The Bourne Ultimatum (2007)
Das Bourne Ultimatum
The Bourne Ultimatum (2007) Das Bourne Ultimatum
Oder: Bo(u)rn(e) again!
Eigentlich wollte er ja nur verschwinden. Doch Jason Bourne wird stattdessen von der CIA durch die ganze Welt gejagt. Eine geheime Abteilung hat ihn zum stahlharten Agenten gemacht und fürchtet nun, er könnte die Operation aufdecken. Als er auf der Flucht die Frau verliert, die er liebte, will er nur noch eins: Herausfinden wer er tatsächlich ist.
Dazu muss er ganz an den Anfang zurück. Nur bruchstückhaft sind seine Erinnerungen an die "Ausbildung". Doch zwei Gesichter tauchen immer wieder auf, ohne dass Bourne ihnen Namen zuordnen kann. Als ein Journalist über eine unbekannte Quelle zu Insiderinformationen über Projekt Blackbriar kommt und für eine Titelstory im The Guardian zu recherchieren beginnt, zieht er damit nicht nur das Interesse der CIA, sondern auch dasjenige von Bourne auf sich. Er muss mit der Quelle des Journalisten sprechen.
Doch bevor Bourne an die für ihn wichtigen Informationen kommt, wird der Reporter von einem CIA-Agenten erschossen. Und die Jagd beginnt von neuem...
Kinofilm-Rating
Armer Bourne. Noch immer wird er nicht in Ruhe gelassen. Dachte er im Teil 2 noch, er hätte die Abteilung Treadstone zerschlagen und damit endgültig seinen Frieden, erfährt er aus der Zeitung, dass die CIA das Projekt nun unter den Fittichen des Departments of Defence weiterlaufen lässt. Mit anderen Worten: Er muss endlich richtig aufräumen!
Und genau das tut er dann auch in gewohnt actionreicher Manier und einmal mehr in der halben Welt. Seine einzigen Verbündeten sind wie bereits in den ersten Teilen die beiden CIA-Agenten Nicky Parson (Julia Stiles) und Pamela Landy (Joan Allen). Besonders die Motive von Nicky, die im dritten Teil nun endlich gelüftet werden, sind doch recht überraschend.
Doch auch von Bourne lernt man Neues: So tötet er nicht mehr wahllos und bei jeder Gelegenheit. Seine Gegner werden nach Möglichkeit nur ausser Gefecht gesetzt. Damit macht sein Charakter parallel zur Filmhandlung kleine Schritte zurück zum früheren "Jason Bourne", dessen wahre Identität schliesslich dann auch gelüftet wird. Dennoch scheint er auch im dritten Teil überdurchschnittlich viel einzustecken können. Er wird verprügelt sowie mehrfach angeschossen und ist trotzdem immer noch fit wie eh und je - und selbstverständlich immer mit perfekt sitzender Frisur.
Dies dämpft leider die Realitätsnähe ein wenig. Denn ansonsten agieren die Agenten und die CIA für einmal ziemlich "normal", ohne auf irgendwelche unglaubliche Technologien zurückgreifen zu müssen - das nach Gerüchten noch immer nicht so richtig funktionierende Echelon-Abhörsystem mal ausser Acht gelassen.
The Bourne Ultimatum liefert also, was man erwartet: Einen für die Rolle perfekt passenden Matt Damon mit steinernen, zielorientierten Mimik, viel Prügelei und jede Menge Action mit lauten Soundeffekten. Damit ist der letzte Teil der auf Robert Ludlums Romanen basierenden Trilogie ein würdiger Abschluss - trotz einigen Längen, wie die kaum enden wollende Motorradverfolgungen und die Jagdszene über den Dächern von Tanger, Marokko.
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4.8 Sterne (150 Bewertungen) | 35 Kommentare


