Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (2007)

Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (2007)

Oder: Is it a plane?

Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

*Boah*

Sie sind zwar Superhelden, verstecken sich aber vor der Bevölkerung nicht. Die Fantastic Four sind Stars zum anfassen und füllen die Klatschspalten. Vor allem jetzt, da die Hochzeit von "Invisible Girl" Sue Storm (Jessica Alba) und "Mr. Fantastic" Reed Richards (Ioan Gruffudd) ansteht. Die beiden Verliebten proben, überlegen und machen sich gegenseitig nervös.

Auch die beiden anderen Teammitglieder, "The Human Torch" Johnny Storm (Chris Evans) und "The Thing" Ben Grimm (Michael Chiklis) werden wohl oder übel in diesen Zirkus miteinbezogen. Dem einen (Storm) gefällts sehr gut, dem anderen (Grimm) weniger. Doch all diese Vorbereitungen werden abrupt gestört, als das Militär auftaucht, um die Untersuchung gewisser Vorfälle im Weltall in Auftrag zu geben.

Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

Heiteres Kräftewechseln

Und siehe da. Mr. Fantastic-Elastic erfindet kurz einen Satelliten und schon bald gehen die ersten Fotos ein. Ein Kerl, silbern und auf einer Art Surfboard, scheint die Erde im Visier zu haben. In Ägypten fällt Schnee, in London gibts eine ausgetrocknete Themse und keiner weiss, wer der komische Kauz ist.

Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

"Küss mich endlich!"

Feuermann Storm macht sich auf die Verfolgung, als der "Silver Surfer" (Stimme von Laurence Fishburne) die Hochzeit der fantastischen Zwei stört und muss merken, dass seine Flammenkraft ein Klacks gegen diesen Ausserirdischen ist. Ausserdem finden die Wissenschaftler heraus, dass jeder Planet, dem dieser Fremde einen Besuch abgestattet hat, innerhalb von acht Tagen unter geht.

Um die Gefahr zu bannen, machen sich die Fantastic Four auf die Socken und müssen zur Kenntnis nehmen, dass ein alter Rivale ebenfalls mächtig mitmischt und die Superhelden sogar zur Zusammenarbeit drängt.


Kinofilm-Rating

Was war das für ein geiler Trailer. Hä? Der "Silver Surfer" *Dong* fräst durch ein Haus, die Flamme hintendrein und der Mann mit dem Surbrett schnappt sich den Helden grad mal kurzerhand an der Gurgel. Cool, endlich mal ein Bösewicht, der richtig ernst zu nehmen ist und der diesen lahmen Fantastic Four ein bisschen Feuer unterm Hintern macht.

Denkste... Was im Trailer cool aufgebaut wird, verpufft im Film total. Denn anstatt sich auf die ausserirdische Bedrohung zu konzentrieren, die Helden zweifeln zu lassen und die Leinwand mit Action zu füllen, gehts erstmal ums Heiraten. *Gäähn* Da jauchzt man innerlich, wenn der silberne Surfer erstmal auftaucht und ein bisschen seiner Möglichkeiten demonstriert. Dann kanns losgehen. Action, Speed, Kämpfe, Schiessereien, Verfolgungen... aber s'passiert nichts. Sie reden erstmal drüber. Und das nicht zu knapp.

Nein, Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer ist ein nahezu perfektes Täuschungsmanöver. Die Möglichkeiten des "Silver Surfers" wurden nicht annähernd ausprobiert, die Helden sind langweilig wie immer und dass sich ein Julian McMahon für solche minimalen und blöden Auftritte hergibt, dürfte vor allem an der Kohle liegen.

Die Darsteller sind, wie erwähnt, leider weiterhin langweilig und uninteressant. Ioan Gruffudd und Jessica Alba nerven schon nach kürzester Zeit und vermögen auch im zweiten Teil der Superhelden-Reihe keine Tiefe in ihre Figuren zu bringen. Chris Evans hat wenigstens Spass an der Sache und Michael Chiklis hat seine besten Momente, wenn er seinen Steinanzug nicht trägt. Ja, die Typen tauschen ihre Fähigkeiten für eine Weile. Bei jeder Berührung übernehmen sie gegenseitig ihre Stärken. Das macht die Dame zum Flämmchen, den Feuermann zum Steinbrocken und unsichtbar darf auch noch einer werden. Ach, was haben wir gelacht.

Fazit: Wer sich beim ersten Fantastic Four schon die produzierte Langeweile auf der Leinwand weggewünscht hat, der wird bei Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer wiederum leiden. Der Surfer ist cool gemacht, darf aber ausser rumfliegen nicht viel zeigen. Und für einen Charakter, auf dem ein ganzer Film basiert, ist das schlichtweg zu wenig. Und da sagen immer noch Leute, Daredevil sei eine schlechte Comic-Verfilmung...

2.9 Sterne
2.9 Sterne (84 Bewertungen) | 22 Kommentare

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15.08.2007 / muri