Harry Potter & The Order of the Phoenix (2007)
Harry Potter und der Orden des Phönix
Harry Potter & The Order of the Phoenix (2007) Harry Potter und der Orden des Phönix

Wie es auch schon mit der letzten, von Patrick Doyle vertonten Harry-Potter-Musik der Fall war, kriegt der geneigte Hörer in Harry Potter & The Order of the Phoenix einen neuen Komponisten zu hören, welcher der Hogwarts-Saga seinen musikalischen Stempel aufdrückt. Wenn auch nach erstmaligem Hören blass, so eröffnet der Score des relativ unbekannten Komponisten Nicholas Hooper nach mehrmaligem Hördurchlauf durchaus sehr schöne und gelungene Momente.
Die Potter-Saga wurde von Altmeister John Williams musikalisch massiv geprägt, und so hatten es Komponisten wie Patrick Doyle und jetzt Hooper schwer, die grossen Fussstapfen Williams' einigermassen auszufüllen. Setzte Doyle auf einen etwas popigeren Klang, so bewegt sich Hooper mit seinem Beitrag wieder etwas stärker zurück in klassische Gefilde. Sein Score ist facettenreich und bringt viele musikalisch interessante Momente. Ein klares Thema (bis auf das wieder verwendete "Hedwig's Theme" von Williams) wil sich dabei nicht so recht durchsetzen; am ehesten noch das melancholische Thema in "A Journey to Hogwarts". Zudem ist der Einsatz von elektrischer Gitarre im ersten Stück "Fireworks" etwas gewöhnungsbedürftig. Zusammen mit den Bildern macht er aber doch absolut Sinn.
Überhaupt ist zu sagen, dass das vorliegende Album nach Visionierung des neuesten Harry Potter-Abenteuers an vielen Stellen musikalisch an Unterhaltungwert gewinnt. So zum Beispiel das Stück "Professor Umbridge", welches perfekt zur filmischen Figur passt. Epischer wird es im Stück "Possession" (welches als einziges von Nicholas Hooper dirigiert wurde). Weitere Highlights des Albums sind die Stücke "A Journey to Hogwarts", "The Ministry of Magic", "Flight of the Order of the Phoenix" und "Loved Ones and Leaving". Die Integration von "Hedwig's Theme" ist mehrheitlich gelungen, wobei es eine mysteriösere und dunklere Komponente erhält als in den vorangegangenen Soundtracks. Aufgrund der Story macht dies auch Sinn.
Fazit: Während einige etwas verärgert darüber sein mögen, dass John Williams auch bei dieser Musik durch Abwesenheit glänzt, sollte man dem Score von Neuling Nicholas Hooper doch eine Chance geben. Schlecht ist die Komposition auf keinen Fall. Auch wenn der Score weniger geschlossen daher kommt als die Kompositionen von Williams, so hat er durchaus seine Momente. Vor allem die Albumeröffnung und die abschliessenden fünf Stücke sind hörenswert. So wie es aussieht, wird Nicholas Hooper auch für den kommenden Harry-Potter-Film zum Taktstock greifen. Wenn er sich bis dahin noch etwas wohler fühlt in der Materie, könnte der nächste Score durchaus weiter an Qualität gewinnen.
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