Earth (2007)

Unsere Erde

Earth (2007) Unsere Erde

Oder: Wie lange siehts noch so aus?

Earth

"Morgäääähhn!"

Die Reise um die Welt beginnt in der Arktis mit der Eisbärenmutter, die aus der Winterbehausung kommt und ihren beiden Kindern zum ersten Mal die grosse weite Welt zeigt. Ausgehungert und nur noch halb so schwer wie vor der Winterpause, macht sie sich mit ihrem Nachwuchs auf den Weg zum Packeis, um da etwas Nahrung zu finden. Doch durch die Klimaerwärmung schmilzt dieses immer wie früher und reduziert das Jagdgebiet der Eisbären jährlich um ein Vielfaches.

Earth

"Wetten keinen mehr?"

Anschliessend geht es weiter in Richtung Süden. Dabei werden verschiedene Klimazonen gezeigt und von deren Bewohner einzelne herausgepickt, die dann etwas näher betrachtet werden. In der Tundra sieht man die Massenwanderungen von 100‘000en von Karibus. Die Taiga beeindruckt mit ihren immensen Waldvorkommen und den wenigen lebenden Wesen die sich dort eingenistet haben. Weiter geht es via Himalaya in Richtung tropische Regenwälder mit deren enormen Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Hier werden die Paradiesvögel etwas genauer unter die Lupe genommen, bevor es via Äquator in Richtung Südafrika und deren Wüste geht. Die Elefanten welche diese durchqueren, sind auf ihrer Wanderung durch die Trockengebiete auf dem Weg zu nahrungsreicheren Gebieten. Da zeigt sich auch die ständige Bedrohung der ältesten Grundregel im Tierreich: "Fressen und gefressen werden".

Zum Schluss begleitet man die Buckelwale auf ihrer Reise vom Äquator bis in die Krill-reichen Gewässer der Antarktis. Somit ist man wieder zurück im (noch) ewigen Eis und am anderen Ende unseres Planeten.


Kinofilm-Rating

Der Dokumentarfilm Earth von Regisseur Alastair Fothergill (Deep Blue) schränkt sich nicht auf nur eine Spezies oder eine Klimazone ein, wie dies normalerweise bei Dokus aus dem Naturreich der Fall ist. Fothergill zeigt mit ein paar herausgepickten Gegenden und Tieren die Schönheit und Einzigartigkeit unseres gesamten Planeten auf. Man kriegt als Zuschauer einiges an Informationen vermittelt, doch es wird keineswegs so detailiert wie in anderen Dokus darüber berichtet. Dank diesem Aufbau erhält der Zuschauer ein sehr abwechslungsreiches, farbenprächtiges und umfangreiches Bild der Erde als Gesamtes.

Die Macher des Films haben insgesamt 5 Jahre Zeit in diesen Film hineingesteckt. Dabei musste zum Teil jahrelang für Drehgenehmigungen verhandelt werden, es wurden mehrere tausend Stunden Filmmaterial erstellt und in mehr als 20 Ländern an über 200 Drehorten Aufnahmen gemacht. Man hat die neuesten Technologien eingesetzt und nicht selten musste das Equipment erst so umgebaut werden, dass es sich mit dem entsprechenden Klima vertragen hat. Doch die daraus entstandenen Bilder sind durchwegs atemberaubend und häufig aus Blickwinkeln, die man so noch nie gesehen hat. Gewisse Ereignisse die sich in Sekundenbruchteilen abspielen, wurden mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommen und im Film auf bis zu fünf Minuten aufgeblasen. So wird dem menschlichen Auge jedes Detail dieser wunderbaren Aktionen veranschaulicht.

Der ganze Film wird durch die Musik von den Berliner Philharmonikern - komponiert von George Fenton - unterlegt und gibt dem Film damit noch das Tüpfelchen auf das i. Die Schweizer Version vom Film wird von Mona Vetsch gesprochen und wurde auch von ihr adaptiert. Sie macht ihren Job gut, war allerdings manchmal etwas zu stark die Märchentante, anstelle einer neutralen Doku-Stimme.

Ein wunderbarer Film über unseren einmaligen Planeten, mit noch nie da gewesenen und faszinierenden Bildern. Nature in it's endless beauty.

5.2 Sterne
5.2 Sterne (38 Bewertungen) | 30 Kommentare

5.5 Sterne5.5 von 0.0-6.0
11.10.2007 / pj