Happily N'Ever After (2007)
Es war k'einmal im Märchenland
Happily N'Ever After (2007) Es war k'einmal im Märchenland
Oder: Aufruhr im Märchenland
Die Märchenwelt hat eiserne Regeln. Die Geschichten enden immer gleich, das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse muss immer gewährleistet sein und das Happy-End ist der Höhepunkt jedes Märchens. Darüber wacht der Zauberer (Stimme von George Carlin) hoch oben im Turm des Schlosses. Seine beiden Helfer Mambo (Stimme von Andy Dick) und Munk (Stimme von Toy Story Dino Wallace Shawn) geben sich auch grösste Mühe, den Laden sauber und im Schuss zu halten. Als der Zauberer zum Golfen nach Schottland in die Ferien beamt, müssen die beiden daheimgebliebenen Jungs die ganze Verantwortung tragen. Oh weh....
Ella (Stimme von Sarah Michelle Gellar) wartet auf ihre Einladung zum königlichen Ball. Im Haus der bösen, aber sexy aufgetakelten, Schwiegermutter (Stimme von Alien-Amazone Sigourney Weaver) hat sies aber bekanntlich nicht leicht. So trägt ihr die teuflische Frau auch noch immens viele Hausarbeiten auf, damit das junge Fräulein ja nicht an den Ball kommen kann. Dort wartet nämlich der Prinz (Stimme von Patrick Warburton) auf seine künftige Frau. Hat er auf jeden Fall in seinem Märchenbuch gelesen...
Natürlich taucht (Cinder-)Ella doch noch auf, verzaubert den Prinz und das Märchen hätte seinen normalen Gang nehmen können. Die böse Schwiegermutter hingegen mag nicht mehr immer Zweite werden. Sie stürmt des Zauberers Räumlichkeiten, holt sich den Stab des Selbigen und hat jetzt die Macht übers Märchenland. Und jetzt sollen sich die Zeiten ändern. Denn unter ihrer Fuchtel, sollen auch mal die Bösewichte, Trolle, Wölfe und Konsorten das glückliche Ende davon tragen. Ein Happily Never After.
Zusammen mit dem Abwasch-Boy Rick (Stimme von Freddie Prinz Jr.), der auch noch unsterblich in Ella verliebt ist, muss die verschupfte Fast-Prinzessin nun alles in den Weg leiten, diese märchenhafte Katastrophe zu verhindern. Und auf ihrem Weg zum Doch-Noch-Happy-End sind die wie eine Kampftruppe organisierten sieben Zwerge nur der erste Schritt.
Kinofilm-Rating
So, jetzt reichts dann aber mal. Nach Hoodwinked, Cinderella 3 und Shrek 3 sollten jetzt dann aber die Märchenfilme im Animationsstil durch sein. Genug der sieben Zwerge, der verlorenen Schuhe, den dämlichen Prinzen oder teuflischen Stiefmüttern. Mit Happily Never After kommt nun noch so ein Trickfilm über den Märchenwald zu uns. Alle wollen sie frech sein, lustig und gar untypisch gegenüber den bekannten Vorlagen. Mit Stimmenpower aus Hollywood angereichert fräst diese Variante jedoch recht deutlich am Publikum vorbei.
Das verhältnismässig kleine Budget des Films merkt man vor allem den Animationen an. Die sind nämlich weder schön, noch niedlich, geschweige denn ausgereift. Im sehr gewöhnungsbedürftigen Cartoon-Stil geht die Geschichte hier ab und kann höchstens mit den eingestreuten Sprüchen und einigen Slapstick-Einlagen punkten. Meist aber guckt man dem Geschehen einfach zu, schumzelt hin und wieder und ist dann aber auch froh, wenn der Film nach knapp 80 Minuten wieder zu Ende ist.
Stimmlich ist vor allem das Real-Life Ehepaar Sarah Michelle Gellar und Freddie Prinz Jr zu erwähnen. Die Tatsache, dass sie beide gleichzeitig an einem Projekt mittun konnten, wird wohl den Ausschlag für diese Engagements gegeben haben. So richtig Eindruck hinterlassen sie aber nicht. Dann schon eher Sigourney Weaver, die als Stiefmutter mal so richtig böse sein darf. Stimmlich, versteht sich. Wer ein bisschen genauer hinhört, der wird Patrick Warburton erkennen, der ja schon in The Emperors New Groove oder The Wild schon gesprochen hat. Im kommenden Bee Movie wird er auch wieder von der Partie sein.
Fazit: Happily Never After hat neben vielen Tiefs und Plätschersequenzen auch solche, die richtig lustig sind. Leider sind diese viel zu selten und zusammen mit dem mir persönlich nicht viel sagenden Animationsstil reicht das nicht aus, um den Branchenführern in Sachen Märchen-Animation auf die Pelle zu rücken.
![]()
3.0 Sterne (6 Bewertungen) | 1 Kommentar



