The Good Night (2007)

The Good Night (2007)

Oder: Ohne mich soll sie nicht glücklich sein

The Good Night

"Na dann gute Nacht..."

Gary (Martin Freeman) lebt mit seiner Frau Dora (Gwyneth Paltrow) in einem Apartment in New York, aber die Beziehung der beiden läuft überhaupt nicht gut. Miese Stimmung, Giftelein und Unzufriedenheit sind an der Tagesordnung, und ein Sexleben haben sie auch nicht mehr. Das ist aber nicht das einzige Problem, mit welchem sich Gary herumschlagen muss: Sein Beruf als Komponist für Werbevideos frustriert ihn, und er denkt oft zurück an die tollen Jahre als Mitglied einer sehr erfolgreichen Rock-Band.

The Good Night

Schlafwandler?

Statt sich seinen Alltagsproblemen zu stellen, flüchtet er sich nachts stets in süsse Träume, in welchen er immer der verführerischen Anna (Penélope Cruz) begegnet. Diese versteht, bewundert und begehrt ihn - und tut genau das, was er sich wünscht. Um mehr über diese Träume herauszufinden, besucht Gary sogar einen Traum-Steuerungs-Kurs. Eines Tages ändert sich alles schlagartig, er sieht nämlich plötzlich ein Werbeplakat mit Annas Gesicht und begibt sich auf die Suche nach ihr...


DVD-Rating

Im Beziehungsdrama The Good Night dreht sich alles um die Flucht vor der Realität, Probleme, die mit den Jahren in einer Ehe auftreten können und Träume, die in den Nächten alles versüssen und das wirkliche Leben danach wieder erträglicher gestalten sollen. Nach dem Motto: Wenn es in der Realität nicht so recht mit der Beziehung funktionieren will, dann klappt es wenigstens mit dem fiktiven Partner im Traum.

Der Film stellt die Frage, was man mit seinem Leben anstellen will und was einen Wunschpartner ausmacht. Ein Thema also, das den einen oder anderen Verheirateten beschäftigen dürfte. Und obwohl die Handlung nicht abwegig ist und keinem typischen Beziehungsfilm-Muster folgt, überträgt sich diese miese Stimmung vom Film auf den Zuschauer und lässt so schnell auch nicht von einem ab. Da nützt es nicht mal, dass die Geschichte mit einem Happy End ausgeht.

Von der schauspielerischen Seite betrachtet gibt es nichts zu klagen, alle Schauspieler holen das Beste aus sich heraus, um die Rollen möglichst authentisch zu performen. Das gelingt ihnen dann auch - und doch fallen einem Unterschiede auf. Während Gwyneth Paltrow nämlich zu überraschen weiss mit dem ungewöhnlichen Look von langen braunen Hippiehaaren, Schlabberklamotten im prüden Stil und der kühlen und unzufriedenen Art, wie sie ihre Rolle verkörpert, performt Penélope Cruz die wenig überraschende Rolle der verführerischen Sexgöttin Anna, wie wir es uns ja schon gewohnt sind aus Filmen wie Vicky Cristina Barcelona und Elegy.

Fazit: Wer sich selber mit Träumen herumzuschlagen hat wie Gary im Film, könnte Freude haben an diesem Film. Wer zudem in einer Ehekrise steckt, dem könnte der Film vielleicht neue Hoffnung auf eine positive Wende einflössen - diejenigen aber, die glücklich sind mit ihrem Partner, sollten diese Glückgefühle geniessen, statt sich von der eher negativen Stimmung des Films mitreissen zu lassen.

Was die Extras betrifft, so enttäuscht die DVD: Ausser dem Originaltrailer und einer Trailershow ist darauf nämlich keinerlei Bonusmaterial zu finden.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

07.06.2009 / cin

Community:

Bewertung: 3.0 (3 Bewertungen)

 

 

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