Epic Movie (2007)

Fantastic Movie

Epic Movie (2007) Fantastic Movie

Oder: Nicht schon wieder!

Epic Movie

Nelly Wengers Komplize?

Lucy, Edward, Susan und Peter sind vier Waisen, die vom Schicksal auserwählt wurden. Sie alle finden ein goldenes Ticket in einer Schokoladentafel, welches ihnen eine Tour durch Willy Wonkas Schokoladenfabrik verspricht. Lucy (Jayma Mays) erhält ihres durch ihren Grossvater (David Carradine), der ihr einen geheime Code im Louvre hinterlassen hat. Susan (Faune Chambers) fliegt aus einem Flugzeug voller Schlangen, landet direkt auf Paris Hilton und stibitzt deren Ticket. Edward (Kal Penn) ergattert sich seines in einem mexikanischen Nacho-Wrestling-Kloster und Peter (Adam Campbell) findet seines auf seiner Mutantenakademie.

In Willy Wonkas (Crispin Glover) Schokofabrik angekommen, finden sie schliesslich ein magisches Portal in Form eines Kleiderschranks. Darin verstecken sie sich vor dem komischen Wonka-Typen und kommen so in die Fantasy-Welt von Gnarnia, was mit einem stummen G ausgesprochen wird. Dort treffen sie auf den Faun Mr. Tumnus, der sie als erstes durch seine gepimpte Höhle führt, Gangsta-Fauns inklusive. Als ein sprechender Biber auftaucht und sie zu Aslo, dem wahren König von Gnarnia schickt, trifft Edward auf die "White Bitch" (Jennifer Coolidge), die ihm verspricht, dass er König und somit ihr Gemahl werden könnte. Das einzige, was er dafür tun muss, ist seine drei Freunde zu verraten. Ohne lange zu überlegen, willigt Edward ein und hetzt den übrigen Waisen den Albinomönch Silas auf den Hals. Heldenhaft stellt sich Mr. Tumnus dem Killer in den Weg, wodurch den drei übrigen Waisen die Flucht gelingt.

Epic Movie

Hoe Hoe Hoe!

Im Kampf gegen die White Bitch erhalten sie unverhofft Hilfe von einem überalterten Harry Potter, seinem versoffenem Freund Ron und einer kettenrauchenden Hermione. Diese drei unterrichten sie in Magie, Schwertkampf und Bogenschiessen. Da Edward der White Bitch nichts mehr nützt, hat sie ihn kurzerhand in eine Zelle gesteckt. Diese muss er sich mit dem versoffenen Piratenkapitän Jack Swallows teilen. Dort realisiert er schliesslich, dass er hereingelegt wurde und seinen Freunden im Kampf helfen muss. Er und Jack Swallows flüchten und begeben sich auf die Suche nach den übrigen Waisen. Gerade rechtzeitig, denn die finale Schlacht um Gnarnia steht kurz bevor.


DVD-Rating

Erstaunlich ist es immer wieder. Filme mit Qualität, Spannung und grossen Namen werden von den Verantwortlichen des Landes auf Herz und Nieren getestet, verschoben und dann schlussendlich doch abgesagt und der Schweizer Kinofreund blickt in die Röhre. Dafür werden Filme wie Epic Movie ins Programm aufgenommen, tümpeln sich im Nirgendwo der Charts und verärgern die Zuschauer. Mehr Beispiele? Date Movie und White Chicks, um nur zwei dieser Schnarchnasen und "Filme" beim Namen zu nennen.

Epic Movie schlägt natülrich in die gleiche Kerbe wie das angesprochene Date Movie. Nur werden jetzt nicht mehr Pärchenfilme und Liebeskomödien durch den Kakao gezogen, sondern Fantasyfilme wie The Chronicles of Narnia oder Charlie and the Chocolate Factory. Auch die X-Men, Borat oder The Pirates of the Caribbean müssen nun damit leben, von einer Schar unwitziger und peinlicher Schauspieler veräppelt worden zu sein.

Die Basis-Geschichte, sofern man denn von einer solchen reden will, ist diejenige von vier Waisen, den goldenen Tickets von Willy Wonka und den Ausflug nach "Gnarnia". Dazwischen zeigt man uns, wie man Parodien nicht machen sollte, was infantiler Humor beim Zuschauer bewirken kann und wie man sich als ehemalige Sexbombe (Jennifer Coolidge, die "Stiflers Mom" aus American Pie 2) tragisch entwickeln kann. Leider.

Ich gebs ungern zu, aber ein paar Mal hat mich Epic Movie zum leichten Grinsen gebracht. Der Da Vinci Code-Anfang und die Snakes on a Plane-Szene ("Why do you keep saying that?", "Because Internet Bloggers love it") sind okay. Den Rest kann man getrost vergessen, verdrängen oder sich den Film gar nicht antun. Das Beste wärs sowieso....

Gespielt werden die vier Hauptfiguren von jungen Schauspielern, die sich mit solchen Filmen keinen grossen Gefallen tun. Vor allem Adam Campbell, der schon in Date Movie eindrucksvoll bewiesen hat, dass er nicht lustig, sondern ein grausliger Nervkopf ist. Die Gaststars scheinen auf den ersten Blick zahlreich zu sein. Wenn man aber genauer hinsieht, stellt man fest, dass da Doubles am Werk sind. Bei Mel Gibson ists aber schwer zum erkennen.

Fazit: Wer auf aufwändige, aber vollkommen sinnfreie Parodien steht, der dürfte mit Epic Movie klar kommen. Der Film ist nicht ganz so grauenhaft übel wie Date Movie, aber trotzdem noch himmeltraurig. Das Erraten der einzelnen Filme bleibt somit der einzige Grund, sich so einen Schmarren anzuschauen.

Die Ausstattung auf der DVD hingegen ist recht üppig ausgefallen. Die immer wieder gern gesehene "B-Roll" (Kamera hinter der Kamera) ist interessant, während die beiden Making-Ofs (einer zum Piraten-Video, einer zeigt wie ein "Spoof" entsteht) eher lahm sind. Die Featurettes, welche über einzelne Szenen, deren Hintergründe und Macharten berichten, sind ganz okay, werden aber von einem lausigen Fred Willard präsentiert. Dabei war der Kerl mal ein lustiger TV-Darsteller. Ja, so kanns gehen, wenn man in die Jahre kommt. Ein paar nichtssagende Interviews und ein gewöhnungsbedürftiges Alternativ-Ende schliessen die Extras der DVD ab.

In technischer Hinsicht können keine Abstriche gemacht werden. Das Bild wird klar angeboten, der Ton ist sauber und wer nur ein bisschen Würde hat, der guckt sich diesen Mist eh im Original an. Auf Deutsch hab ichs noch nicht gewagt. Die Gefahr des vollkommenen Durchdrehens wär wohl zu gross....

1.0 Sterne 4.6 Sterne
1.0 Sterne (59 Bewertungen) | 4 Kommentare

0.50.5
03.12.2007 / yle (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 30.11.2007

  • Bildformat: 1:1.85
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: 2 Making Ofs, Interviews, Alternatives Ende, B-Roll, Trailer, weitere DVDs, 6 Featurettes