The Butterfly Effect 2 (2007)

The Butterfly Effect 2 (2007)

Oder: Shit happens

The Butterfly Effect 2

Vorspeise

Nick (Eric Lively) ist verliebt in Julie (Smallville-Gesicht Erica Durance) und hat mit Trevor (Dustin Miligan) und Amanda (Gina Holden) excellente Freunde seit der Kindheit. Das Quartett versteht sich gut, verbringt die freien Tage miteinander und die Jungs sind sogar Arbeitskollegen. Wiedermal sind sie am herrlichen See, geniessen den freien Sonntag und feiern Julies Geburtstag. Nach dem Austausch von Geschenken und liebevollen Versprechen für die Zukunft muss Nick zurück ins Büro. Denn die Arbeit eines Jungunternehmens endet auch am Sonntag nicht und wenn der Junge Karriere machen will, dann muss er präsent sein.

Auf dem Heimweg passierts. Ein Reifen platzt, ein Lastwagen rammt das Auto und Nick ist der einzige Überlebende. Mit dieser Tatsache will sich der Kerl aber nicht abfinden, sondern seine kopfschmerzenverursachende Fähigkeit einsetzen, die ihn scheinbar in der Zeit zurückbringen kann. Was er allerdings (noch) nicht weiss, ist die Tatsache, dass es keinesfalls Sprünge in die Vergangenheit sind, sondern lediglich parallele Welten sich auftun und eine andere, unwirkliche Realität zeigen.

The Butterfly Effect 2

Dessert

Natürlich ist das Nick relativ egal und er fängt an zu springen. Denn er will unbedingt den Tod seiner Liebsten und seiner Freunde verhindern und seinen Fehler wieder gutmachen. Doch die alternativen Welten haben ihre eigene Zeitlinie. So ist verliert in einer Welt die gute Julie ihr gemeinsames Kind und Nick wird gefeuert. Um das zu verhindern, springt er nochmals und bewirkt, dass er zwar selber Vizepräsident der Firma ist, jedoch sein Kumpel in argen Schwierigkeiten steckt. So geht die Springerei fröhlich weiter, bis Nick ein vermeintlich perfektes Umfeld gefunden hat. Doch auch dort hat das Schicksal eine grausame Wendung für den jungen Mann parat.


DVD-Rating

Ashton Kutcher brachte 2004 einen Film in Umlauf, der davon handelte, dass ein junger Mann versuchte, seine eigenen Fehler durch Sprünge in die Vergangenheit zu korrigieren. Damals gings hin und her auf der Zeitlinie und der Film Butterfly Effect entwickelte sich zum Geheimtip. In der jetzt veröffentlichten Fortsetzung wird darauf verzichtet, zurück in die Vergangenheit zu reisen und komische Kleider, Frisuren oder Menschen zu sehen. Dieses Mal gehts auf der parallel verlaufenden Linie von alternativen Welten rauf und runter. Die Ausgangslage ist die gleiche wie im Original und deswegen enttäuscht der Film auch ein bisschen.

In 20 Tagen wurde dieser Film abgedreht und es entwickelt sich sofort nach dem Startunfall eine passable Geschichte, die man dummerweise schon aus dem ersten Teil kennt. Das Herumspringen durch die Zeit (oder durch alternative Welten) mag in Episoden von Star Trek oder Sliders passen oder braucht interessante Geschehnisse. Das ist leider in Butterfly Effect 2 nur bedingt der Fall. Denn wenn Nick einmal mehr auf eine veränderte Realität trifft, kann man sich praktisch ausmalen, welche Veränderungen ihm bevorstehen. Seine Freundin hat sich von ihm getrennt, der Kollege wird verprügelt, das Geschäft geht den Bach runter. Ach wie aufregend....

Schauspielerisch wurde auf eine Horde Jungstars gesetzt, die bisher hauptsächlich im Fernsehen Bekanntheit erlangten. Erica Durance ist beispielsweise die Lois Lane aus Smallville. Während sie sich dort eher zugeknöpft gibt, darf hier auch mal der Büstenhalter fallen. Natürlich ohne dass man etwas schlüpfriges sieht. Eric Lively ist okay und macht seine Sache passabel und passt sich dem Gesamteindruck des Filmes an.

Fazit: Zeitreisen sind cool. Alternative Welten ebenso. Leider verpasst es Butterfly Effect 2 trotzdem, eine spannende Geschichte zu erzählen und unterhält nur bedingt. Ein paar nette Aktionen gibts zu sehen und auch das Ende hat seinen Anteil daran, dass es schlussendlich doch für ein "Durchschnitt" reicht.

Die DVD bietet die Standard-Auswahl an Tonmöglichkeiten und bietet ein klares Bild auf erwartetem und einwandfreiem Level. Die Extras sind hingegen nicht ganz so zahlreich und interessant. Der Bericht vom Set, angereichert mit vielen Statements von Schauspielern und Machern, ist zwar recht interessant, jedoch das einzige wirklich gute Feature auf der Scheibe. Trailer zu Teil 1 und dem hier besprochenen Film sind ebenfalls abrufbar und wers wünscht, kann sich einen Audiokommentar zuschalten, der einem zwar nicht von den Socken hat, aber ein paar nette Neuigkeiten an den Tag bringt.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

18.12.2006 / muri

Community:

Bewertung: 2.2 (33 Bewertungen)

 

 

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