The Bourne Ultimatum (2007)
Das Bourne Ultimatum
The Bourne Ultimatum (2007) Das Bourne Ultimatum
Oder: Kapitel abgeschlossen?
Eigentlich wollte er ja nur verschwinden. Doch Jason Bourne wird stattdessen von der CIA durch die ganze Welt gejagt. Eine geheime Abteilung hat ihn zum stahlharten Agenten gemacht und fürchtet nun, er könnte die Operation aufdecken. Als er auf der Flucht die Frau verliert, die er liebte, will er nur noch eins: Herausfinden wer er tatsächlich ist.
Dazu muss er ganz an den Anfang zurück. Nur bruchstückhaft sind seine Erinnerungen an die "Ausbildung". Doch zwei Gesichter tauchen immer wieder auf, ohne dass Bourne ihnen Namen zuordnen kann. Als ein Journalist über eine unbekannte Quelle zu Insiderinformationen über Projekt Blackbriar kommt und für eine Titelstory im The Guardian zu recherchieren beginnt, zieht er damit nicht nur das Interesse der CIA, sondern auch dasjenige von Bourne auf sich. Er muss mit der Quelle des Journalisten sprechen.
Doch bevor Bourne an die für ihn wichtigen Informationen kommt, wird der Reporter von einem CIA-Agenten erschossen. Und die Jagd beginnt von neuem...
DVD-Rating
Bereits zweimal konnten wir uns an die Fersen von Jason Bourne heften, der weiterhin versucht herauszufinden, warum er alle Gegner kurz und klein schlagen kann und wer ihm denn warum ans Leder will. The Bourne Ultimatum ist der dritte Teil der Serie und konnte im Kino über 220 Millionen Dollar einspielen und war damit der erfolgreichste Teil der Serie. Dieses Mal soll sich die Geschichte um den Mann ohne Gedächtnis auflösen und die Antworten bringen, über die wir schon seit The Bourne Identity jeden Tag stundenlang nachdenken.
Matt Damon hat sich mit Jason Bourne eine Rolle geschnappt, in der er weniger plaudern, denn physisch agieren muss. Und wie sein Kollege James Bond reist Jason Bourne auch im dritten Teil rund um den Globus und besucht Städte wie Madrid, Moskau oder New York. Immer auf der Lauer, immer etwas schlauer als seine Verfolger und wenns zum Zweikampf kommt, dann rappelts im Karton. Denn Jason Bourne kann alles, weiss (fast) alles und nähert sich der Auflösung des Geheimnisses um seine Person minütlich. Nur abgelenkt durch Prügeleien, Schiessereien oder Gesprächen mit dem Bruder seiner toten, deutschen, Freundin.
Ich weiss nicht recht, an was es liegt, aber die "Bourne"-Reihe mag ich nicht besonders. Sind es die Darsteller? Die verwirrende Story? Keine Ahnung. Auf jeden Fall kommt The Bourne Ultimatum zwar anständig in Szene gesetzt daher, aber schafft es nur selten, so richtig zu faszinieren. Dafür ist die Geschichte zu schnell, die Action zu unübersichtlich (Handkamera forever!) und der Hauptcharakter, trotz Mühe des Darstellers, zu oberflächlich. Zwar versucht man immer wieder, dem guten Herrn Bourne mittels Flashbacks zusätzliche Tiefe zu verleihen, aber irgendwie verwirren die mehr, als sie nützen. Da hilft auch die schlussendliche (und hoffentlich finale) Auflösung nichts mehr.
Matt Damon rennt, wird angeschossen, verprügelt, muss von Häusern springen und kann nachts wohl kaum ein Auge zu machen. Seine Figur ist permanent am rennen, kämpfen oder leiden. Auch in den wenigen, ruhigeren Szenen macht der Mann aus The Departed oder Oceans 13 keinen richtig guten Eindruck. Hingegen ist Julia Stiles für einmal mit einer guten Rolle bedient. Ebenso wie die beiden "alten" Hasen David Strathairn (Good Night and Good Luck) und Joan Allen (Face off), die sich mit ihren politischen Spielchen um die Führung der Operation gegenseitig antreiben. Nett ist auch der Auftritt von Albert Finney (Big Fish), der scheinbar eine wichtige Rolle in Bournes Leben einnimmt. Daniel Brühl hingegen ist als Bruder der (filmisch) ermordeten Franka Potente recht überflüssig.
Fazit: The Bourne Ultimatum fährt einmal mehr die Wackelkameras auf, präsentiert einen Supermann im Nahkampf und will somit eine Konkurrenz für James Bond sein. Dazu gibts fast permanente Musikberieselung (ausser beim gut inszenierten Zweikampf in Marokko), praktisch kein Witz und eine Auflösung, die mich persönlich nicht ganz zufrieden gestellt hat. Nichts desto Trotz geht die Empfehlung ganz klar an diejenigen Personen, die sich bereits die vorherigen Teile mit Genuss angeguckt haben. The Bourne Ultimatum ist nämlich besser gelungen.
Die DVD hat dafür einige sehr gelungene Features zu bieten, wobei die Fahrschule und die Berichte zu den Verfolgungsjagden besonders interessant sind. Natürlich kriegen wir zusätzlich etwas zur Geschichte der Filmfigur und deren bisherigen Abenteuer zu sehen und auch Kommentare zu Buchvorlagen, Dreharbeiten und sonstigen Erlebnissen dürfen nicht fehlen. Eine ansprechende Auswahl an mehrheitlich guten Features machen aus dieser DVD einen soliden und für Fans empfehlenswerten Kandidaten für das heimische DVD-Regal. Und wer die ersten beiden Teile hat, dürfte sich auch den Abschluss der Reihe kaufen.
Technisch gibt es, wie meist bei grossen Produktionen, nichts zu meckern. Der Ton ist klar und sauber und auch das Bild wurde ohne sichtbare Mängel transferiert. Dass bei einzelnen Szenen, bei der die Handkamera zum Einsatz kam, die Augen ein bisschen stärker beansprucht werden als in irgendwelchen Hochglanz-Szenen, liegt allerdings am Film selber und nicht an dessen Bildqualität.
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4.8 Sterne (150 Bewertungen) | 16 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 08.01.2008
- Bildformat: 2.40:1 (anamorph Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Ungarisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Ungarisch, Norwegisch, Türkisch, uvm.
- Extras: Unveröffentlichte Szenen, Immer in Bewegung, Verfolgungsjagd über die Dächer, Die Schlachtpläne, Fahrschule, Verfolgung in New York, Filmkommentar vom Regisseur


