr und Christian Slater aber nicht so recht funken mag, ist schade, aber halt zu akzeptieren. Zumal es ja eigentlich keine "normale" Liebesgeschichte der beiden Figuren ist, sondern eher eine verzwickte Annäherung von Charakteren, die sonst niemanden haben.

Fazit: He was a quiet Man ist ein etwas "anderer" Film, der zwischendurch ein wenig konfus daherkommt und auch skurrile Sachen aufzuweisen hat. Nichts desto Trotz behandelt man hier ein delikates Thema und hat überdurchschnittliche Schauspieler zu bieten. Es ist eine tolle Charakterstudie geworden, die wahrscheinlich näher am Leben ist, als wir uns das vorstellen möchten.

Die DVD von He was a quiet Man kommt qualitativ sehr gelungen daher und hat einen sauberen Dolby Digital Ton zu bieten. Auch das Bild gefällt. Als Bonusmaterial finden wir ein paar zusätzliche Szenen und drei alternative Enden.. Eine kleine Bildergalerie und der Originaltrailer runden das Angebot dann ab.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.05

 

22.03.2009 / muri

Community:

Bewertung: 4.7 (9 Bewertungen)

 

 

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