Evan Almighty (2007)

Evan Allmächtig

Evan Almighty (2007) Evan Allmächtig

Oder: Eine Bootsfahrt ist lustig, eine Bootsfahrt ist schön

Evan Almighty

Ich will nicht nach Frankfurt, Alpöhi!

Evan Baxters (Steve Carell) Karriere scheint so richtig in Schwung zu kommen. Zusammen mit seiner Frau (Lauren Graham) und seinen drei Söhnen hat er gerade erst ein Traumhaus bezogen und beruflich eröffnen sich ihm vielversprechende Perspektiven. Doch diese idyllische Situation erschwert sich für Evan eines morgens zusätzlich, als Gott (Morgan Freeman) persönlich vor seiner Haustür steht und ihn bittet, eine Arche zu bauen. Was er zu Beginn als Witz abtut, erschwert ihm zunehmend seinen klar strukturierten Alltag. Nebst massivem Bartwuchs, verfolgen ihn auch die Tiere auf Schritt und Tritt. Diese Ereignisse machen keinen Halt vor seinen beruflichen und privaten Anliegen, was dazu führt, dass sich nicht nur seine Familie von ihm zu distanzieren beginnt, sondern auch seine Karriere droht, baden zu gehen.


Kinofilm-Rating

Evan Almighty ist die Fortsetzung zum Komödienhit Bruce Almighty und statt Jim Carrey darf nun Steve Carell die Aufträge von Gott entgegennehmen. Carell ist noch nicht annähernd so bekannt im Komödiengenre wie Jim Carrey, aber das ist nicht das einzige Problem dieser seichten Fortsetzung.

Die Story ist von Beginn an total absehbar. Der ansonsten schon total gestresste Familienvater lässt kein Fettnäpfchen aus und fällt somit in die, wie schon in etlichen Komödien gehabte, Ungunst seiner drei Söhne und seiner Frau. Diese glaubt zu Beginn, dass er eine manisch-depressive Midlife-Crisis durchmacht. Dass der Bau der Arche schlussendlich über X Hintertürchen den Familienbund auf die Länge stärken soll, ist dann ebenfalls schwammig und gesucht. Aber wen kümmert es, schlussendlich sind wir hier nicht in einer Freud'schen Familienpsychologie-Sitzung, sondern in einer Komödie von Tom Shadyac.

Wenn dann wenigstens die humoristischen Einlagen zünden würden, könnte man auch damit leben. Doch spätestens nach der ersten halben Stunde geht der Geschichte und dem Humor die Puste aus. Der Humor wird zum Schluss dann auch noch krönend über Bord geworfen und gegen zu simple gesellschafts- und umweltpolitische Kritik ersetzt. Das unausweichliche Ende, mit Spezialeffekten und pompöser Musik aufgeblasen, vermag dabei auch nicht mehr viel zu retten. Wobei es wenigstens ansatzweise eine Erklärung dafür mit sich bringt, wohin das fast 200 Millionen schwere Produktionsbudget geflossen ist. Anders als die Arche dürfte dieser Streifen wohl bald in den Fluten der Durchschnittware untergehen.

2.6 Sterne
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06.07.2007 / bab