Ghost Rider (2007)

Ghost Rider (2007)

Ghost Rider

Nach seiner zusätzlichen Musik zu Spiderman 2 darf Christopher Young nun selbst ran und einen Comichelden musikalisch begleiten. Da durfte man, bei dem düsteren Charakter des von Nicolas Cage gespielten Töfffahrers und der Filmografie des Komponisten, eigentlich schon was Deftiges erwarten. Gut, deftig ist der Score schon, aber das wär's dann auch. Young verfährt nach der Formel Motorrad+Action=rockiges Ambiente in einem heftigst orchestralen Kleid. Das ist etwa so neu wie ein schneeloser Winter und so interessant wie eine Dose Ravioli. Was ich aber besonders vermisse bei all dem Getose, viel Chor und klischeehaftem Ambiente, ist eine klare Linie und eine musikalische Zuordnung beim Komponisten.

Ghost Rider klingt irgendwie wie x andere Filmmusiken auf einmal, Eigenständigkeit ist kaum zu hören. Selbst mir als echten Youngfan der früheren Tage fällt es schwer die Handschrift des Komponisten hier zu erkennen (mal hie, mal da, am deutlichsten vielleicht noch in der ersten Hälte des Tracks "Nebuchadnezzar Phase"). Auch die Themenbehandlung ist dürftig und dünn ausgefallen. Dick aufgetragen sind nur Orchestration und Volumen. Das reicht einfach nicht um im Ohr zu bleiben.

Ghost Rider ist musikalisch banal und eine herbe Enttäuschung ohne erkennbares Konzept mit einem Stilmix, der den Hörer in seiner Fülle schlichtweg überfordert.

2.0 Sterne2 von 0.0-6.0
19.03.2007 / pb

Sountrack-Infos

Komponisten
Christopher Young

Release
Label: Varèse Sarabande
Laufzeit: 55 Minuten
EAN: 4005939678920

Tracks

Ghost Rider

Blachheart Beat

Artistry in Death

A Thing for Karen Carpenter

Cemetery Dance

More Sinister Than Popcorn

No Way to Wisdom

Chain Chariot

Santa Sardonicus

10 

Penance Stare

11 

San Venganza

12 

Blood Signature

13 

Serenade to a Daredevil's Dance

14 

Nebuchadnezzar Phase

15 

The West was Built on Legends