Fracture (2007)
Das perfekte Verbrechen
Fracture (2007) Das perfekte Verbrechen

Nachdem sich Mychael Danna dieses Jahr bereits mit seiner Musik zu Breach dem Thriller-Genre gewidmet hatte, macht er sich nun zusammen mit seinem Bruder Jeff Danna ans Werk. Task: Dem Thriller Fracture (mit Anthony Hopkins und Ryan Gosling) ein passendes musikalisches Gewand verpassen. Wenig überraschend bedienen sich die zwei überwiegend ruhigeren Klängen. Im Vergleich zum Score zu Breach ist jedoch auffallend mehr Perkussion (Schlagzeug) mit dabei. Ob dies der Einfluss des Bruders Jeff ist?
"The Rube" eröffnet das Album wenig spektakulär aber atmosphärisch. Der Grundstein für die vorliegende Komposition ist gelegt. Eher dunkel und ominös geht es in den kommenden 44 Minuten zu und her, doch wird die Melange häufig von anfänglich gewöhnungsbedürftiger, harter Schlagzeug-Perkussion zerrissen. "Mrs. Smith" erklingt geheimnis- und verhängnisvoll: Die Streicher schwellen stetig an und ab und werden von Klavierakzenten im Background begleitet. "You're Home Early" ist eine noch dunklere Passage, welche den Mord vorahnen lässt.
Im Stück "Beachum" ertönt zum ersten Mal das verhältnismässig laute und aggressive Schlagzeugspiel. Dieses zerreist die ansonsten ruhige und bedrohende Stimmung des Scores nicht nur, sondern hat auch sofort einen ziehenden Effekt. Dieser Einsatz des Schlagzeugs ist wie erwähnt etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem auch, weil er nicht selten vorkommt (unter anderem prominent in "Objection", "I didn't Know her Last Name" und "I Haven't Decided Yet"). Das elfte Stück, "Suicide", lässt nichts Gutes ahnen und wartet dann auch sinngemäss mit harter Perkussion und dissonanten Streichern auf. Im zweiten Teil des Stücks verfällt der Score wieder in reservierteren Underscore mit einer schönen Themenwiederholung in den Streichern und dem Klavier im zweiten Drittel. In "I Decide When it Gets Pulled" gesellen sich effektvolle, laute Brass-Passagen zur Komposition. Das Stück hat einen schönen Spannungsaufbau.
Fazit: Jeff Danna und Mychael Danna haben mit Fracture eine funktionale und teils auch schön anzuhörende Thriller-Musik geschaffen, welche jedoch etwas an Überlänge krankt. Ob es sich gelohnt hat, das ursprünglich nur als iTunes-Download erhältliche Album regulär zu veröffentlichen, bleibt fraglich.
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