Hairspray (2007)
Hairspray (2007)
Oder: Shake it baby
Tracy (Nikki Blonsky) ist ein etwas beleibter Teenager aus Baltimore, der für sein Leben gerne tanzt und singt. Ähnlich ergeht es auch ihrer besten Freundin Penny (Amanda Bynes), weshalb beide den Traum teilen, mindestens einmal in der Corny Collins Show - einer regionalen Fernsehtanzshow - aufzutreten. Ein weiteres Zückerchen an so einem Auftritt wäre Link (Zac Efron), ein Stammtänzer der Show und schon seit Jahren Tracys Schwarm.
Tracys Mutter (John Travolta) verfolgt die Ambitionen ihrer Tochter mit sehr gemischten Augen, da sie das Gefühl hat ihr einziges Kind könnte dabei aufgrund ihrer ziemlich voluminösen Figur verletzt werden. Als Tracy dann aber tatsächlich der Sprung in die Show gelingt, blüht auch sie regelrecht auf und verlässt zum ersten Mal seit Jahren das Haus.
Die übrige Handlung des Films dreht sich um die Fernsehshow selbst und die bevorstehende Wahl zur Miss Teenage Hairspray, sowie die Demonstrationen für die Zulassung von Schwarzen zur Show. Auf ihrer Mission für Frieden, Gleichberechtigung und Glück werden Tracy noch viele Steine in den Weg gelegt werden.
Kinofilm-Rating
Wie tiefgründig ein Film à la Hairspray sein kann, macht schon der Namen klar. Das Motto des Films ist ganz einfach: Haarspray, ergo auch die richtige Frisur, sind das Wichtigste im Leben und viel höher einzustufen als Intelligenz. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Tanzen. "Wer cool ist und die richtigen Moves drauf hat, braucht weder die Schule noch ein Abschlussdiplom" predigt beispielsweise der Moderator der regionalen Quotentanzshow.
Zwar kommt am Rande eine gewisse Rassismusthematik zum Zuge, die Art und Weise wie mit ihr umgegangen wird trägt dann aber doch eine ziemlich starke 60er-Jahre Note der Naivität. Möglicherweise wurde im Original von 1988 noch der Nerv der Zeit getroffen, heute allerdings wirken Geschichten, in denen ein x-beliebiges Mädchen daherkommt und die ganze Welt verändert, etwas lächerlich.
Auch die eigentliche Story ist dünn ausgefallen und regelrecht austauschbar. Wagt man sich aber einmal an diesen Oberflächlichkeiten vorbei und nimmt den Film so wie er ist, hat man eine gute, leichte Unterhaltung garantiert. Die Musik groovt und motiviert zum Mittanzen und John Travolta tut wieder einmal das, was er scheinbar am Liebsten tut: singen und tanzen.
Hairspray ist das Porträt einer verrückten, lustigen und antiquierten Welt, die man sich heute kaum noch vorstellen kann. Ich als noch "Halbkind" habe mich jedenfalls amüsiert. Ob richtige "Erwachsene" diese Art von Humor ebenfalls lustig finden ist fraglich und muss noch herausgefunden werden. Allerdings lohnt sich der Ticketkauf fast schon deshalb, um die Kuss- und Tanzszenen von Christopher Walken und John Travolta zu sehen.
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4.5 Sterne (54 Bewertungen) | 9 Kommentare



