Bee Movie (2007)

Bee Movie - Das Honigkomplott

Bee Movie (2007) Bee Movie - Das Honigkomplott

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Bee Movie

Seinfeld als Biene

Gerade fertig mit der Schule, hat die Biene Barry B. Benson (Jerry Seinfeld) wenig Lust auf die einzige Karriereoption, die so ein Bienenstock bietet: Honig zu produzieren. Ein Ausflug in den Central Park mit der Top Gun-mässig organisierten Bienenfliegerstaffel ist sein erster Schritt in die ersehnte Freiheit. Den farblichen Verlockungen eines Filzballs wegen kehrt er aber nie zurück nach Hause, sondern landet in der Wohnung der Floristin Vanessa (Renée Zellweger). Und weil die ihm das Leben rettet, bricht Barry kurz darauf die wichtigste aller Bienenregeln: Er beginnt mit den Menschen zu sprechen.

Bee Movie

Diese Biene nennt sich Renée

Barry und die kurlige Vanessa klären eine ganze Reihe von Missverständnissen, die zwischen die zwischen Biene und Mensch entstanden sind. Nur dass man als Mensch jederzeit Honig in allen Variationen kaufen kann, will Barry nicht in den Kopf. Als schlaues Kerlchen hat er aber schon gecheckt, was ein US-Amerikaner in so einem krassen Fall von Diebstahl und Zerstörung von Eigentum jeweils tut. Er verklagt die gesamte menschliche Rasse. Honigproduzent Ray Liotta und Celebrities mit Bienencopyright verletzenden Namen wie Sting werden so von Barry vor den Richter gezerrt.


Kinofilm-Rating

Jerry Seinfeld wollte eigentlich schon lange einen Animationsfilm drehen, respektive eine Figur in einem solchen synchronisieren. Doch über Jahre hinweg gab es keine Möglichkeit, den noch immer vielbeschäftigten Sitcom-Star für ein Projekt zu verpflichten. Per Zufall, so steht es im offiziellen Presseheft des Films, kam der Mann bei einem Nachtessen mit Steven Spielberg auf die Idee eines "Bienenfilms" zu sprechen. Sofort wurden Nägel mit Köpfen gemacht, Jerry Seinfeld machte sich an die Arbeit, ein Skript vorzulegen und die Arbeiten an Bee Movie konnten beginnen.

Mit überraschendem Erfolg, denn der Film hatte sich in Amerika sofort an die Spitze der Kinocharts gesetzt und lieferte sich dort ein Einnahme-Duell mit American Gangster, dessen finaler Sieger noch auszumachen ist. Aber was kann man erwarten von einem Film, der eine Biene und ihren Ausflug in die "reale" Welt als Thema hat? Eine Geschichte, in der die Menschheit verklagt wird, weil sie den Honig irrtümlicherweise als ihr Eigentum betrachtet? Und wird Jerry Seinfeld so lustig sein wie in seiner Sitcom?

Eins vorneweg. Bee Movie ist ein lustiger, gut animierter und familienfreundlicher Trickfilm geworden, der die Zeit wie im Nichts verstreichen lässt. Die Bienen-Witze sind klasse (die fahren im Bienenstock mit Autos, haben eine Achterbahn als Arbeitsweg oder schliessen im Viertelstundentakt die Schule ab) und die Vermenschlichung der Insekten kommt gut an. Ein Blick in den Kleiderschrank von Biene Barry zeigt uns zum Beispiel, dass er nur eine Sorte Pulli oder Turnschuhe hat. Natürlich alles Gelb-Schwarz.

Wie bei Shark Tale legt der Film ein unheimliches Tempo vor, das er natürlich nicht lange halten kann. Sobald die Begegnung mit den Menschen auf dem Fahrplan steht, schaltet Bee Movie einen Gang zurück und versucht seine Message an den Mann zu bringen. Die anschliessende Flirterei von Biene und Fräulein ist ein bisschen weit hergeholt, wird aber durch die herrlichen Szenen vor Gericht wieder kompensiert.

Fast unglaublich ist auch, wie viel Starpower einmal mehr verpflichtet wurde, um in The Bee Movie den Viechern Stimmen zu geben. Jerry Seinfeld, den wir leider nur in einer "Light-Version" zu hören kriegen, steht klar im Mittelpunkt. Renee Zellweger, Kathy Bates, John Goodman, Matthew Broderick (der nach dem Abspann noch ein Liedchen von sich gibt) oder natürlich Chris Rock, als Mücke mit Vorliebe für Elche, geben sich die Ehre und es macht Spass, zu versuchen, die einzelnen Stimmen dem jeweiligen Gesicht zu zuteilen. Bei Ray Liotta ist das hingegen einfach. Der Mann spielt/spricht sich als Animationsfigur gleich selber.

Fazit: Bee Movie macht vor allem am Anfang Spass, hat einige Durchhänger in der Mitte, schafft aber locker den Turnaround zu einem herrlichen, teils abgefahrenen Film. Optimale musikalische Unterstützung bietet der Soundtrack, die Witze sind meistens sehr gelungen und wenn Ray Liotta vor Gericht die Nerven verliert, dann gröhlt der Kinosaal. Es ist kein neues Madagascar geworden, aber man wird Bienchen und Blümchen nach Ansicht dieses Filmes mit ganz anderen Augen sehen....

3.9 Sterne
3.9 Sterne (72 Bewertungen) | 40 Kommentare

4.5 Sterne4.5 von 0.0-6.0
20.11.2007 / rm (Inhalt), muri (Rating)